DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Im Machtkampf um das nächste Sanierungspaket bei Volkswagen ist keine Einigung auf eine Gesamtlösung in Sicht. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf mehrere Insider berichtet, beschreiben wichtige Entscheider den Vorstand inzwischen als "zerrissen". Ein Lager dränge Konzernchef Oliver Blume zu maximalen Einschnitten, während ein anderes mehr Kompromissbereitschaft fordere. In Aufsichtsratskreisen wächst die Sorge um die Funktionsfähigkeit des Vorstands und seiner Entscheidungsgremien. Beim Umfang des geplanten Jobabbaus zeichnet sich dagegen eine Entschärfung ab. Wie mehrere Insider berichten, rechnet man bei VW nicht mehr damit, dass in Deutschland bis 2030 mehr als 100.000 Jobs wegfallen. (Handelsblatt)
BERTELSMANN - Bertelsmann-Chef Thomas Rabe stellt für das laufende Jahr noch weitere Zukäufe in Aussicht. "Wir stehen bei unseren Investitionen nicht auf der Bremse, nur weil ein Führungswechsel ansteht", sagte er. "Wir arbeiten auch weiterhin an großen Projekten." Bis zum Ende des Jahres will Rabe im Rahmen seines Boost-Investitionsprogrammes innerhalb von fünf Jahren rund 10 Milliarden Euro in Zukäufe und neue Geschäftsfelder investiert haben. 7,7 Milliarden sind bereits ausgegeben, darin ist die Summe für die Fusion mit Concord allerdings noch nicht enthalten. Rabe betont, dass Übernahme von Sky die Position von RTL im deutschen Markt deutlich gestärkt habe. "Ich habe immer gesagt, dass wir im Fernsehbereich entweder größer werden oder verkaufen müssen", sagte er. Um im Wettbewerb mit globalen Streaminganbietern wie Netflix oder Amazon Prime mithalten zu können, brauche man eine bestimmte Größe. (Handelsblatt)
GERRESHEIMER - Im Vorfeld der Hauptversammlung von Gerresheimer am kommenden Dienstag geht die Deka auf Konfrontation mit der Verwaltung. Die Fondsgesellschaft der Sparkassen will gegen nahezu alle Tagesordnungspunkte stimmen, wie aus der vorab veröffentlichten Rede von Ingo Speich hervorgeht. Einzig bei den Wahlen zum Aufsichtsrat zieht die Deka mit, wenn auch nur in Teilen. Zugleich schließt sich Speich den Gegenanträgen der DSW an. Diese richten sich zum einen gegen die Vertagung der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie den Vorschlag, KPMG erneut zum Abschlussprüfer zu bestellen. Zudem wird der Antrag auf Sonderprüfung unterstützt. Obendrein verweigert die Deka die Billigung von Vergütungsbericht und Vergütungssystem. Bei den Tagesordnungspunkten fehle es an Transparenz, moniert Speich. Das sei umso bedauerlicher, da der Vergütungsbericht schon in der vorigen Hauptversammlung bei den Aktionären durchgefallen sei. (Börsen-Zeitung)
GLENCORE/RADIANT - Der Eisenerz-Händler Radiant mit Sitz in Singapur droht Glencore mit rechtlichen Schritten und wirft seinem größeren Konkurrenten vor, für Verluste in Höhe von über 1,4 Milliarden US-Dollar verantwortlich zu sein. Glencore gehört zu den Unternehmen, die Radiant wegen mutmaßlicher Unstimmigkeiten in seinen Geschäftsunterlagen den Geldhahn zugedreht haben. Die japanische Bank Mizuho reichte am Freitag beim Obersten Gerichtshof von Singapur eine Klage gegen den Eisenerz-Händler ein. Radiant bestreitet jegliches Fehlverhalten und fordert von Glencore die Rückzahlung von mehr als 800 Millionen US-Dollar, sowie den Ersatz von Verlusten aufgrund der "Wertvernichtung" seines Geschäfts. Glencore wies die Forderungen gegenüber der FT und fügte hinzu, dass das Unternehmen "durch die Handlungen von Radiant Verluste erlitten und Risiken ausgesetzt war und entsprechende Maßnahmen ergreifen" werde. (Financial Times)
AIRBUS - Airbus prüft laut informierten Personen den Verkauf seines US-Raumfahrtgeschäfts. Der deutsch-französische Konzern will sich darauf konzentrieren, im Rahmen einer Dreierfusion einen paneuropäischen Marktführer im Satellitenbereich aufzubauen. Airbus sondiere derzeit das Interesse potenzieller Käufer an dem US-Geschäft, zu dem ein Werk in Florida sowie die kleine Satelliten aus der Reihe "Arrow", die in Serie hergestellt werden können. Zwar veröffentlicht Airbus keine Umsatzzahlen für das US-Raumfahrtgeschäft, doch schätzten zwei Personen, die mit dem Geschäftsbereich vertraut sind, den Umsatz auf mehrere hundert Millionen Dollar. (Financial Times)
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August 31, 2026 00:51 ET (04:51 GMT)
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