DJ DHL steigert Gewinne überproportional zum Umsatz im 2Q
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Die DHL Group hat nach den ausführlichen Ergebnissen im zweiten Quartal den Umsatz um 13 Prozent (vorläufig mehr als 10 Prozent) gesteigert auch unter dem Strich bei den Gewinnen deutlich zugelegt und überproportional zweistellige Wachstumsraten verzeichnet. Das Aktienrückkaufprogramm wurde um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufgestockt und bis Ende 2027 verlängert. Das Ziel von 3 Milliarden Euro Free Cashflow im Gesamtjahr hat der Konzern bestätigt.
Wie aus dem Finanzbericht hervorgeht, hat der Bonner Logistikkonzern im zweiten Quartal nach Steuern und Dritten 1,01 Milliarden Euro verdient, verglichen mit 815 Millionen ein Jahr zuvor. Je Aktie unverwässert betrug der Gewinn 0,91 Euro nach 0,72 Euro. Der Free Cashflow (ohne M&A) stieg auf 569 Millionen Euro von 329 Millionen im Vorjahr.
Der operative Gewinn EBIT kletterte um 30 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 8,3 Prozent von 7,2 Prozent im Vorjahr.
Der Umsatz betrug 22,37 Milliarden Euro nach 19,83 Milliarden im Vorjahresquartal. Das Wachstum geht laut Mitteilung insbesondere auf den Anstieg des transportierten Sendungsgewichts bei DHL Express, Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt sowie die Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten zurück.
Anfang Juli hatte die Deutsche-Post-Mutter die Unternehmensprognose für den operativen Gewinn EBIT 2026 angehoben, nachdem die Geschäfte sich im zweiten Quartal besser als erwartet entwickelt hatten, vor allem im Segment DHL Express. Dabei hatte der Konzern bereits operative Gewinne für die einzelnen Segmente veröffentlicht sowie eine Mindestschätzung für den Quartalsumsatz.
Im Quartal stieg das EBIT dank der reduzierten Kostenbasis im Konzern sowie eines deutlichen Umsatzanstiegs. Im Vorjahr hatten "Zoll- und weitere handelspolitische Rahmenbedingungen" die Geschäftsentwicklung belastet.
Im Gesamtjahr peilt die DHL Group seit Anfang Juli nun ein Konzern-EBIT von über 6,5 Milliarden Euro anstatt vorher mehr als 6,2 Milliarden Euro an. Die neue Guidance wurde im Markt bereits als "weiter konservativ" bezeichnet.
Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_
DJG/uxd/cbr
(END) Dow Jones Newswires
August 05, 2026 01:01 ET (05:01 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




