LOS GATOS (dpa-AFX) - Netflix hat im vergangenen Quartal Sorgen von Anlegern zum Trotz Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Zugleich will der Videostreaming-Marktführer künftig nur noch jährlich statt zwei Mal pro Jahr Angaben zur Popularität seiner Filme und Serien vorlegen. Die Aktie fiel in einer ersten Reaktion im nachbörslichen US-Handel dennoch mehr als sieben Prozent.
Die Netflix-Aktie hatte in den vergangenen Monaten mehr als 40 Prozent verloren. Ein Auslöser waren Sorgen nach einigen Marktforscher-Daten, die den Eindruck erweckten, dass Zuschauerzahlen ab der zweiten Staffel auch populärer Netflix-Serien sinken. Die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers, bei der Netflix gegen den Rivalen Paramount verlor, wurde in diesem Kontext von Anlegern als Flucht nach vorn gesehen.
Netflix macht keine regelmäßigen Angaben zur Kundenzahl mehr. Aber der Umsatz stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 12,56 Milliarden Dollar. Unter dem Strich wuchs der Gewinn um 8,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Netflix bekam von Warner im Februar 2,8 Milliarden Dollar als Vertragsstrafe nach Auslösung der bereits vereinbarten Übernahme. Das ließ im vergangenen Quartal die Steuerzahlungen von Netflix etwas steigen./so/DP/he




