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MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Inditex-Zahlen kommen nicht gut an

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Inditex-Zahlen kommen nicht gut an

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind mit Verlusten zur Wochenmitte in den Handel gestartet. An der übergeordneten Gemengelage hat sich nichts geändert. Die USA und der Iran setzen ihre gegenseitigen Militärschläge fort. Die USA sollen fünf iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben, der Iran will darauf mit Gegenschlägen reagiert haben. Ein Ende der Eskalationsspirale zeichnet sich derzeit weiter nicht ab. Entsprechend setzt sich der Ölpreis-Anstieg fort. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 2 Prozent auf 99,90 Dollar, hatte zwischenzeitlich aber auch schon die Marke von 100 Dollar übersprungen.

Der DAX gibt um 0,5 Prozent auf 29.875 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50 verliert 0,8 Prozent auf 6.360 Punkte. Die Renditen an den Anleihemärkten stehen weiterhin grundsätzlich unter Aufwärtsdruck, vor allem in Europa. Davon profitiert der Euro, die Gemeinschaftswährung wertet leicht auf 1,1639 Dollar auf.

"An der Börse hoffen zwar weiterhin alle auf ein schnelles Ende dieser erneuten Eskalation. Dennoch nimmt die Nervosität zu. Die Kaufbereitschaft für Risikoassets wie Aktien hat zuletzt deutlich nachgelassen. Die Stabilität der Aktienmärkte ist aktuell mehr auf geringe Gewinnmitnahmen zurückzuführen und weniger auf große Käufe", so Stratege Thomas Altmann von QC-Partners.

Derweil richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt weithin als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Am Mittwochabend halten EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel Reden.

Wichtiger für die Finanzmärkte dürfte aber die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche werden, da sie von sehr viel größerer Unsicherheit geprägt ist. Wichtig werden die im Vorfeld anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag.

Inditex hat Zahlen für das zweite Quartal beziehungsweise für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum lag laut Bernstein über den Erwartungen, während die Margen etwas schwächer ausfielen. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum im zweiten Quartal habe sich auf 9,6 Prozent - rund 70 Basispunkte besser als die Konsenserwartung - belaufen. Die EBIT-Marge habe jedoch die Prognosen um 80 Basispunkte aufgrund gestiegener Betriebskosten verfehlt. Inditex geben deutlich um 3,0 Prozent nach, für H&M geht es um 0,8 Prozent nach unten.

Deutsche Börse verzeichnen einen Abschlag von 1,6 Prozent. Das dürfte mit der Ankündigung von 600 Millionen Euro schweren Wandelschuldverschreibungen zusammen hängen. Diese sollen mit Fälligkeit 16. September 2031 in neue und/oder bestehende Aktien der Deutschen Börse gewandelt oder in bar zurückgezahlt werden. Institutionelle Anleger, die die Wandelanleihe zeichnen, verkaufen typischerweise die zugrundeliegende Aktie.

Nach der überraschenden Ankündigung des Rücktritts von Finanzvorstand Christian Wallentin gibt die Aktie von Auto1 um 3,1 Prozent nach. Ursächlich sollen familiäre Gründe sein. CEO Christian Bertermann wird das Finanzressort zusätzlich übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Ankündigung sorgt an der Börse für leichte Verunsicherung, Analysten erwarten allerdings keine signifikanten Auswirkungen auf das operative Geschäft.

Nach einer Verkaufsempfehlung durch die Deutsche Bank verlieren Beiersdorf 1,5 Prozent. Nach den Aufschlägen vom Vortag geben Rheinmetall um 3 Prozent nach. Dagegen sind die zuletzt ebenfalls sehr volatile SAP im frühen Geschäft gefragt und steigen um 2,3 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.360,46  -0,8   -52,71    6.413,17      9,8 
Stoxx-50        5.382,15  -0,7   -37,04    5.419,19      9,4 
DAX          25.875,03  -0,5  -132,60    26.007,63      5,7 
MDAX          32.420,82  -0,4  -123,48    27.039,42      5,9 
TecDAX         4.046,76  +0,3   10,38    3.091,28      11,7 
SDAX          18.753,46  -0,2   -37,69    13.062,07      9,2 
FTSE          10.793,05  -0,2   -18,61    10.811,66      8,7 
CAC           8.251,78  -0,8   -66,20    8.317,98      1,3 
SMI          13.960,28  -0,7   -97,33    14.057,61      5,2 
ATX           6.864,27  -0,6   -41,31    6.905,58      28,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:45 Uhr 
EUR/USD          1,1639  +0,1   0,0016     1,1623     1,1627 
EUR/JPY          178,33  -0,4  -0,6500     178,98    179,2900 
EUR/CHF          0,9407  +0,0   0,0001     0,9406     0,9406 
EUR/GBP          0,8587  +0,1   0,0005     0,8582     0,8586 
USD/JPY          153,21  -0,5  -0,7500     153,96    154,1900 
GBP/USD          1,3553  +0,1   0,0016     1,3537     1,3540 
USD/CNY          6,707  -0,1  -0,0035     6,7105     6,7105 
USD/CNH          6,7043  -0,0  -0,0016     6,7059     6,7068 
AUS/USD          0,7228  +0,2   0,0015     0,7213     0,7219 
Bitcoin/USD      79.404,62  +1,2   915,74    78.488,88   78.717,19 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         94,53  +1,6    1,50      93,03 
Brent/ICE          99,9  +2,0    1,98      97,92 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.408,01  +1,2   53,82    4.354,19 
Silber           66,79  +1,6    1,03      65,75 
Platin         1.858,90  +2,5   45,34    1.813,57 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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September 09, 2026 04:13 ET (08:13 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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