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De.mem realisiert Abwasser-Vorbehandlung für abgelegenes Inselresort

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Sauberes Wasser wird weltweit zu einer strategischen Ressource - und leistungsfähige Abwassertechnik damit zu einem wachsenden Markt. De.mem hat eine neue Anlage für ein abgelegenes Inselresort im australischen Bundesstaat Queensland installiert und in Betrieb genommen. Das Projekt umfasst ein Vorbehandlungssystem, das die bestehende Abwasserinfrastruktur entlasten und deren Betriebssicherheit verbessern soll.

Realisiert hat das Projekt die australische Tochtergesellschaft De.mem-Akwa. Konkret geht es um die Installation und Inbetriebnahme eines neuen Vorbehandlungssystems für die Abwasseranlage eines abgelegenen Inselresorts im australischen Bundesstaat Queensland und damit an einem logistisch anspruchsvollen Standort. "Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Inselprojekt zeigen wir, dass De.mem auch an abgelegenen und logistisch anspruchsvollen Standorten zuverlässige Abwasserlösungen realisieren kann. Solche Referenzprojekte stärken unsere Position in einem Markt, der wegen steigender Anforderungen an Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit langfristig wächst", erklärt Firmenchef Andreas Kröll.

Die neue Anlage entfernt Feststoffe, Sand, Fette und Öle aus dem Abwasser, bevor dieses die nachfolgenden Behandlungsstufen erreicht. Dazu kombiniert das kompakte System eine Feinrechenanlage mit der automatisierten Reinigung und Verdichtung des Rechenguts, einer Sandabscheidung und -entwässerung sowie einer Fett- und Ölseparation.

Die Anlage ist für einen Durchfluss von bis zu 30 Litern pro Sekunde ausgelegt. Steuerung und Überwachung erfolgen über eine speicherprogrammierbare Steuerung und einen Touchscreen. Die Konstruktion aus korrosionsbeständigem Edelstahl ist auf die Bedingungen in Küstenregionen ausgelegt.

Für den Kunden soll die neue Vorbehandlung vor allem die Betriebssicherheit der vorhandenen Abwasserinfrastruktur verbessern. Die frühzeitige Abscheidung belastender Bestandteile schützt nachgelagerte Aggregate vor Verstopfungen, Ablagerungen und Verschleiß. Dadurch können sich Wartungsaufwand und betriebliche Anforderungen an die Gesamtanlage verringern.

Wasseraufbereitung wird zur strategischen Infrastruktur

Der Bedarf an leistungsfähiger Wasser- und Abwassertechnik nimmt weltweit zu. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, industrielle Entwicklung und steigender Wasserverbrauch treffen auf begrenzte Süßwasserressourcen und eine vielerorts alternde Infrastruktur. Zugleich verschärfen längere Trockenperioden, Extremwetterereignisse und regional auftretende Wasserknappheit die Herausforderungen für Kommunen und Unternehmen.

Hinzu kommen strengere Umweltauflagen und höhere Anforderungen an die Qualität von gereinigtem Abwasser. Wasseraufbereitung dient deshalb längst nicht mehr allein der Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte. Sie entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil der betrieblichen Versorgungssicherheit und des nachhaltigen Ressourcenmanagements.

Besonders an abgelegenen Standorten kann eine zuverlässige dezentrale Abwasserbehandlung entscheidend sein. Inseln, Ferienanlagen, Bergbaustandorte oder kleinere Gemeinden können häufig nicht auf eine umfassende zentrale Infrastruktur zurückgreifen. Kompakte, automatisierte und wartungsarme Systeme ermöglichen es, Abwasser direkt am Entstehungsort zu behandeln und bestehende Anlagen effizienter zu betreiben.

Nachhaltigkeit durch Schutz und Wiederverwendung

Eine wirksame Vorbehandlung verbessert nicht nur die Betriebssicherheit. Sie kann auch die Lebensdauer nachgelagerter Komponenten verlängern, Abfallvolumen reduzieren und den Einsatz zusätzlicher Betriebsmittel begrenzen. Werden Fette, Öle, Sand und Feststoffe frühzeitig aus dem Abwasser entfernt, sinkt die Belastung der weiteren Behandlungsstufen. Das kann den Energie- und Wartungsbedarf der Gesamtanlage reduzieren.

Weitergehende Membranverfahren ermöglichen es zudem, behandeltes Abwasser wiederzuverwenden, beispielsweise für Bewässerung, Reinigungsprozesse oder andere Anwendungen ohne Trinkwasserqualität. Damit lässt sich der Verbrauch von Frischwasser verringern und ein stärker geschlossener Wasserkreislauf schaffen. Für Unternehmen kann dieser Ansatz sowohl unter ökologischen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten an Bedeutung gewinnen.

Wasseraufbereitung ist damit ein langfristig relevantes Thema an der Schnittstelle von Infrastruktur, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit. Geschäftsmodelle in diesem Bereich können neben der Planung und Lieferung von Anlagen auch digitale Überwachung sowie laufende Betriebs-, Wartungs- und Serviceleistungen umfassen.

Projekte unter besonderen Standortbedingungen

De.mem hat bereits weitere Anlagen an Standorten mit besonderen infrastrukturellen und klimatischen Anforderungen umgesetzt. Dazu zählt das Selwyn Snow Resort in New South Wales. Das Resort liegt im nördlichen Teil des Kosciuszko-Nationalparks in den australischen Snowy Mountains.

Für das Skigebiet errichtete De.mem eine containerisierte Abwasserbehandlungsanlage auf Basis eines Membranbioreaktors mit Hohlfasermembranen. Die Anlage wurde für Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt konzipiert und bereitet das Abwasser so weit auf, dass es wiederverwendet werden kann. De.mem überwacht den Betrieb aus der Ferne und unterstützt zugleich das lokale Betriebsteam.

Das Projekt basiert auf einem Leasing-Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Gesamtvolumen von rund einer Million australischen Dollar. Die Fertigstellung der Anlage meldete De.mem im August 2022; die regelmäßige Abrechnung begann im Juli desselben Jahres.

Inselprojekt erweitert Projektportfolio

Das aktuelle Inselprojekt ergänzt die von De.mem-Akwa realisierten Anlagen im Bereich der dezentralen Wasser- und Abwasserbehandlung. Das Unternehmen deckt dabei neben der Lieferung einzelner Komponenten auch Planung, Installation, Inbetriebnahme, Anlagenoptimierung sowie laufende Betriebs- und Wartungsleistungen ab.

Projekte dieser Art sind unter anderem für Anwendungen im Tourismus, in der kommunalen Infrastruktur und bei der dezentralen Abwasserbehandlung relevant. Nach der Installation können sich zudem weitere Service-, Wartungs- und Optimierungsleistungen für bestehende Anlagen ergeben.

Der Auftragswert für das abgeschlossene Inselprojekt liegt bei rund einer halben Million AUD. Das Projekt erweitert damit das Portfolio von De.mem im Bereich integrierter Wasser- und Abwasserlösungen für Standorte mit besonderen infrastrukturellen Anforderungen.

"Wasser ist eine wertvolle und knappe Ressource. Unser Ziel ist es, Kunden mit robusten, effizienten und nachhaltigen Lösungen dabei zu unterstützen, Abwasser sicher zu behandeln, Ressourcen zu schonen und Wasserkreisläufe zunehmend zu schließen", so Kröll abschließend.


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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
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Land: Australien

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