FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein skeptischer Analystenkommentar der Bank of America (BofA) zu Renk hat die Aktie des Rüstungsunternehmens am Donnerstag unter Druck gesetzt. Sie gab zum Handelsstart um fast zwei Prozent auf 37,01 Euro nach und zeigte sich nun den vierten Tag in Folge schwach. Das war ein weiteres Tief seit April 2025. Damals hatten Zollsorgen den Kurs bis auf 31,17 Euro gedrückt, bevor sie noch am selben Tag wieder weitgehend erholt bei etwas über 40 Euro geschlossen hatte.
BofA-Analyst David Holmes strich nun seine Kaufempfehlung für Renk, denn er geht davon aus, dass die Getriebeproduktion auf dem aktuellen Niveau nicht zu halten ist. Das limitiere das langfristige Bewertungspotenzial trotz des attraktiven Servicegeschäfts, schrieb er in seinem Kommentar.
Zugleich hob er das Kursziel für die Hensoldt-Aktie auf 94 Euro, bekräftigte sein Anlageurteil "Buy" und nahm das Papier des Anbieters von Verteidigungs- und Sicherheitselektronik zudem auf die "Small- and Midcap Europe Best Ideas"- Liste der Bank auf. Diese Aktie legte um 2,5 Prozent auf 78,18 Euro zu.
Beständigkeit sollte der entscheidende Faktor für die Bewertungen in der Rüstungsbranche sein, und nicht schieres Wachstum, so der Bofa-Experte. Die Anleger dürften sich dabei zunehmend auf Unternehmen konzentrieren, die neue strategische Möglichkeiten eröffnen. Als wichtigste Felder macht Holmes die Luftwaffe, Aufklärung, Überwachung und Ortung sowie Gefechtsnetzwerke und elektronische Kriegsführung aus. Seine Favoriten sind hier Kongsberg, Hensoldt, Aselsan, Saab und Dassault Aviation./ck/ag/mis/stk
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