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Statt Milliarden zu verbrennen, setzt Amex Gold erst auf eine Großprobe zur Cashflow-Generierung. Mit Großaktionär Eldorado Gold im Rücken könnte sich im Abitibi-Gürtel ein hochprofitabler Goldproduzent formieren.
Liebe Leserinnen und Leser,
es gibt Goldprojekte. Und es gibt Goldprojekte, bei denen mehrere entscheidende Faktoren gleichzeitig zusammenkommen: hoher Goldgehalt, bestehende Infrastruktur, kurze Wege zur Stromversorgung, lokale Arbeitskräfte, eine unterstützende Gemeinde und ein Entwicklungskonzept, das nicht auf einem gigantischen Kapitalbedarf beruht.
Genau darin liegt die Faszination des Perron-Projekts von Amex Gold Mining (ISIN CA03114B1XXX WKN A2DJY1) . Das kanadische Unternehmen entwickelt in Québec ein hochgradiges Untertage-Goldprojekt im produktiven Abitibi-Greenstone-Belt. Im Zentrum steht die Champagne Zone: eine vertikale, hochgradige Goldstruktur, die laut Machbarkeitsstudie schon allein den Start einer Mine ermöglichen könnte.

- Anzeige - Interessenkonflikte und Disclaimer am Ende beachten - Advertorial/Werbung im Namen von Amex Gold Mining (ISIN CA03114B1XXX WKN A2DJY1)
Die große Idee dahinter ist bemerkenswert: Erst eine genehmigte Großprobe fördern, daraus Einnahmen generieren, vorhandene Infrastruktur nutzen und das Projekt anschließend Schritt für Schritt hochfahren. Nicht erst jahrelang Milliarden investieren und dann auf den ersten Cashflow warten. Sondern möglichst früh Gold verkaufen und den weiteren Aufbau mitfinanzieren.
Das klingt auf den ersten Blick fast zu einfach. Doch gerade deshalb lohnt der genaue Blick auf Geologie, Metallurgie, Genehmigungsweg, Kapitalbedarf und die Rolle des Großaktionärs Eldorado Gold (WKN A2PA9H).
Amex Gold Mining: Vom Explorer zum fortgeschrittenen Goldentwickler
Amex Gold Mining ist kein reiner Frühphasen-Explorer mehr. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 600.000 Bohrmeter abgeschlossen, eine Mineralressourcenschätzung veröffentlicht und eine Machbarkeitsstudie für die erste Projektphase vorgelegt.
Seit Victor Cantore( Präsident und CEO, Direktor) Ende 2016 zum Unternehmen stieß, hat sich die Ausgangslage massiv verändert. Damals lag die Marktkapitalisierung laut Cantore bei lediglich rund 2,1 bis 2,5 Mio. CAD. Heute verfügt Amex über eine Goldressource von rund 2,3 Mio. Unzen, die vollständig auf der Québec-Seite des Projektgebiets liegt.

Quelle: Unternehmenspräsentation
Besonders wichtig: Die Gesellschaft hat ihre Landposition nicht nur ergänzt, sondern radikal ausgebaut. Aus ursprünglich 45,6 Quadratkilometern wurden rund 570 Quadratkilometer. Damit kontrolliert Amex ein außergewöhnlich großes Paket im Abitibi-Greenstone-Belt, einem der produktivsten Goldgürtel der Welt.
Aber bei Goldprojekten zählt nicht nur die Zahl der Unzen. Die entscheidende Frage lautet: Wie gut, wie zugänglich und wie wirtschaftlich sind diese Unzen?
Champagne Zone: Warum der Goldgehalt der entscheidende Hebel sein könnte
Die Champagne Zone trägt laut Machbarkeitsstudie 774.000 Unzen Gold in der Kategorie "Measured and Indicated", also gemessene und angezeigte Ressourcen. Das Außergewöhnliche ist nicht allein die Unzenzahl, sondern der angegebene durchschnittliche Gehalt von rund 16 Gramm Gold pro Tonne Gestein.
Zum Vergleich: Viele große Tagebauprojekte arbeiten mit Goldgehalten um 1 Gramm pro Tonne oder darunter. Solche Lagerstätten können durchaus wirtschaftlich sein, benötigen aber in der Regel enorme Tonnagen, hohe Anfangsinvestitionen und große Verarbeitungsanlagen.
Champagne ist dagegen als Untertageprojekt vorgesehen. Und hier verändert ein hoher Goldgehalt die gesamte Rechnung. Weniger Gestein kann potenziell deutlich mehr Gold enthalten. Das reduziert nicht automatisch jedes Risiko, kann aber die Wirtschaftlichkeit eines Projekts fundamental verbessern.
Hinzu kommt die Geometrie der Lagerstätte. Die Champagne Zone ist nach Darstellung des Managements stark vertikal ausgerichtet. Für einen Untertagebetrieb ist das ein großer Vorteil: Eine Rampe kann entlang des Erzkörpers angelegt werden, während der weitere Abbau in die Tiefe fortschreitet. Die Schwerkraft arbeitet mit - und nicht gegen das Projekt.

Quelle: Unternehmenspräsentation
Das Management verweist darauf, dass die Champagne Zone von etwa 75 Metern Tiefe bis in rund 1,4 Kilometer Tiefe definiert wurde. Ihre durchschnittliche Mächtigkeit liegt bei ungefähr 4,5 bis 5 Metern. Genau diese Kombination erklärt auch die enorme Zahl an Bohrmetern: Um eine schmale, tief reichende Struktur in hoher Ressourcensicherheit zu modellieren, sind dichte Bohrabstände nötig.
Die Bohrungen wurden vollständig von der Oberfläche aus durchgeführt. In späteren Betriebsjahren könnte das Bohren von untertage aus erfolgen, sobald sich der Betrieb in größerer Tiefe befindet. Das würde die Bohrdistanzen und damit potenziell auch die Explorationskosten erheblich reduzieren.
Die Infrastrukturfrage: Der Unterschied zwischen einem Projekt und einer möglichen Mine
Eine hochgradige Lagerstätte ist stark. Aber eine Mine entsteht nicht allein durch Geologie. Der wahre Hebel kann Infrastruktur sein.
Das Perron-Projekt liegt nahe der früheren Bergbaustadt Normétal. Auch La Sarre ist nach Angaben des Managements nur rund 23 Minuten entfernt. Das bedeutet: Arbeitskräfte können in bestehenden Gemeinden wohnen, statt dass ein kostspieliges, dauerhaftes Minencamp aufgebaut werden muss.
Dieser scheinbar kleine Punkt kann wirtschaftlich enorm sein. Kein Lagerbetrieb für Hunderte Beschäftigte. Keine vollständige Versorgung in abgelegener Wildnis. Keine langen Rotationszyklen als Standardmodell. Beschäftigte könnten nach der Schicht nach Hause fahren - und genau das senkt potenziell Kosten und erleichtert die Personalgewinnung.
Noch wichtiger ist die Stromversorgung. Amex gibt an, nur etwa 6,5 Kilometer von einer geeigneten Umspannstation entfernt zu sein, die auch die lokale Gemeinde versorgt. Die geschätzten Kosten für die Netzanbindung liegen laut Unternehmen bei etwa 7,7 Mio. CAD.

Quelle: Unternehmenspräsentation
Das ist ein entscheidender Unterschied zu vielen vermeintlich gut gelegenen Projekten. Eine Hochspannungsleitung über dem Grundstück sieht auf einer Karte spektakulär aus. Doch ohne passende Transformation und Anschlusstechnik kann die tatsächliche Stromversorgung extrem teuer werden. Im Fall von Perron beschreibt das Management die Verbindung dagegen fast wie ein langes Verlängerungskabel.
Die Drei-Stufen-Strategie: Erst Großprobe, dann Produktion, dann Ausbau
Der spannendste Teil der Perron-Story ist der Entwicklungsplan. Amex setzt nicht auf den klassischen Weg, zunächst eine vollständige Mühle und eine eigene Tailings-Anlage zu bauen, bevor die erste Unze verkauft wird. Stattdessen soll der Weg zur Produktion in drei aufeinander aufbauenden Schritten erfolgen.

Quelle: Unternehmenspräsentation
Stufe 1: Die genehmigte Großprobe
Amex besitzt nach Angaben des Managements die Genehmigung, eine Großprobe von 40.000 Tonnen zu fördern. Für diese Phase rechnet das Unternehmen mit Kosten von etwa 50 bis 60 Mio. CAD. Nach einer Finanzierung über 80 Mio. CAD sei dieser Schritt vollständig gedeckt.
Die Großprobe soll nicht nur Gold liefern. Sie soll auch ein wichtiger Realitätscheck sein: Stimmen Gehalt, Kontinuität, Abbauverhalten und metallurgische Ergebnisse im tatsächlichen Minenbetrieb mit den Modellen überein?
Für die geplanten Abbaukammern kalkuliert Amex mit etwa 24.000 bis 28.000 Unzen Gold aus der Großprobe. Bei höheren Goldpreisen würde sich der Erlös entsprechend erhöhen. Das Management verweist außerdem darauf, dass Großproben bei vergleichbaren hochgradigen Systemen historisch teilweise höhere Ergebnisse als die Modellannahmen geliefert haben können. Das ist jedoch ausdrücklich keine Garantie.
Stufe 2: Hochfahren mit Toll Milling
Der zweite Schritt ist der Übergang zum kommerziellen Betrieb, ohne sofort eine eigene Mühle errichten zu müssen. Das Erz soll gegen Gebühr in einer externen Anlage verarbeitet werden - ein Modell, das im Bergbau als "Toll Milling" bezeichnet wird.
Amex hat nach eigener Aussage bereits eine Absichtserklärung für die Verarbeitung der Großprobe. Diese war auch Voraussetzung dafür, die entsprechende Genehmigung zu erhalten: Die Behörden müssen wissen, wohin das Erz geliefert wird und welche Anlage es annimmt.
Für den späteren Toll-Milling-Betrieb laufen ebenfalls Gespräche. Das Management deutet an, dass ein Großaktionär mit bestehender regionaler Mühleninfrastruktur ein naheliegender Partner sein könnte. Eine endgültige Vereinbarung für den späteren Regelbetrieb wurde jedoch nicht als abgeschlossen dargestellt.
Stufe 3: Vollausbau mit eigener Infrastruktur
Die langfristige Vision ist größer: Mit wachsender Produktion, Cashflow und weiterer Exploration könnte Perron eines Tages eine eigene Mühle und eine eigene Tailings-Management-Anlage erhalten. Dann würde aus der fokussierten Champagne-Startmine ein breiterer, eigenständiger Produktionskomplex.
Und genau hier beginnt die nächste Dimension der Story. Denn die Champagne Zone ist nicht das gesamte Projekt. Sie könnte nur der erste Motor sein.
Kann die Großprobe den anfänglichen Kapitalbedarf weitgehend abdecken?
Die Machbarkeitsstudie weist für die erste Phase einen Kapitalbedarf von rund 194 Mio. CAD aus. Doch Amex betrachtet diese Zahl nicht isoliert. Die Argumentation des Managements lautet: Ein relevanter Teil der Investitionen für Rampe, Portal und Erschließung fällt bereits im Rahmen der Großprobe an und ist damit später nicht noch einmal vollständig zu finanzieren.
Rund 30 bis 35 Mio. CAD der Ausgaben für die Großprobe sollen nach Darstellung von Amex bereits auf den Phase-1-Kapitalbedarf anrechenbar sein. Hinzu kommen die erwarteten Erlöse aus der Großprobe von rund 125 Mio. CAD sowie geschätzte Vorproduktionsumsätze von rund 68 Mio. CAD.
Vorproduktionsumsätze entstehen, weil in der Hochlaufphase bereits Gold verkauft werden kann, auch wenn der Betrieb bilanziell noch nicht als kommerzielle Produktion gilt. Laut Darstellung des Managements wird kommerzielle Produktion erreicht, wenn 60 Prozent der geplanten Kapazität über sechs aufeinanderfolgende Monate erzielt werden.
Die Kernthese lautet daher:
- Ein Teil des Kapitals wird bereits mit der Großprobe verbaut.
- Die Großprobe soll Einnahmen aus Goldverkäufen erzeugen.
- Auch während des Hochlaufs könnten weitere Goldumsätze entstehen.
- Zusammen könnten diese Komponenten den anfänglichen Kapitalbedarf weitgehend oder sogar vollständig abfedern.
Das wäre eine außergewöhnlich attraktive Ausgangslage. Aber es bleibt ein Plan, dessen Erfolg von Umsetzung, Goldpreis, Kostenentwicklung, Abbauleistung, Verarbeitungsgebühren und Genehmigungsfortschritt abhängt.
Genehmigungsrisiko: Warum Phase 1 einfacher sein könnte als ein kompletter Minenbau
Genehmigungen können Goldprojekte jahrelang verzögern. Besonders kritisch sind oft zwei Bausteine: die Aufbereitungsanlage und die Tailings-Management-Anlage, also die Infrastruktur für Rückstände aus der Erzverarbeitung.
Die erste Perron-Phase soll nach dem Konzept von Amex weder eine eigene Mühle noch eine eigene Tailings-Anlage benötigen. Das Erz wird extern verarbeitet. Dadurch entfällt für Phase 1 ein großer Teil jener Infrastruktur, die bei vielen Minenprojekten zu langen Prüfungen, Mehrkosten und Konflikten führt.
Zusätzlich verweist das Management auf Unterstützung aus den umliegenden Gemeinden und auf positive Beziehungen zu den First Nations. Gerade für ein Untertageprojekt sei der anfängliche ökologische Fußabdruck relativ klein.
Amex strebt nach eigener Aussage eine Genehmigung für Phase 1 bis zur Mitte des Jahres 2028 an. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, hängt dennoch von Behörden, Verfahren und der operativen Umsetzung ab. Genehmigungen sind nie garantiert. Doch die Wahl eines kleineren, modularen Einstiegs könnte das Projektrisiko entscheidend reduzieren.
Produktionsprofil und AISC: Der Goldpreis ist wichtig, die Kostenbasis aber genauso
Die Machbarkeitsstudie sieht für die Champagne Zone eine Produktion von etwa 147.000 Unzen Gold pro Jahr über fünf Jahre vor. Die angegebenen All-in Sustaining Costs, kurz AISC, liegen bei rund 910 US-Dollar je Unze.
Ein AISC-Wert unter 1.000 US-Dollar je Unze wäre für einen Goldproduzenten ausgesprochen stark. Aber Vorsicht: Kostenannahmen sind Momentaufnahmen. Löhne, Energie, Transport, Ausrüstung, Verarbeitungsgebühren und allgemeine Inflation können die tatsächlichen Kosten erhöhen.
Auch das Management rechnet mit Kosteninflation und hält einen AISC-Wert von 1.000 US-Dollar je Unze als konservativere Denkgröße für nachvollziehbar. Entscheidend ist jedoch der Abstand zwischen Goldpreis und Gesamtkosten. Je größer diese Marge, desto robuster die wirtschaftliche Logik des Projekts.
Die Machbarkeitsstudie arbeitet mit einem Goldpreis von 3.500 US-Dollar je Unze. Auf dieser Grundlage erwartet Amex in den ersten fünf Jahren einen Vorsteuer-Free-Cashflow von über 500 Mio. CAD jährlich. Das ist eine Unternehmensprognose, keine gesicherte Ertragszusage. Doch sie zeigt, warum die Champagne Zone im Mittelpunkt der Investmentthese steht.
Metallurgie: Freies Gold als möglicher Wirtschaftlichkeitsturbo
Bei Goldprojekten entscheidet nicht nur der Gehalt, sondern auch die Frage: Wie viel Gold lässt sich tatsächlich gewinnen?
Für die Champagne Zone nennt Amex eine angenommene Gesamtgewinnungsrate von 97,12 Prozent. Das ist ein außergewöhnlich hoher Wert. Nach Darstellung des Managements besteht das Gold überwiegend aus frei gewinnbarem Gold, während problematische Sulfide nur in geringen Mengen vorkommen.
Besonders bemerkenswert: Etwa 75 Prozent des Goldes sollen allein über Schwerkraftaufbereitung gewonnen werden können. In vielen Systemen liegen die entsprechenden Gravity-Recovery-Werte eher im Bereich von rund 45 bis 55 Prozent.
Hohe Gewinnungsraten können mehrere positive Effekte haben: mehr verkaufbares Gold aus derselben Tonne Erz, weniger metallurgische Komplexität und potenziell niedrigere Betriebskosten. Zusammen mit dem hohen Goldgehalt und der vorhandenen Infrastruktur ergibt sich daraus die Kostenlogik, auf die sich die AISC-Schätzung stützt.
Die Ressource endet nicht bei Champagne
Die Champagne Zone soll den Start ermöglichen. Aber Amex verfügt darüber hinaus nach eigener Darstellung über rund 1,6 Mio. Unzen Gold mit etwa 3 Gramm pro Tonne. Diese Unzen könnten nach erfolgreicher Produktion und weiterer Ressourcenarbeit die Grundlage für eine längere Minenlaufzeit bilden.
Ein Teil der Ressourcen befindet sich außerdem in der Kategorie "Inferred", also abgeleitet. Diese Unzen müssen durch zusätzliche Bohrungen in höhere Vertrauenskategorien überführt werden, bevor sie in detailliertere Produktionspläne einfließen können.
Amex plant zwar weitere Umwandlungsbohrungen, priorisiert aber zunächst den Übergang in die Produktion. Das ist nachvollziehbar: Jede zusätzliche in eine höhere Kategorie überführte Unze innerhalb der Champagne Zone könnte potenziell in künftige Studien und Minenplanungen aufgenommen werden. Doch die unmittelbare Aufgabe lautet, die erste Produktion zu erreichen.

Quelle: Unternehmenspräsentation
570 Quadratkilometer Land: Die Option auf mehr als eine Mine
Im Abitibi-Greenstone-Belt ist Größe allein keine Garantie. Aber eine große, zusammenhängende Landposition entlang eines bekannten Goldgürtels eröffnet außergewöhnliche Explorationsoptionen.
Amex kontrolliert rund 570 Quadratkilometer und mehr als 70 Kilometer Streichlänge. Cantore verweist darauf, dass vergleichbare Deformationszonen in der Region häufig mehrere Minen beherbergen. Seine Schlussfolgerung: Es wäre überraschend, wenn auf einem so großen Gebiet nur ein einziges wirtschaftliches Goldvorkommen existierte.
Das ist geologische Spekulation - und genau so sollte es auch betrachtet werden. Weitere Vorkommen können niedriggradiger sein, anders strukturiert oder wirtschaftlich uninteressant. Doch die Chance auf zusätzliche Goldzonen ist ein wichtiger Teil der langfristigen Optionalität.
Der Traum des Managements ist klar: weitere Champagne-ähnliche Hochgradzonen. Aber selbst Funde mit niedrigeren Gehalten könnten in einem späteren Szenario wertvoll werden, insbesondere wenn Perron über eigene Verarbeitungskapazitäten und eine bestehende Betriebsinfrastruktur verfügt.
Eldorado Gold als Großaktionär: Strategischer Rückenwind oder Übernahmerisiko?
Eldorado Gold hält laut Amex weiterhin etwa 27 Prozent des Unternehmens und beteiligte sich pro rata an der jüngsten Finanzierung, um diese Beteiligung zu halten. Seit dem Einstieg im Februar 2024 soll Eldorado bis zu diesem Anteil insgesamt nahezu 100 Mio. CAD oder etwas mehr investiert haben.
Warum das Interesse? Das Management nennt zwei Hauptgründe: die hochgradige Champagne Zone und die große Landposition im Abitibi-Greenstone-Belt. Eldorado betreibt mit der Lamaque-Mine selbst ein hochgradiges Projekt in derselben Region und erkennt nach Darstellung von Amex strukturelle Ähnlichkeiten.
Ein strategischer Großaktionär kann wertvoll sein. Er bringt Kapital, Branchenverständnis, technisches Know-how und potenziell regionale Synergien. Gerade beim Toll Milling könnte eine nahe gelegene bestehende Anlage wirtschaftlich attraktiv sein.
Doch die andere Seite ist klar: Wenn ein Produzent mehr als 20 Prozent eines Juniors hält, beginnt der Markt oft über eine Übernahme zu spekulieren. Cantore selbst beschreibt die Statistik so, dass nach einem solchen Einstieg häufig ein Zeitfenster von 12 bis 18 Monaten bis zu einer möglichen Transaktion entsteht.
Das Management bevorzugt jedoch eindeutig den Aufbau eines eigenen Produzenten. Die Vision lautet nicht, das Projekt frühzeitig zu verkaufen, sondern Perron selbst in Produktion zu bringen, Cashflow zu generieren und später womöglich weitere Projekte oder regionale Chancen zu konsolidieren.
Die wichtigsten Risiken: Hier entscheidet sich, ob aus der Vision Realität wird
Die Perron-Story hat starke Elemente. Doch auch ein scheinbar außergewöhnliches Goldprojekt bleibt ein Rohstoffprojekt. Und Rohstoffprojekte tragen immer erhebliche Risiken.
- Goldpreisrisiko: Die erwarteten Cashflows hängen stark von Goldpreisannahmen ab.
- Genehmigungsrisiko: Trotz des modularen Ansatzes können Verfahren länger dauern oder zusätzliche Anforderungen mit sich bringen.
- Ausführungsrisiko: Rampe, Untertageerschließung, Abbau und Hochlauf müssen technisch sowie zeitlich funktionieren.
- Kostenrisiko: Inflation, Löhne, Energie, Transport und Toll-Milling-Gebühren können die AISC erhöhen.
- Finanzierungsrisiko: Falls die Einnahmen hinter den Erwartungen bleiben, könnte weiteres Kapital notwendig werden.
- Ressourcenrisiko: Abgeleitete Ressourcen sind weniger belastbar als gemessene oder angezeigte Ressourcen.
- Übernahmerisiko: Eine frühe Offerte könnte langfristiges Potenzial begrenzen, auch wenn sie kurzfristig einen Aufschlag bringt.
Gerade bei einem fortgeschrittenen Junior-Goldentwickler gilt: Die möglichen Chancen können erheblich sein. Aber die Risiken ebenfalls. Diese Art von Aktie ist keine sichere Anlage und keine Alternative zu einem breit diversifizierten Kernportfolio.
Perron könnte ein seltenes Beispiel für einen modularen Hochgrad-Start sein
Amex Gold Mining (ISIN CA03114B1XXX WKN A2DJY1) versucht etwas, das nicht jedes Goldunternehmen kopieren kann. Die Strategie funktioniert nur dann, wenn viele Puzzleteile gleichzeitig passen: ein sehr hoher Goldgehalt, ein vertikaler Erzkörper, kurze Wege zum Stromnetz, lokale Arbeitskräfte, kommunale Unterstützung, gute Metallurgie und erreichbare externe Verarbeitungskapazitäten.
Bei Perron scheinen diese Faktoren zumindest in ungewöhnlicher Dichte vorhanden zu sein.
Die Champagne Zone könnte mit 16 Gramm Gold pro Tonne, einer hohen erwarteten Gewinnungsrate und einem geplanten Produktionsprofil von 147.000 Unzen jährlich der Startpunkt für eine neue kanadische Goldmine sein. Die Großprobe soll dabei weit mehr sein als ein technischer Zwischenschritt: Sie könnte zum finanziellen und geologischen Beweis werden, auf dem die gesamte nächste Entwicklungsphase aufbaut.
Die Frage ist jetzt nicht mehr, ob Amex Gold Mining (ISIN CA03114B1XXX WKN A2DJY1) eine interessante geologische Entdeckung gemacht hat. Die entscheidende Frage lautet: Kann das Unternehmen aus dieser Entdeckung planmäßig einen produzierenden, cashflowstarken Goldbetrieb formen?
Gelingt das, wäre Perron nicht einfach ein weiteres Goldprojekt im Abitibi-Gürtel. Es könnte ein Beispiel dafür werden, wie ein hochgradiges Projekt mit kluger Reihenfolge, vorhandener Infrastruktur und einem kapitaldisziplinierten Ansatz schneller in die Produktion gebracht wird als viele klassische Minenentwicklungen.
Fazit: Hohes Potenzial trifft auf durchdachten Kapitalansatz
Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Herausragende Geologie und Rentabilität: Das Herzstück des Projekts, die Champagne Zone, besticht durch einen extrem hohen durchschnittlichen Goldgehalt von rund 16 Gramm pro Tonne und eine vorteilhafte vertikale Ausrichtung für den Untertagebau
. Zudem wird eine sehr hohe Gesamtgewinnungsrate von 97,12 Prozent erwartet, wobei allein 75 Prozent über einfache Schwerkraftaufbereitung gewonnen werden könnten . - Kapitalschonende Drei-Stufen-Strategie: Anstatt sofort hohe Investitionen für eine eigene Mühle zu tätigen, verfolgt Amex einen smarten Stufenplan
. Zunächst soll eine 40.000 Tonnen umfassende Großprobe gefördert werden, deren Erlöse den anfänglichen Kapitalbedarf maßgeblich abfedern sollen . In der zweiten Phase ist eine externe Erzverarbeitung (Toll Milling) vorgesehen, bevor in Stufe drei ein möglicher Vollausbau folgt . - Infrastruktur als entscheidender Hebel: Das Projekt profitiert massiv von der Nähe zu bestehenden Gemeinden wie Normétal, lokalen Arbeitskräften und einem nur 6,5 Kilometer entfernten Stromnetz
. Dies reduziert den anfänglichen ökologischen Fußabdruck, senkt Kosten und vereinfacht den Genehmigungsprozess . - Starke Rückendeckung und Zukunftspotenzial: Mit dem Produzenten Eldorado Gold als Großaktionär (ca. 27% Anteil) verfügt Amex über finanzielle und strategische Unterstützung, auch wenn dies ein potenzielles Übernahmerisiko birgt
. Das 570 Quadratkilometer große Landpaket bietet zudem enormes Potenzial für künftige Entdeckungen . - Bestehende Risiken: Trotz der exzellenten Ausgangslage bleibt Perron ein Rohstoffprojekt mit typischen Risiken
. Dazu zählen die Abhängigkeit vom Goldpreis, mögliche Verzögerungen bei den Genehmigungen (Phase 1 wird bis Mitte 2028 angestrebt), Kosteninflation und allgemeine Ausführungsrisiken .
Amex Gold Mining (ISIN CA03114B1XXX WKN A2DJY1 bietet einen seltenen, kapitaleffizienten Ansatz, um ein hochgradiges Goldprojekt beschleunigt und aus eigenem Cashflow heraus in die Produktion zu überführen
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Investments - und verbleiben mit besten, aber wie immer spekulativen Grüßen, Ihre Redaktion von Mining Investor.
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