Unternehmen überdenken, wie Software entwickelt, gewartet und abgesichert wird, da KI zunehmend in den gesamten Anwendungslebenszyklus integriert wird, so der ISG Provider Lens-Bericht
Neben der KI-gestützten Programmierung kommt generative KI in europäischen Unternehmen zunehmend im gesamten Softwareentwicklungsprozess zum Einsatz, um die Modernisierung von Anwendungen zu beschleunigen. Dies geht aus einem neuen Forschungsbericht hervor, den die Information Services Group (ISG) (Nasdaq: III), ein weltweit tätiges Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Fokus auf KI-Technologien, heute veröffentlicht hat.
Der Bericht "ISG Provider Lens AI-driven ADM Services 2026" für Europa zeigt, dass die Modernisierung von Anwendungen für Unternehmen trotz des verhaltenen Wirtschaftswachstums, hoher Energiekosten und geopolitischer Unsicherheit weiterhin Priorität hat. Dabei erwarten sie von ihren Investitionen zunehmend messbare Geschäftsergebnisse wie höhere Produktivität, weniger betriebliche Komplexität und eine größere Resilienz.
"Europäische Unternehmen gehen inzwischen pragmatischer mit älteren Anwendungen um", so Matthias Paletta, Director bei ISG. "Statt sie vollständig zu ersetzen, erhalten sie wichtiges Geschäftswissen und modernisieren zugleich die zugrunde liegende Technologie."
Europäische Unternehmen setzen zunehmend auf eine kontinuierliche Anwendungsmodernisierung. Mithilfe KI-gestützter Dokumentation, der Extraktion von Geschäftsregeln, der Code-Transformation und automatisierter Tests bringen sie ältere Systeme auf den neuesten Stand. Zudem übernehmen Entwicklungsteams mehr Verantwortung für den Betrieb, während Quality Engineering bereits in früheren Phasen der Softwareentwicklung zum Einsatz kommt. Da die Grenzen zwischen diesen Bereichen immer mehr verschwimmen, wachsen Anwendungsentwicklung, Managed Services und Qualitätssicherung zu einem durchgängigen Engineering-Lebenszyklus zusammen.
Laut ISG gewinnen Engineering-Plattformen an Bedeutung, da Unternehmen die Verwaltung von Anwendungen von der Anforderungsdefinition über die Bereitstellung bis zum Betrieb durchgängig gestalten möchten. Außerdem wollen europäische Kunden vermeiden, von einem einzigen Foundation Model, Hyperscaler oder einer einzelnen KI-Plattform abhängig zu sein. Sie erwarten Umgebungen, in denen sie verschiedene Sprachmodelle nutzen und eigene KI-Agenten integrieren können. Anbieter setzen daher weniger auf eigene Modelle und stärker auf ein flexibles Zusammenspiel verschiedener KI-Lösungen, das Kunden bei technologischen Veränderungen die nötige Flexibilität bietet.
Da immer mehr Software mit KI-Unterstützung erstellt wird, gewinnt die Qualitätssicherung laut dem Bericht weiter an Bedeutung. Europäische Unternehmen erwarten heute, dass Tests den gesamten Entwicklungsprozess begleiten und nicht erst nach Fertigstellung der Anwendungen erfolgen. Qualitätsteams richten ihren Blick dabei über herkömmliche Software hinaus auch auf KI-generierten Code, autonome Agenten und Modelle. Darauf reagieren die Anbieter mit einer kontinuierlichen Validierung über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg. So helfen sie Unternehmen, trotz zunehmender Automatisierung eine hohe Zuverlässigkeit zu gewährleisten und Qualität fest in der KI-basierten Entwicklung zu verankern.
"Bei der Softwareentwicklung geht es immer weniger um die Bereitstellung von Entwicklungskapazitäten und immer stärker darum, spezialisiertes Wissen gezielt dort einzusetzen, wo es gebraucht wird", so Oliver Nickels, Hauptautor des Berichts. "Unternehmen brauchen Anbieter, die technische Expertise mit der Kenntnis lokaler Gegebenheiten und einer konsequenten Kontrolle verbinden können, da KI bei der Arbeit an Anwendungen eine zunehmende Rolle spielt."
Darüber hinaus beleuchtet der Bericht weitere Trends bei Unternehmensanwendungen, die für europäische Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Dazu zählen neue Anforderungen an die Belegschaft durch die zunehmende Automatisierung sowie der wachsende Bedarf an regionaler Expertise in regulierten Branchen.
Weitere Informationen zu den Herausforderungen, die KI-gestützte ADM-Services für europäische Unternehmen mit sich bringen, sowie Empfehlungen von ISG für den Umgang damit finden Sie hier im ISG Provider Lens Focal Points Briefing.
Der Bericht bewertet die Kompetenzen von 35 Anbietern in drei Quadranten: Application Development Outsourcing, Application Managed Services und Application Quality Assurance.
Accenture, Capgemini, Cognizant, DXC Technology, HCLTech, Infosys und Wipro werden in allen drei Quadranten als Leader eingestuft. Atos, Deloitte, NTT DATA und T-Systems erreichen diese Einstufung in jeweils zwei Quadranten, IBM, Stefanini und TCS in jeweils einem.
LTM wird in zwei Quadranten als Rising Star eingestuft nach der Definition von ISG ein Unternehmen mit einem "vielversprechenden Portfolio" und "hohem Zukunftspotenzial". Hitachi Digital Services, Inetum, Stefanini und T-Systems erhalten diese Einstufung jeweils in einem Quadranten.
Im Bereich Customer Experience wurde Altimetrik unter den Anbietern KI-gestützter ADM-Services zum globalen ISG CX Star Performer 2026 ernannt. Altimetrik erzielte in der ISG-Umfrage Voice of the Customer im Rahmen des ISG Star of Excellence-Programms die höchsten Werte bei der Kundenzufriedenheit. Das Programm gilt als wichtigste Qualitätsauszeichnung der Technologie- und Unternehmensdienstleistungsbranche.
Angepasste Versionen des Berichts sind bei Capgemini und T-Systems erhältlich.
Der Bericht "ISG Provider Lens AI-driven ADM Services 2026" für Europa steht Abonnenten zur Verfügung und kann auf dieser Website auch einzeln erworben werden.
Über die Information Services Group (ISG)
ISG (Nasdaq: III) ist ein weltweit tätiges Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Fokus auf KI-Technologien. Als zuverlässiger Partner von mehr als 900 Kunden, darunter 75 der 100 weltweit führenden Unternehmen, nimmt ISG seit Langem eine führende Rolle bei Technologie- und Unternehmensdienstleistungen ein. Heute gehört das Unternehmen zu den Vorreitern beim Einsatz von KI, um Unternehmen zu operativer Exzellenz und schnellerem Wachstum zu verhelfen. Das 2006 gegründete Unternehmen ist für seine proprietären Marktdaten und Analysen, seine fundierte Kenntnis und Steuerung von Anbieterökosystemen sowie die Expertise seiner weltweit 1.500 Fachkräfte bekannt, die gemeinsam daran arbeiten, den Nutzen der Technologieinvestitionen ihrer Kunden zu maximieren.
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