DJ Aktien Schweiz leichter - SIG-Aktie mit Kurseinbruch
DOW JONES--Mit Abgaben hat der schweizerische Aktienmarkt den ersten Handelstag der Woche beendet. Im Fokus stand dabei der Kurseinbruch der SIG-Aktie um 17,8 Prozent. Hier belastete, dass CEO Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt. Es ist bereits der zweite CEO-Wechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist. Der Kapitalmarkttag am 27. Oktober wird für die Analysten zum zentralen Katalysator. Das Management habe dann eine klare und glaubwürdige Erklärung für den Führungswechsel zu liefern.
Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 14.302 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und 6 -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 13,46 (zuvor: 13,11) Millionen Aktien.
Marktteilnehmer verfolgten zudem weiterhin die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. Auch hat Trump dem Oman mit Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen". "Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", so Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen."
Die Nestle-Aktie fiel um 2,8 Prozent. Die wichtigsten Wachstumsindikatoren von Nestle würden nicht beeinträchtigt, wenn das Russland-Geschäft aus dem Konzern herausgelöst würde, so die Barclays-Analysten. Sie verwiesen auf einen Bericht der russischen Zeitung Kommersant über die Möglichkeit, dass die russischen Geschäftseinheiten von Nestle unter staatliche Verwaltung gestellt werden könnten. Dies sei eine Mahnung, dass in Russland tätige Unternehmen weiterhin Risiken ausgesetzt seien, so die Analysten. Wichtige Kennzahlen würden nicht beeinträchtigt, da der Geschäftsbereich seit 2022 aus den Messgrößen für das reale interne Wachstum und das organische Wachstum herausgerechnet werde, fügten die Analysten hinzu.
Unter Abgabedruck standen auch die Aktien der Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch, die um 3,1 bzw. 3,7 Prozent fielen. Die Nachfrage in wichtigen Märkten wie China schwächelt, geopolitische Krisen dämpfen weiterhin die Konsumlaune und zudem gibt es Umschichtungen in andere Sektoren, hieß es.
Dagegen legten die Papiere von Sandoz um 2,6 Prozent zu. Die Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Henlius sei ein positiver Schritt für das Schweizer Pharmaunternehmen, sagte Harry Sephton von RBC Capital Markets. Im Rahmen der Partnerschaft würden die beiden Unternehmen bei der Entwicklung und Vermarktung von bis zu zehn Biosimilar-Medikamenten zusammenarbeiten, wobei die Zahlungen für die Vermarktung bis zu 322 Millionen US-Dollar erreichen könnten. Die Vereinbarung "demonstriert die führende Position von Sandoz als Vermarktungspartner bei Biosimilars", ergänzte Sephton.
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August 17, 2026 11:48 ET (15:48 GMT)
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