BREMEN (dpa-AFX) - Energiekontor ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Nach Steuern stand ein Verlust von 5,3 Millionen Euro, wie der Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch gut 24 Millionen Euro Gewinn gemacht. Zugleich verkündeten die Bremer, dass das Ergebnis des ersten sechs Monate aufgrund des projektorientierten Geschäftsmodells noch nicht repräsentativ für das erwartete Gesamtjahresergebnis sei. Die im SDax notierte Aktie rutschte daraufhin ab.
Kurz nach Handelsbeginn verlor das Papier 7 Prozent. Zuletzt konnte es das Minus auf gut 3 Prozent eindämmen. Der Abwärtstrend seit Mitte Mai setzt sich damit beschleunigt fort. Damals hatte ein Anteilsschein noch mehr als 50 Euro gekostet, zuletzt kostete er gut 33 Euro. Das Tief von Mitte März bei gut 30 Euro rückt damit wieder in gefährliche Nähe. Seit dem Jahreswechsel steht momentan ein Abschlag von rund 7 Prozent zu Buche.
Das Management bestätigte das Jahresziel und peilt weiterhin einen Vorsteuergewinn von 40 bis 60 Millionen Euro an. Per Ende Juni stand hier ein Verlust von 4,7 Millionen Euro in den Büchern. Für die Zielerreichung setzt Energiekontor insbesondere auf Projektverkäufe in Großbritannien und die Inbetriebnahme bereits im Vorjahr veräußerter deutscher Windparks. Beides solle nach aktuellem Planungsstand im zweiten Halbjahr realisiert werden, hieß es./lew/tav/stk




