DJ MÄRKTE EUROPA/Leichte Kursverluste zu Wochenbeginn - SIG Group stürzen ab
DOW JONES--Mit leichten Kursverlusten haben die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn den Handel beendet. Nach einem impulslosen Handel schloss der DAX 0,4 Prozent leichter bei 26.339 Punkten, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,1 Prozent auf 6.530 Punkte. Marktteilnehmer verfolgten weiterhin aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. Auch hat Trump dem Oman mit Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen".
"Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen." Brent ging mit plus 0,6 Prozent auf 89,09 Dollar das Fass um.
Eine wichtige Stütze für die Börsen stellte die zu Ende gehende Berichtssaison dar. "Die Unternehmensgewinne wachsen kräftig genug, um die Kurse weiter zu tragen. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal liefert unseres Erachtens die fundamentalen Belege für diesen Ausblick", so die DZ Bank. Zudem habe die Berichtssaison auch die Debatte, ob sich die KI-Investitionen lohnen, wieder entschärft. Die großen Plattformkonzerne, insbesondere die führenden Cloud-Betreiber, konnten im Rahmen ihrer Berichterstattung zum zweiten Quartal belegen, dass ihren hohen Investitionen bereits spürbare Umsatz- und Ertragszuwächse gegenüberstehen.
Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass für die kommenden Tage von der Seite kaum Impulse zu erwarten sind. Aus dem Stoxx-600 berichten im Verlauf der Woche nur noch 30 Unternehmen, gewichtige Konjunkturdaten stehen mit den Einkaufsmanager-Indizes erst am Freitag im Kalender.
Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite war extrem dünn, daher lieferten Analysten mit ihren Umstufungen bei Einzelwerten Impulse. So hat die Bank of America die Aktie von Salzgitter mit "Kaufen" wieder aufgenommen, die Aktie schloss 3,4 Prozent höher. Im DAX ging es für Infineon um 0,4 Prozent nach oben, hier soll Goldman Sachs optimistischer sein.
Die hohen Renditen an den Anleihemärkten machen Investitionen in den Immobiliensektor weiter unattraktiv. Zu Wochenbeginn fielen Vonovia 1,8 Prozent zurück, Grand City Properties um 3,2 Prozent oder LEG Immobilien um 1,6 Prozent.
OHB legten 2,5 Prozent zu. Hier wurde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, so ein Marktteilnehmer. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern.
SIG Group brechen ein - Abrupter CEO-Wechsel verstimmt
Bei SIG Group (-17,8%) belastete, dass CEO Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt, es ist bereits der zweite CEO-Wechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist. Der Kapitalmarkttag am 27.10. wird für die Analysten nun zu einem zentralen Katalysator. Das Management habe dann eine klare und glaubwürdige Erklärung für den Führungswechsel zu liefern.
Steyr Motors (-22,1%) hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst und die Mittelfristprognose für das Geschäftsjahr 2027 zurückgenommen. Als Grund nannte das Unternehmen Verzögerungen bei internationalen Defense-Projekten, insbesondere infolge verzögerter öffentlicher Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse. Dadurch konnten im ersten Halbjahr 2026 ursprünglich geplante Umsätze von rund 10 Millionen Euro nicht realisiert werden.
=== Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) Euro-Stoxx-50 6.530 -0,1 +12,9 Stoxx-50 5.501 -0,1 +11,9 Stoxx-600 656 -0,2 +11,1 DAX 26.339 -0,4 +8,0 FTSE-100 London 10.750 -0,3 +8,2 CAC-40 Paris 8.637 -0,7 +6,0 AEX Amsterdam 1.118 -0,3 +17,5 ATHEX-20 Athen 6.706 +0,3 +25,3 BEL-20 Brüssel 5.664 +1,7 +11,5 BUX Budapest 150.553 -0,3 +35,6 OMXH-25 Helsinki 6.349 +0,5 +11,3 OMXC-20 Kopenhagen 1.621 -0,2 +0,8 PSI 20 Lissabon 9.255 -0,4 +12,0 IBEX-35 Madrid 20.157 -0,9 +16,5 FTSE-MIB Mailand 53.584 +0,0 +19,2 OBX Oslo 2.014 +0,1 +26,1 PX Prag 2.790 -0,0 +3,9 OMXS-30 Stockholm 3.275 -0,3 +13,6 WIG-20 Warschau 151.586 -1,1 +30,7 ATX Wien 6.733 -0,5 +26,4 SMI Zürich 14.391 -0,6 +8,5 * gerundet DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:47 EUR/USD 1,1587 +0,2 0,0018 1,1569 1,1581 EUR/JPY 184,67 +0,2 0,3700 184,3 184,3300 EUR/CHF 0,9382 -0,3 -0,0025 0,9407 0,9396 EUR/GBP 0,8544 0,0 0,0000 0,8544 0,8544 USD/JPY 159,35 +0,0 0,0500 159,3 159,1600 GBP/USD 1,3558 +0,2 0,0028 1,353 1,3550 USD/CNY 6,7399 -0,0 -0,0013 6,7412 6,7412 USD/CNH 6,7408 -0,1 -0,0035 6,7443 6,7425 AUS/USD 0,711 +0,4 0,0029 0,7081 0,7090 Bitcoin/USD 64.145,46 +1,8 1.102,61 63.042,85 62.935,68 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 82,67 +0,3 0,27 82,4 Brent/ICE 89,09 +0,6 0,57 88,52 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.425,36 +1,1 49,47 4.375,89 Silber 66,34 +2,6 1,69 64,66 Platin 1.778,34 +1,8 30,62 1.747,72 (Angaben ohne Gewähr) ===
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August 17, 2026 12:06 ET (16:06 GMT)
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