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Nach einem schwachen Mittwoch kam der DAX nur kurzzeitig auf die "Beine" und zeigte bereits in Richtung der EZB-Sitzung heute neue Schwächeanzeichen. Die Marke von 25.500 stand im Blickfeld und wurde kurz nach der Zinsanhebung dann unterschritten. Dabei erfüllte EZB-Präsidentin Christine Lagarde genau die Erwartungen. Mit der zweiten Zinserhöhung seit Juni in diesem Jahr reagierte sie auf den Ölpreisschock infolge des Irankriegs und nannte diesen Krieg auch als Grund für weiterhin Inflation. Die Notenbank hebt den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins von 2,25 auf 2,5 Prozent an. Eine Reihe von EZB-Vertretern hatte sich bereits weit im Vorfeld der Sitzung für Leitzinserhöhungen ausgesprochen, auch unsere deutsche Direktorin Isabel Schnabel. Beim aktuellen Leitzins sei es unwahrscheinlich, dass die Inflation mittelfristig auf das anvisierte Ziel zurückkehrt, wurde parallel geäußert. Die EZB erwartet in ihrem Basisszenario für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent und für 2027 prognostiziert sie 1,4 Prozent, gefolgt von einer weiteren Erholung in 2028 mit 1,5 Prozent.
Das genügte dem Markt nicht und er fiel weiter, sodass wir im Webinar nach einer potenziellen Gegenbewegung schauten. Sie könnte sich erst mit einer Bodenbildung und einem Bruch des Abwärtstrends herausbilden, war die Annahme. Und sie wurde später auch erfüllt, mit einem ersten Stopp und somit einem Fehlausbruch, lief der zweite Versuch in Richtung US-Opening deutlich besser. und verdiente quasi das Risiko wieder.
Apropos USA - auch hier gab es wichtige Daten zu vermerken. Die US-Erzeugerpreise als einer der letzten Indikatoren vor der Fed-Zinssitzung in der Folgewoche wurden veröffentlicht. Sie stammen aus dem August und gelten als Vorbote für Inflation bei den Verbrauchern. Mit einem Anstieg von 0,4 Prozent zum Vormonat fielen sie wie erwartet aus, aber zum Vorjahresmonat sind die Erzeugerpreise mit +5,4 Prozent etwas stärker gestiegen als erwartet (Prognose war +5,3 Prozent, Vormonat war +4,7 Prozent Anstieg). Darauf reagierte vor allem der Nasdaq mit weiterem Druck und einem Tief in der Vorbörse, welches der 29.000er-Marke recht nahe kam.
Auch in diesem Markt skizzierten wir eine potenzielle Erholung, denn Anfang September drehte der Markt nicht etwa bei genau 29.000 Punkten, sondern schon 30 bis 50 Punkte zuvor. Genau dort waren die vorbörslichen Abverkäufe zum Stoppen gekommen. Auch wenn das Webinar vor dem US-Start beendet war, kann nachgereicht werden, dass wir bis 15.45 Uhr die anvisierte Erholung bis 29.180 Punkte zurück gesehen hatten und damit fast wieder das 14.30 Uhr Niveau, als die Daten veröffentlicht wurden, im Fokus stand.
Morgen blicken wir daher direkt auf die Verbraucherpreise zur Veröffentlichung 14.30 Uhr und starten unsere Live-Session bereits 14.15 Uhr. Melde Dich gern hierzu an:
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