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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Hausse geht weiter - Fresenius mit guten Zahlen gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/Hausse geht weiter - Fresenius mit guten Zahlen gesucht

DOW JONES--Die europäischen Börsen bleiben am Mittwoch zunächst auf Rekordjagd. Das Umfeld zeigt sich weiterhin positiv. Die Ölpreise notieren wieder unter 80 Dollar das Fass. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran unmittelbar vor der Einigung auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Nachbörslich in den USA negativ aufgenommene Quartalszahlen von SpaceX und AMD tun der guten Stimmung keinen Abbruch. In beiden Fällen fielen die Geschäftszahlen besser als von Analysten erwartet aus. Bei AMD belastete, dass SpaceX künftig bei Nvidia statt bei AMD Chips kauft. Bei SpaceX haben sich die Investoren offenbar an den hohen KI-Investitionsplänen gestört.

Der DAX steigt 0,4 Prozent auf 26.316 Punkte und markiert ein weiteres Allzeithoch. Charttechniker sehen Anschlusspotenzial im DAX bis zunächst 27.000 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent nach oben. An den Anleihemärkten geben die Renditen leicht nach, was grundsätzlich positiv für die Aktienmärkte ist.

Laut CMC ist die relative Stärke des DAX in den vergangenen Tagen bemerkenswert. Geschuldet sei dies vor allem der hohen Nachfrage gerade von ausländischen Investoren. "Im Gegensatz zu vielen US-Unternehmen sind die deutschen Anteilsscheine günstiger bewertet. Viele Anleger wurden in der aktuellen Sommersaison aber auch schlicht auf dem falschen Fuß erwischt und müssen nun den Kursen hinterherlaufen", heißt es. Zudem stützen überwiegende ordentliche Quartalszahlen und -ausblicke.

Mit Blick auf den Geschäftsbericht von Siemens Energy (+1,2%) ist im Handel von starken Geschäftszahlen die Rede. Sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite seien die Erwartungen geschlagen worden. Als besonders stark hebt ein Teilnehmer den Auftragseingang hervor. Dieser stieg um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarde Euro - das sind rund eine Milliarde mehr als vom Markt erwartet. Wermutstropfen sei der nur bestätigte Ausblick, an diesem könnten sich einige Anleger stören.

Die Fresenius-Aktie kommt nach Zweitquartalszahlen sogar auf ein Plus von 5,1 Prozent. Das organische Wachstum liege 100 Basispunkte über der Prognose, das EBIT 4 Prozent sowie der Gewinn 5 Prozent, befindet JP Morgan. Die Anhebung der Gewinnprognose dürfte Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zur Folge haben, heißt es.

Infineon verlieren nach Veröffentlichung der Drittquartalszahlen dagegen 4,2 Prozent. Die Umsätze entsprechen laut Jefferies den Erwartungen, während die Margen auf Segmentebene diese leicht verfehlt hätten. Hauptbelastungsfaktor für die Aktie dürfte der Ausblick auf das vierte Quartal sein. Infineon stellt eine Segmentmarge von 23 Prozent in Aussicht, was klar unter der Erwartung von 24,4 Prozent liegt.

Novo Nordisk (-3,9%) hat deutlich über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Laut JP Morgan liegt der bereinigte Umsatz 10 Prozent über den Schätzungen und der bereinigte operative Gewinn 16 Prozent darüber. Stören dürften sich die Anleger an nur im Rahmen der Erwartungen liegenden Zahlen für Ozempic und die orale Form von Wegovy.

Trotz solider Geschäftszahlen geben Vonovia um 1,7 Prozent nach. Wie JP Morgan anmerkt, gestalten sich die Kapitalmarktaktivitäten weiterhin schwierig mit geringeren Umsätzen bei wiederkehrenden Verkäufen. Das Management habe angemerkt, dass das Umfeld für Verkäufe herausfordernd bleibe - ein wesentlicher Pfad für den Verschuldungsabbau, worauf das Hauptaugenmerk der Investoren gerichtet bleibe.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.501,76  +0,2   15,06    6.486,70    12,3 
Stoxx-50        5.509,74  +0,1    3,96    5.505,78    12,0 
DAX          26.315,51  +0,4   113,16    26.202,35    7,5 
MDAX          32.687,69  +0,4   127,78    27.039,42    6,8 
TecDAX         3.971,66  -0,3   -10,32    3.091,28    9,7 
SDAX          18.686,17  +0,3   46,74    13.062,07    8,8 
FTSE          10.918,21  +0,4   38,83    10.879,38    9,9 
CAC           8.679,31  +0,1   12,68    8.666,63    6,5 
SMI          14.495,88  +0,2   32,65    14.463,23    9,3 
ATX           6.661,08  +0,1    4,07    6.657,01    25,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:10 
EUR/USD          1,1537  +0,1   0,0008     1,1529   1,1521 
EUR/JPY          181,93  +0,0   0,0700     181,86  181,5000 
EUR/CHF          0,9334  +0,1   0,0007     0,9327   0,9320 
EUR/GBP          0,8569  -0,0  -0,0003     0,8572   0,8566 
USD/JPY          157,69  -0,0  -0,0300     157,72  157,5400 
GBP/USD          1,3459  +0,1   0,0011     1,3448   1,3443 
USD/CNY          6,7473  -0,1  -0,0059     6,7532   6,7532 
USD/CNH          6,7473  0,0  -0,0003     6,7476   6,7470 
AUS/USD          0,7043  -0,0  -0,0001     0,7044   0,7035 
Bitcoin/USD      64.028,00  -0,4  -282,87    64.310,87 64.029,33 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         76,12  +0,5    0,35      75,77 
Brent/ICE         80,07  +0,9    0,71      79,36 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.165,45  +2,2   89,44    4.076,01 
Silber           61,74  +3,8    2,23      59,51 
Platin         1.772,68  +2,2   38,15    1.734,53 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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August 05, 2026 03:55 ET (07:55 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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