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WKN: A41960 | ISIN: AU0000395626 | Ticker-Symbol: E3C
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JANUS ELECTRIC HOLDINGS LIMITED Chart 1 Jahr
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JANUS ELECTRIC HOLDINGS LIMITED 5-Tage-Chart
Small- & Micro Cap Investment
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750.000 Kilometer, 4.000 Batteriewechsel: Kann die Umrüstung bestehender Diesel-Lkw Amerikas CO2-Problem verkleinern?

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Amerikas schwere Lkw sind zu einem der größten Emissionsblöcke des Verkehrssektors geworden. Mittel- und schwere Nutzfahrzeuge verursachten 2022 nach Daten der US-Umweltbehörde EPA rund 413,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente - etwa 23 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des amerikanischen Verkehrs.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie schnell neue Elektro-Lkw auf die Straße kommen. Ebenso wichtig ist, was mit der bestehenden Diesel-Flotte geschieht.

Genau an diesem Punkt wird ein anderer Ansatz interessant: vorhandene Fahrzeuge weiterzuverwenden, aber ihren Antrieb zu elektrifizieren. Janus Electric Holdings Limited (ISIN: AU0000395626) versucht daraus ein skalierbares Geschäftsmodell zu entwickeln. Neue Unternehmenszahlen zeigen, dass die Technologie inzwischen deutlich mehr reale Betriebserfahrung gesammelt hat - der entscheidende kommerzielle Test steht allerdings erst bevor.

28 Lkw liefern inzwischen reale Betriebsdaten

Janus bezeichnet das Geschäftsjahr 2026 selbst als Jahr des "Reset". Aussagekräftiger für Anleger sind jedoch die Betriebsdaten.

Zum 30. Juni waren laut der jüngsten Unternehmenspräsentation 28 umgerüstete Lkw im Kundeneinsatz. Die Flotte hatte mehr als 750.000 elektrifizierte Kilometer zurückgelegt und über 4.000 Batteriewechsel absolviert. Gleichzeitig umfasste das Charge-&-Change-Netz elf Standorte.

Das ist noch keine industrielle Größenordnung. Die Zahlen sind aber relevant, weil Janus damit nicht mehr ausschließlich über Prototypen oder theoretische Einsatzmöglichkeiten spricht.

Am Standort Moorebank in Australien betreibt das Unternehmen beispielsweise eine kommerzielle Batteriewechselstation. Nach Unternehmensangaben dauert ein Batterietausch rund vier Minuten. Leere Batterien können anschließend außerhalb der Einsatzzeiten des jeweiligen Lkw geladen werden.

Damit verschwindet der Strombedarf nicht. Der Ansatz könnte aber den Zeitpunkt des Ladens vom Einsatz des Fahrzeugs entkoppeln - ein potenziell wichtiger Unterschied bei hoch ausgelasteten Flotten.

400 Kilogramm leichter - und erstmals auch normales Laden

Auch technisch wurde das System weiterentwickelt. Der neue JCM 2.0 Light-Antriebsstrang ist nach Unternehmensangaben rund 400 Kilogramm leichter. Zusammen mit dem JBS650-Batteriepack sollen dadurch bis zu etwa 900 Kilogramm zusätzliche Frachtkapazität sowie rund zwölf Prozent mehr Reichweite möglich werden.

Interessant ist außerdem eine strategische Änderung: Die umgerüsteten Lkw können inzwischen auch direkt geladen werden.

Damit benötigt ein Kunde nicht zwingend vom ersten Fahrzeug an eine eigene Charge-&-Change-Station. Flotten können zunächst konventionell laden und später Batteriewechsel-Infrastruktur ergänzen. Für Janus könnte das eine bisherige Einstiegshürde reduzieren.

Das Unternehmen gibt zudem an, einen standardisierten Kabelbaum für Volvo-, Mack- und Kenworth-Plattformen entwickelt zu haben. Dadurch soll die Umrüstzeit gegenüber früheren Versionen deutlich sinken.

Aus 112 werden 118 geplante Umrüstungen

Noch wichtiger ist die Entwicklung des Auftragsbestands.

Die August-Präsentation weist für Nordamerika 112 vertraglich vereinbarte Umrüstungen plus weitere sechs Fahrzeuge aus. Hintergrund ist eine zusätzliche Erweiterung bei Tradelink Transport von 21 auf 27 Fahrzeuge. Der indikative Bruttovertragswert für Nordamerika steigt damit nach Unternehmensangaben auf rund 61,5 Mio. AUD.

Damit sind unsere bisherigen Zahlen von 112 Fahrzeugen und rund 58 Mio. AUD inzwischen überholt.

Kalifornien bleibt der wichtigste US-Markt. Dort erhöhte sich der Auftragsbestand laut Janus von ursprünglich vier auf 93 Umrüstungen bei fünf Flottenbetreibern. Die US-Aufträge bleiben allerdings von Fördergenehmigungen und teilweise weiteren Bedingungen abhängig. Erste nordamerikanische Auslieferungen werden ab dem vierten Quartal 2026 erwartet.

Für qualifizierte Betreiber können HVIP und die zusätzliche Förderung des Port of Los Angeles zusammen rund 166.500 US-Dollar pro Fahrzeug erreichen. Janus rechnet in einem Best-Case-Szenario dadurch mit Nettokosten von nur etwa 8.500 US-Dollar für eine kalifornische Umrüstung. Das ist eine Unternehmensrechnung und hängt ausdrücklich von der Förderfähigkeit ab.

Jetzt wird aus Technologie ein Produktionsproblem

Genau hier verändert sich die Investmentstory.

FY2026 erzielte Janus einen Umsatz von 2,2 Mio. AUD, 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig lag der EBITDA-Verlust bei 6,8 Mio. AUD und der operative Mittelabfluss bei 7,0 Mio. AUD. Nach Unternehmensberechnung betrug der um nicht wiederkehrende Effekte bereinigte operative Mittelabfluss rund 3,9 Mio. AUD.

Nach dem Bilanzstichtag nahm Janus weitere 7,68 Mio. AUD Eigenkapital auf. Das Unternehmen sagt jedoch selbst ausdrücklich, dass zusätzliche Finanzierung erforderlich sein wird, um den Auftragsbestand zügig abzuarbeiten.

Das macht FY2027 zum entscheidenden Jahr: Janus will bis Ende 2026 zwischen 50 und 75 Lkw auf der Straße haben und Produktionskapazität für 50 Umrüstkits pro Monat schaffen. Diese Zahlen sind strategische Ziele und keine Prognose.

Fazit

Die 413 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente aus Amerikas mittel- und schweren Lkw zeigen, warum die Elektrifizierung dieses Sektors zunehmend relevant wird. Neue Elektro-Lkw werden einen Teil der Transformation übernehmen. Doch gleichzeitig bleibt eine große bestehende Diesel-Flotte, deren Austausch Kapital und Zeit benötigt.

Janus Electric versucht genau diese Lücke mit Umrüstung und Batteriewechsel zu adressieren. Mehr als 750.000 Kilometer und 4.000 Batteriewechsel liefern inzwischen praktische Betriebserfahrung; die auf 118 Fahrzeuge angewachsene nordamerikanische Auftragsbasis bringt nun den wesentlich schwierigeren Skalierungstest.

Dabei sollten Anleger die Risiken nicht unterschätzen. Teile der US-Aufträge hängen von Förderungen ab, Janus schreibt weiterhin Verluste und benötigt nach eigener Aussage zusätzliches Kapital für den Hochlauf.

Entscheidend sind deshalb jetzt die ersten nordamerikanischen Auslieferungen und der Produktionsausbau. Janus muss nicht mehr nur beweisen, dass ein Diesel-Lkw elektrifiziert werden kann - sondern dass sich daraus ein wiederholbares industrielles Geschäft machen lässt.

Quellen

Europe's e-truck destinations meet a power grid that is not yet ready | wallstreetONLINE - 03.09.2026
https://oilprice.com/Energy/Energy-General/Electric-Trucks-Have-Moved-From-Impossible-to-Inevitable.html
https://www.latimes.com/business/story/2026-04-01/electric-truck-market-is-tanking-but-this-billionaire-investor-is-expanding-in-california
https://januselectric.com/

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Janus Electric

Land: Australien

ISIN: AU0000395626

Janus Electric Ltd

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Enthaltene Werte: AU0000395626

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