DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ING - Die niederländische Großbank ING will bei großen, grenzüberschreitenden Bankenfusionen als Käufer auftreten. "Grundsätzlich gibt es aus meiner Sicht in Europa nur eine Handvoll Optionen für derartige Transaktionen", sagte ING-Chef Steven van Rijswijk dem Handelsblatt. "Wenn es irgendwann dazu kommt, wollen wir der Käufer sein, und nicht das Übernahmeziel. Ich will Herr über mein eigenes Schicksal sein." (Handelsblatt)
KNDS/MERCEDES - Der mögliche Verkauf des Mercedes-Werks in Ludwigsfelde an den Rüstungskonzern KNDS verzögert sich - und könnte sogar scheitern. Das erfuhr das Handelsblatt aus Industriekreisen. Grund ist eine milliardenschwere Bestellung von Panzerfahrzeugen, die in der Bundeswehrplanung unter dem Namen "Arminius" läuft und bislang noch nicht erfolgt ist. Den Informationen nach sind sich Mercedes und KNDS inhaltlich weitgehend einig: Mercedes wolle sich von seiner Van-Fabrik nahe Berlin trennen, der deutsch-französische Panzerbauer habe Interesse, die Fabrik zu übernehmen oder zumindest Teile der Produktionskapazitäten zu nutzen. KNDS mache den Deal jedoch von der "Arminius"-Großbestellung abhängig. Diese war eigentlich für Anfang 2026 erwartet worden, auch die Stückzahl steht weiterhin nicht fest. Bleiben die Aufträge hinter den Erwartungen zurück, könnte KNDS deutlich weniger Panzer bauen - und bräuchte die Mercedes-Kapazitäten nicht. (Handelsblatt)
QONTO - Das französische Fintech Qonto will mit einem neuen Hauptsitz in Paris ein neues Kapitel aufschlagen. Es hofft, in den kommenden Monaten die bei der französischen Bankenaufsicht Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR) im vorigen Jahr beantragte Banklizenz zu bekommen. "Auf unserem Weg, eine Bank zu werden, ist unser Ziel klar: Wir wollen der KI-gestützte europäische Champion im Bank- und Finanzmanagement für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden", sagte Mitgründer und Unternehmenschef Alexandre Prot bei der Eröffnung des neuen Firmensitzes. (Börsen-Zeitung)
AUDI - Für Audi-Chef Gernot Döllner stand am Freitag ein wichtiger Termin an. Der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns beriet sich nach Handelsblatt-Informationen über die Nordamerika-Strategie des zweitgrößten Autokonzerns der Welt. Im Zentrum steht ein Plan, der Audi unabhängiger von US-Zöllen machen soll: Die Marke könnte Anfang der 2030er-Jahre große SUVs in einem eigenen amerikanischen Werk bauen. (Handelsblatt)
DE BEERS - Eine Gegenbewegung gegen das Künstliche hat der kriselnden Naturdiamantenindustrie neue Hoffnung gegeben, ihren Glanz zurückzugewinnen, so der Chef des Edelsteinunternehmens De Beers. Al Cook, CEO des seit 2024 zum Verkauf stehenden Unternehmens im Besitz von Anglo American, sagte, die Verbraucher wollten zunehmend das Echte dem Synthetischen vorziehen. So wählten sie beispielsweise physische statt digitale Kunst, menschliche Beziehungen statt "KI-Gefährten" und Lebensmittel mit nachvollziehbarer Herkunft anstelle von im Labor gezüchtetem Fleisch. "Es gibt eine große gesellschaftliche Bewegung, die noch wachsen wird - zurück zu dem, was natürlich und echt ist, und weg von dem, was künstlich und unecht ist", sagte Cook der Financial Times. Er fügte hinzu, dass De Beers gut positioniert sei, um diesen "Zeitgeist" einzufangen. (Financial Times)
ODIDO - Apax steht kurz vor einer Vereinbarung zum Aufkauf des Anteils von Warburg Pincus an der gemeinsamen Beteiligung am niederländischen Telekommunikationskonzern Odido. Vor Monaten hatten die Private-Equity-Investoren einen mit Spannung erwarteten Börsengang des Unternehmens aufgegeben. Der Deal würde Odido, die frühere T-Mobile Netherlands, mit rund 6,5 Milliarden Euro bewerten, wie die Financial Times berichtet. Eine Einigung könnte in den kommenden Tagen erzielt werden. Es seien aber keine endgültige Entscheidung getroffen worden und die Gespräche könnten sich noch verschieben. (Financial Times)
NUBANK - Der brasilianische Digitalbank-Riese Nubank ist wegen eines möglichen Kaufs an das britische Fintech Monzo herangetreten, was das Unternehmen mit bis zu 10 Milliarden britischen Pfund bewerten könnte. Das in London ansässige Unternehmen Monzo befindet sich in einem frühen Stadium von Gesprächen über einen Zusammenschluss mit der an der New Yorker Börse notierten Nubank-Muttergesellschaft Nu Holdings, wie die Financial Times berichtet. Eine etwaige Übernahme durch eine Mischung aus Barmitteln und Aktien erfolgen. Monzo könnte dabei mit 8 bis 10 Milliarden Pfund bewertet werden. (Financial Times)
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September 28, 2026 00:22 ET (04:22 GMT)
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