HASELÜNNE (dpa-AFX) - Der Schnaps- und Getränkehersteller Berentzen leidet weiter unter der schwachen Nachfrage nach Hochprozentigem. Nach einem schwachen ersten Halbjahr schraubt das Unternehmen nun auch seine Ziele fürs Gesamtjahr nach unten. Die "Dynamik der Marktentwicklungen ist aber deutlich ausgeprägter als erwartet", sagte Vorstandchef Oliver Schwegmann.
Im ersten Halbjahr gingen Umsatz und Gewinn erneut spürbar zurück, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um gut elf Prozent auf noch 71 Millionen Euro, der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern sackte sogar um mehr als 80 Prozent auf nur noch rund 600.000 Euro ab.
Die Zahlen fielen damit ähnlich schwach aus wie im ersten Quartal. "Die bereits im ersten Quartal sichtbaren Entwicklungen unserer wesentlichen Kennzahlen haben sich leider auch in den letzten drei Monaten fortgesetzt", sagte Schwegmann laut Mitteilung. "Im Wesentlichen ist dies nach wie vor auf die anhaltenden Markt- und Konsumschwächen in Deutschland zurückzuführen."
Prognose gesenkt
Für das Gesamtjahr schraubte das Unternehmen daher seine Ziel nach unten. Der Umsatz soll demnach noch bei 151 bis 156 Millionen Euro, deutlich weniger als die 162,9 Millionen im Vorjahr. Bisher waren in diesem Jahr 163 bis 173 Millionen Euro angepeilt worden. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern rechnet Berentzen nun nur noch mit 3,5 bis 5 Millionen Euro statt der bisher angepeilte 7 bis 9 Millionen Euro. 2025 waren es noch 8,5 Millionen Euro gewesen.
Seine endgültigen Zahlen will das börsennotierte Unternehmen am 13. August vorlegen. Zur Berentzen-Gruppe gehören neben der Stammmarke Berentzen weitere Spirituosen wie Doornkaat und Bommerlunder. Daneben werden alkoholfreie Getränke hergestellt, darunter Mio Mio und in Lizenz Sinalco./fjo/DP/he



