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Small- & Micro Cap Investment
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Rheinmetall stockt Vorräte auf, Almonty baut Wolframproduktion aus: Welche Rolle könnte St George Mining bei Seltenen Erden spielen?

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Deutsche Unternehmen legen Seltene Erden auf Vorrat. Wie POLITICO berichtet, fürchten sie neue chinesische Exportbeschränkungen, falls die Handelsgespräche zwischen der EU und China scheitern. Einige Firmen haben bereits Material für mehrere Monate eingelagert. Bei anderen reichen die Bestände deutlich kürzer.

Das ist mehr als eine Reaktion auf mögliche Preissteigerungen. Fehlen bestimmte Rohstoffe oder Vorprodukte, können Hersteller ihre Anlagen nicht ohne Weiteres weiterbetreiben. Chinesische Exportkontrollen führten 2025 bereits dazu, dass einige Unternehmen außerhalb Chinas ihre Produktion einschränken mussten.

Für Anleger entsteht daraus eine Frage, die über Seltene Erden hinausgeht: Welche Unternehmen können zusätzliche Rohstoffketten aufbauen, bevor der nächste Engpass eintritt?

Rheinmetall nennt die Lieferkette als Risiko

Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) beschäftigt sich ausdrücklich mit diesem Problem. In seiner Investorenpräsentation vom September nennt der Rüstungskonzern höhere kurzfristige Sicherheitsbestände, um Engpässe zu vermeiden. Außerdem verweist er auf strategische Alternativen bei kritischen Rohstoffen und eine breitere Lieferantenbasis.

Rheinmetall sagt damit nicht, dass es selbst Seltene Erden hortet. Die im POLITICO-Bericht beschriebenen Vorratskäufe deutscher Firmen sind eine separate Entwicklung. Beides zeigt jedoch, dass industrielle Versorgungssicherheit inzwischen aktiv geplant werden muss.

Europa will seine Verteidigungsproduktion ausbauen. Doch zusätzliche Fabriken brauchen verlässlichen Zugang zu Metallen, Spezialwerkstoffen und Komponenten. Die Europäische Kommission hat die Widerstandsfähigkeit solcher Lieferketten zu einem Teil ihrer Verteidigungsstrategie gemacht. Zugleich will sie die Beschaffung und Bevorratung kritischer Rohstoffe stärker koordinieren.

Almonty zeigt, wie eine alternative Lieferquelle entsteht

Wolfram liefert ein Beispiel aus einem anderen Rohstoffmarkt. Das Metall ist wegen seiner Härte, Dichte und Hitzebeständigkeit für industrielle und militärische Anwendungen wichtig. Auch hier ist die Produktion stark konzentriert: China stellte nach Angaben in der Juli-Präsentation von Almonty, gestützt auf Daten des U.S. Geological Survey, rund 80 Prozent des weltweiten Angebots im Jahr 2025.

Almonty Industries (ISIN: CA0203987072) entwickelt mit Sangdong in Südkorea eine Wolframquelle außerhalb Chinas. Das Unternehmen begann im Juli, Erz durch seine Aufbereitungsanlage zu führen. Im September erhielt die Anlage die letzten Betriebsgenehmigungen für die kommerzielle Nutzung und den Verkauf von Wolframkonzentrat.

Sangdong befindet sich damit in einer anderen Entwicklungsphase als ein reines Explorationsprojekt. Almonty muss die Produktion weiterhin hochfahren und die geplanten Mengen dauerhaft erreichen. Das Beispiel zeigt zugleich, wie viele Schritte zwischen einer Lagerstätte und einer tatsächlich verfügbaren Alternative liegen.

Wolfram und Seltene Erden sind unterschiedliche Märkte. Almontys Fortschritt ist deshalb kein Beleg für zusätzliche Nachfrage nach einem bestimmten Seltene-Erden-Projekt. Er macht aber sichtbar, was westliche Abnehmer am Ende benötigen: verarbeitetes, qualifiziertes Material aus einer weiteren verlässlichen Quelle.

Bei Seltenen Erden liegt der Engpass oft nach der Mine

Seltene Erden werden unter anderem für leistungsfähige Permanentmagnete verwendet. Die Internationale Energieagentur warnt, dass ihre Lieferketten über mehrere Stufen hinweg stark konzentriert sind. Eine zusätzliche Mine verringert die Abhängigkeit erst dann spürbar, wenn ihr Material auch getrennt, gereinigt und für industrielle Kunden nutzbar gemacht werden kann.

In diesem Zusammenhang wird St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) interessant. Das Unternehmen entwickelt das Araxá-Projekt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Die im August aktualisierte Mineralressource umfasst 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent Seltene-Erden-Oxiden und 0,57 Prozent Niobpentoxid. Nach Unternehmensangaben enthält sie rund 760.000 Tonnen Neodym- und Praseodymoxide, die für Permanentmagnete relevant sind.

Araxá verbindet somit Seltene Erden mit Niob, einem Metall für hochfeste Stähle und weitere Spezialanwendungen. Die Ressource ist definiert, doch St George produziert daraus noch keine kommerziellen Mengen. Die strategische Bedeutung des Projekts hängt deshalb auch davon ab, ob ein geeigneter Verarbeitungsweg nachgewiesen wird.

Der praktische Test läuft bereits

Seit September untersucht St George rund neun Tonnen oberflächennahes Material aus Araxá im Pilotmaßstab. Dabei sollen ein Niobkonzentrat und ein mit Seltenen Erden angereicherter Materialstrom entstehen. Ergebnisse erwartet das Unternehmen im vierten Quartal 2026.

Zusätzlich prüfen St George, die brasilianische Industriegruppe Lima & Pergher und staatliche Stellen in Minas Gerais ein mögliches regionales Verarbeitungszentrum für Seltene Erden. Die Initiative könnte künftig Material aus Araxá und anderen Projekten aufnehmen. Über Bau und Finanzierung des Zentrums wurde noch nicht endgültig entschieden.

Fazit

Die Vorratskäufe deutscher Unternehmen und Rheinmetalls Maßnahmen gegen Lieferengpässe zeigen, wie konkret das Rohstoffrisiko geworden ist. Almontys Sangdong-Mine veranschaulicht am Beispiel Wolfram, dass neue Lieferquellen entstehen können - aber erst nach Jahren der Entwicklung, Genehmigung und Inbetriebnahme.

St George steht bei Seltenen Erden und Niob früher in diesem Prozess. Araxá verfügt über eine große Ressource, muss aber technisch und wirtschaftlich beweisen, dass daraus verkaufsfähige Produkte werden können. Eine Lieferbeziehung zu Rheinmetall oder anderen im Artikel genannten Unternehmen besteht nicht.

Vorräte helfen bei der nächsten Unterbrechung. Langfristige Versorgungssicherheit entsteht erst, wenn Projekte wie Araxá den Weg von der Ressource zur verlässlichen Produktion schaffen.


Quellen

https://www.mining.com/web/brazil-funds-rare-earth-project-in-effort-to-tap-vast-reserves/
https://www.globaltimes.cn/page/202606/1364474.shtml
https://www.rheinmetall.com/de
https://www.politico.eu/article/german-industry-hoards-rare-earths-as-brussels-squares-up-to-china/
https://www.stgm.com.au/
https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/germanys-defence-spending-boom-opens-opportunity-mittelstand-hcob-says-2026-09-22/

Lassen Sie sich in den Verteiler für St George Mining oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler St George Mining" oder "Nebenwerte".

St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au

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