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Dr. Eckhard Schulte (MainSky): Frankreich am "Whatever it takes"-Moment - Nur heute gibt es keinen Mario Draghi

07.10.2026 -

Die fiskalische Lage Frankreichs hat einen kritischen Punkt erreicht. Beim derzeitigen Mix aus Nominalwachstum und Zinskosten wächst der französische Schuldenberg um rund acht Prozent pro Jahr. Setzt sich diese Entwicklung fort, dürfte die Schuldenquote bis Ende 2027 die Marke von 130 Prozent des BIP erreichen. Andersherum gerechnet wird die Dimension des Problems noch deutlicher: Um den Schuldenstand unter den aktuellen Rahmenbedingungen zu stabilisieren, wäre eine Konsolidierung des Primärhaushalts um rund acht Prozentpunkte notwendig. Politisch ist das vollkommen illusorisch - unabhängig davon, wer die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnt.

Fiskalisches Déjà-vu Besonders brisant ist der Blick zurück. Die makroökonomischen Kennzahlen Frankreichs gleichen heute in wesentlichen Punkten denen Italiens im Jahr 2012. Auch Italien hatte damals eine Schuldenquote von rund 120 Prozent des BIP, während der Schuldenstand mit etwa acht Prozent pro Jahr zunahm. Es war genau jene Phase der europäischen Schuldenkrise, in der Mario Draghi mit seinem historischen "Whatever it takes" die Märkte beruhigen musste.

Nur heute fehlt Draghi Der entscheidende Unterschied zu damals: Heute gibt es keinen Mario Draghi. Aufgrund der Systemrelevanz Frankreichs für die Eurozone dürfte die EZB früher oder später gezwungen sein, ihr Antifragmentierungsinstrument TPI zu aktivieren. Der Weg dorthin könnte allerdings lang und für die Märkte schmerzhaft werden. Denn bevor die EZB Frankreich faktisch unter ihren Schutzschirm nimmt, muss dafür zunächst ein politischer Konsens in den Gremien entstehen.

Französische Staatsanleihen meiden Für die Kapitalmärkte ergeben sich daraus aus unserer Sicht klare Konsequenzen. Französische Staatsanleihen, OATs, würden wir im Portfolio weiterhin konsequent meiden. Temporäre Spread-Einengungen sind für uns keine Entwarnung, sondern Verkaufsgelegenheiten.

Aktien bleiben Underperformer Auch bei französischen Aktien erwarten wir eine anhaltende Underperformance. Der CAC 40 hinkt den übrigen großen europäischen Aktienindizes als einziger Index im laufenden Jahr mit einem Minus deutlich hinterher. Die Schwäche reflektiert auch die wachsenden Zweifel an der fiskalischen und politischen Handlungsfähigkeit des Landes.

Leidtragender ist der Euro Der eigentliche Leidtragende dürfte am Ende jedoch der Euro sein. Denn mit Frankreich steht die zweitgrößte Volkswirtschaft unter Druck, während gleichzeitig Deutschland als größte Wirtschaft der Eurozone in ihrer Dysfunktionalität Frankreich lediglich um einige Jahre nachläuft. Wenn die beiden Kernländer des Währungsraums gleichzeitig an wirtschaftlicher Dynamik und fiskalischem beziehungsweise politischem Handlungsspielraum verlieren, kann das an der gemeinsamen Währung nicht spurlos vorbeigehen. Unsere Konsequenz ist deshalb klar: Wir erwarten für 2027 erneut die Parität im EUR/USD.

MainSky Asset Management AG

Grüneburgweg 58-62 60322 Frankfurt am Main

Tel.: 069 / 150 49 680-0

www.mainsky.de

Pressekontakt:

Kranch Media Thomas Kranch

Mozartstraße 30 64584 Biebesheim am Rhein

Tel.: 0151 / 1200 25 35

E-Mail: tk@kranch-media.de

Über die MainSky Asset Management AG

Seit 2001 steht die MainSky Asset Management AG für bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf Familienvermögen, Family Offices und institutionelle Investoren. MainSky ist spezialisiert auf das Management von liquiden Assets. Mehrwert wird generiert, indem das Performancepotenzial für einzelne Märkte bzw. Marktsegmente aus makroökonomischen Fundamentalanalysen abgeleitet und die Portfoliostruktur aktiv auf die erwarteten Marktbedingungen ausgerichtet wird. Analyse und Meinungsbildung werden durch eigens entwickelte quantitative Modelle unterstützt. Dennoch gibt es keine Modellgläubigkeit und es erfolgt immer eine ökonomische Interpretation aller Informationen hin zu einem ökonomisch plausiblen Marktbild. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft mit einem Team von acht Mitarbeitern rund 680 Millionen Euro in mehreren Spezialfonds, Managed Accounts und dem vermögensverwaltenden MainSky Macro Allocation Fund.

Über den MainSky Macro Allocation Fund

Der MainSky Macro Allocation Fund bietet Investoren Zugang zu den globalen Aktien- und Rentenmärkten und orientiert sich an der gleichnamigen und seit 2007 mit einem Track Record und einem herausragendem Rendite-Risiko-Verhältnis ausgestatteten Anlagestrategie. Der Investmentansatz konnte in der Vergangenheit durch konstant gute Ergebnisse überzeugen. Gerade in schwierigen Marktphasen wie der Finanzmarkt- und der Corona-Krise 2008 zeigte sich die Überlegenheit der Strategie durch erfolgreichen Kapitalerhalt. Grundlage des Ansatzes ist eine Makro- bzw. Top-Down-Analyse, aus der heraus das Management die jeweiligen Asset-Klassen und Marktsegmente allokiert. Die Finanzmärkte sind weitgehend mikro-effizient, aber makro-ineffizient. Das Fondsmanagement nutzt diese makroökonomischen Ineffizienzen durch eine flexible Assetklassen-, Sektor-, Faktor- & Länderallokation aus. Die Umsetzung der Aktienquote über ETFs ermöglicht zudem eine Partizipation an verschiedenen Faktorprämien (z.B. Low Volatility, Growth). Mit einer Aktienquote zwischen 25 und 75 Prozent strebt der Fonds eine mittelfristige absolute Wertentwicklung von 5-6 Prozent über der Geldmarktrendite sowie eine jährliche Ausschüttung von drei Prozent an. Der MainSky Macro Allocation Fund ist ein Artikel 8-Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung.

Disclaimer Dieses Informationsmaterial enthält kein Angebot zum Erwerb oder zur Zeichnung von Wertpapieren. Alleinige Grundlage für den Erwerb von MainSky Investmentfonds sind die jeweiligen Verkaufsprospekte. Die Informationen in diesem Dokument sind ausschließlich zur Veranschaulichung und zur Diskussion bestimmt und stellen keine Beratung dar. Die enthaltenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren lediglich die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle. Angaben über Anlageergebnisse und Anlageziele sind keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

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