DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen geht die Puste aus - Fresenius sehr fest
DOW JONES--Die europäischen Börsen geben bis Mittwochmittag die Tagesgewinne vollständig ab. Im Handel ist von "Ermüdungserscheinungen" nach der jüngsten Rally die Rede. Dies sei nicht weiter beunruhigend. Das Umfeld bleibt insgesamt positiv. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran unmittelbar vor der Einigung auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. "Unsere These bleibt, dass wir eine Art von Abkommen bekommen werden, da sowohl die USA als auch der Iran nicht zu einem ausgewachsenen Krieg zurückkehren wollen", so Jefferies.
Der DAX 4 Punkte auf 26.198, im Tageshoch stand der Index bei 26.404 und hatte zugleich ein neues Rekordhoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 tendierte ebenfalls kaum verändert. An den Anleihemärkten geben die Renditen leicht nach, was grundsätzlich positiv für die Aktienmärkte ist. Nach dem Kursrutsch vom Vortag zieht der Ölpreis wieder an, Brent geht um das Niveau von 80 Dollar das Fass um.
Laut CMC ist die relative Stärke des DAX in den vergangenen Tagen bemerkenswert. Geschuldet sei dies vor allem der hohen Nachfrage gerade von ausländischen Investoren. "Im Gegensatz zu vielen US-Unternehmen sind die deutschen Anteilsscheine günstiger bewertet. Viele Anleger wurden in der aktuellen Sommersaison aber auch schlicht auf dem falschen Fuß erwischt und müssen nun den Kursen hinterherlaufen", heißt es. Zudem stützen überwiegend ordentliche Quartalszahlen und -ausblicke.
Mit Blick auf den Geschäftsbericht von Siemens Energy (-1,3%) ist im Handel von starken Geschäftszahlen die Rede. Sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite seien die Erwartungen geschlagen worden. Als besonders stark hebt ein Teilnehmer den Auftragseingang hervor. Dieser stieg um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro - das sind rund eine Milliarde mehr als vom Markt erwartet. Wermutstropfen sei der nur bestätigte Ausblick, an diesem könnten sich einige Anleger stören.
Die Fresenius-Aktie kommt nach Zweitquartalszahlen auf ein Plus von gleich 7 Prozent. Das organische Wachstum liege 100 Basispunkte über der Prognose, das EBIT 4 Prozent sowie der Gewinn 5 Prozent, befindet JP Morgan. Die Anhebung der Gewinnprognose dürfte Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zur Folge haben, heißt es.
Für das Beiersdorf-Papier geht es um 3 Prozent nach oben. Die endgültigen Geschäftszahlen haben laut Analysten keine signifikant neuen Erkenntnisse gebracht. Der Kursanstieg dürfte vor allem technischer Natur sein. Es bleibt ein Minus für die Aktie seit Jahresbeginn von rund 15 Prozent.
Infineon verlieren nach Veröffentlichung der Drittquartalszahlen dagegen 4,9 Prozent. Die Umsätze entsprechen laut Jefferies den Erwartungen, während die Margen auf Segmentebene diese leicht verfehlt hätten. Hauptbelastungsfaktor für die Aktie dürfte der Ausblick auf das vierte Quartal sein. Infineon stellt eine Segmentmarge von 23 Prozent in Aussicht, was klar unter der Erwartung von 24,4 Prozent liegt.
Novo Nordisk (-5,1%) hat deutlich über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Laut JP Morgan liegt der bereinigte Umsatz 10 Prozent über den Schätzungen und der bereinigte operative Gewinn 16 Prozent darüber. Stören dürften sich die Anleger an nur im Rahmen der Erwartungen liegenden Zahlen für Ozempic und die orale Form von Wegovy.
Trotz solider Geschäftszahlen geben Vonovia um 1,9 Prozent nach. Wie JP Morgan anmerkt, gestalten sich die Kapitalmarktaktivitäten weiterhin schwierig mit geringeren Umsätzen bei wiederkehrenden Verkäufen. Das Management habe angemerkt, dass das Umfeld für Verkäufe herausfordernd bleibe - ein wesentlicher Pfad für den Verschuldungsabbau, worauf das Hauptaugenmerk der Investoren gerichtet bleibe.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.485,84 -0,0 -0,86 6.486,70 12,0 Stoxx-50 5.489,84 -0,3 -15,94 5.505,78 11,6 DAX 26.197,95 -0,0 -4,40 26.202,35 7,0 MDAX 32.587,57 +0,1 27,66 27.039,42 6,4 TecDAX 3.965,37 -0,4 -16,61 3.091,28 9,5 SDAX 18.634,88 -0,0 -4,55 13.062,07 8,5 FTSE 10.840,84 -0,4 -38,54 10.879,38 9,2 CAC 8.666,61 0,0 -0,02 8.666,63 6,3 SMI 14.477,26 +0,1 14,03 14.463,23 9,1 ATX 6.645,26 -0,2 -11,75 6.657,01 24,8 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:10 EUR/USD 1,1544 +0,1 0,0015 1,1529 1,1521 EUR/JPY 181,94 +0,0 0,0800 181,86 181,5000 EUR/CHF 0,9338 +0,1 0,0011 0,9327 0,9320 EUR/GBP 0,8566 -0,1 -0,0006 0,8572 0,8566 USD/JPY 157,58 -0,1 -0,1400 157,72 157,5400 GBP/USD 1,3471 +0,2 0,0023 1,3448 1,3443 USD/CNY 6,7497 -0,1 -0,0035 6,7532 6,7532 USD/CNH 6,749 +0,0 0,0014 6,7476 6,7470 AUS/USD 0,7045 +0,0 0,0001 0,7044 0,7035 Bitcoin/USD 64.065,21 -0,4 -245,66 64.310,87 64.029,33 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 76,13 +0,5 0,36 75,77 Brent/ICE 80,56 +1,5 1,20 79,36 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.169,07 +2,3 93,06 4.076,01 Silber 61,53 +3,4 2,02 59,51 Platin 1.748,31 +0,8 13,78 1.734,53 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/cln
(END) Dow Jones Newswires
August 05, 2026 07:21 ET (11:21 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.



