DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Windparkentwickler PNE liegt offenbar weiterhin wie Blei im Verkaufsregal. Das Unternehmen teilte am Montagabend mit, dass die von ihr initiierte Investorensuche den Erwerb von bis zu 100 Prozent ihrer Aktien umfasse und bestätigte damit in diesem Punkt einen vorhergehenden Bericht des "Handelsblatt". Allerdings deute das erhaltene Marktinteresse darauf hin, dass die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkursniveaus der PNE-Aktie liegen. Der Medienbericht hatte hingegen Hoffnungen auf einen Aufschlag gemacht. Anleger zogen sich zurück.
Der PNE-Aktienkurs brach am Dienstagvormittag um ein Fünftel ein. Der Abschlag seit dem Jahreswechsel ist in etwas genauso hoch. "Es ist nun unsicher, ob ein Deal zustande kommt", sagte ein Händler.
Im Januar 2023 war bekanntgeworden, dass die von Morgan Stanley kontrollierte Photon Management GmbH den Verkauf ihres Anteils an PNE von 48 Prozent abgeblasen hatte. Seitdem hat sich die Aktie mehr als halbiert.
"Es werden momentan viele Gespräche mit Investoren geführt. Aber die Lage auf dem Markt ist, wie sie ist. Der Ausgang ist absolut offen", zitierte das "Handelsblatt" am Montag einen Insider. Mit Ergebnissen sei nicht vor dem Herbst zu rechnen. Die Aktionäre seien über den Vorgang bereits informiert.
Sollte sich ein Käufer finden, rechneten Insider mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro, hatte es in dem Bericht geheißen. An der Börse ist PNE zurzeit gut 670 Millionen Euro wert./lew/he/nas/mis




