DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BASF/EVONIK - Der Chemiekonzern Evonik hat eine erste Übernahmeofferte des Rivalen BASF abgelehnt. BASF war vor wenigen Tagen an den Essener Konzern mit einem Fusionsvorschlag herangetreten, der einen Kaufpreis von rund 10 Milliarden Euro vorsieht. Laut Unternehmenskreisen hatte die Evonik-Führung von Beginn an ablehnend auf den Vorstoß reagiert und dies BASF nun am Montag mitgeteilt. Damit ist der Übernahmepoker aber noch nicht beendet. Es sei ein erster Vorschlag für das Zusammengehen, der Grundlage für Verhandlungen sein solle, sagte ein Insider. Allerdings finden weiterhin keine Gespräche zwischen den Unternehmen statt. Evonik wollte die Angaben nicht kommentieren. (Handelsblatt)
UNICREDIT/COMMERZBANK - Unicredit unter Andrea Orcel bereitet die Übernahme der Commerzbank und den Umbau ihres Aufsichtsrats bereits für Januar vor und beschleunigt damit den Zeitplan für die größte europäische Bankenübernahme seit der Finanzkrise. Die italienische Bank plant die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung, sobald sie die restlichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen für die Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank erhalten hat, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Basisszenario von Unicredit sieht vor, bis Ende Februar die Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen und alle zehn Vertreter der Anteilseigner im 20-köpfigen Aufsichtsrat auszutauschen, was dem Mailänder Konzern eine faktische Mehrheit verschaffen würde, so die Personen. Im besten Fall würde die Übernahme bereits im Januar erfolgen. (Financial Times)
BMW - BMW will mit der nächsten Generation des 3ers sämtliche Dieselvarianten aus dem Programm nehmen. Mit dem für Ende des Jahres geplanten Modellwechsel werde die Baureihe nur noch als Elektroauto sowie mit vier- und sechszylindrigen Benzinmotoren angeboten, sagte eine Unternehmenssprecherin der Automobilwoche. Damit endet beim 3er eine mehr als zwei Jahrzehnte währende Diesel-Ära. BMW hatte bereits zuvor das Aus für den Reihensechszylinder-Diesel angekündigt. Zu den Gründen für den vollständigen Rückzug aus der Antriebstechnologie beim 3er äußerte sich der Konzern nicht. Seit dem Dieselskandal ist der Anteil der Selbstzünder jedoch kontinuierlich gesunken. 2025 fiel er bei BMW in Deutschland erstmals unter 30 Prozent. Beim 3er lag er Schätzungen zufolge im selben Jahr noch bei 25 bis 30 Prozent. Konkrete Zahlen nennt der Autobauer nicht. (Automobilwoche)
ANTHROPIC - Anthropic hat Investoren in einem lang erwarteten Börsenprospekt, der in den letzten Tagen an eine kleine Gruppe von Partnern verteilt wurde, förmlich davor gewarnt, dass seine Technologie "existenzielle Risiken für die Menschheit" darstellen könnte. Anthropic widmete fast ein Drittel seines umfangreichen Antrags der detaillierten Beschreibung von "Risikofaktoren", einschließlich des Potenzials zunehmend fortschrittlicher KI-Modelle, zu manipulieren, zu erpressen und andere unvorhersehbare Verhaltensweisen an den Tag zu legen. (Financial Times)
THYSSENKRUPP - Der Industriekonzern Thyssenkrupp sucht Investoren für seine Stahlsparte, die seit Jahren als Sorgenkind gilt und unter wirtschaftlichem Druck steht, zuletzt aber einige deutliche Restrukturierungsschritte gegangen ist. Über diesen Umbau und die weiteren Zukunftspläne hat Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE), wie der Stahlbereich offiziell heißt, an diesem Montag auf einem Kapitalmarkttag in London informiert. Dort nannte die Stahlsparte als mittelfristiges Ziel ein bereinigtes EBITDA von mindestens 1,2 Milliarden Euro. Zuletzt, Ende des Geschäftsjahrs 2024/2025, hatte dieser Wert bei 384 Millionen Euro gelegen. (FAZ)
SCHOTT - Beim Stiftungskonzern Schott rotiert die Chefetage: Nach Informationen der Börsen-Zeitung steht eine Trennung vom Vorstandsvorsitzenden Torsten Derr bevor. Der Abgang solle kurzfristig erfolgen, heißt es aus Kreisen des Schott-Aufsichtsrats. Dabei rückte der Manager vor nicht einmal zwei Jahren an die Spitze des Unternehmens. Den Kreisen zufolge steht ein Nachfolger für Derr bereits in den Startlöchern, nach einigen Monaten der Suche. Schott wollte sich zu den geschilderten Vorgängen auf Anfrage nicht äußern. (Börsen-Zeitung)
NORDLB - Auf der Sitzung des DSGV-Gesamtvorstands am Montagnachmittag konnte sich das Gremium nach langer Diskussion nicht auf das seit vier Monaten vorliegende Angebot des Landes Niedersachsen zur Übernahme der NordLB-Anteile der beiden Fides-Gesellschaften einigen. Abgeblasen ist der Deal damit allerdings noch nicht. Wie aus der Sparkassen-Organisation zu hören ist, wollen die Sparkassen jetzt erneut mit dem Land verhandeln, um die Bedenken auszuräumen. (Platow)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zur Redaktion: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/brb/uxd
(END) Dow Jones Newswires
September 29, 2026 01:12 ET (05:12 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




