NEW BRUNSWICK (dpa-AFX) - Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson hat seine Gewinnprognose erneut erhöht. Dabei profitieren die Amerikaner von der Nachfrage nach neuen Medikamenten bei Krebs und Autoimmunerkrankungen. Dies glich ein eher schwächeres Wachstum bei Medizinprodukten aus. Johnson & Johnson erwartet für das Gesamtjahr nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 11,05 bis 11,15 US-Dollar, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zuvor hatte das Management 10,96 bis 11,11 Dollar in Aussicht gestellt.
Der Mittelpunkt der neuen Spanne liegt über den Erwartungen der Analysten. Zudem erhöhte das Unternehmen das untere Ende der Wachstumsspanne beim Umsatz und erwartet nun 7,2 bis 7,6 Prozent. Johnson & Johnson hatte erst im Juli seine Prognose erhöht.
Im dritten Quartal stiegen die Erlöse um 5,9 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar (rund 22,7 Mrd Euro). Dabei legte die Pharmasparte um 7,7 Prozent zu, während das Geschäft mit Medizinprodukten um 2,5 Prozent wuchs. Unter dem Strich verdiente der Konzern lediglich 210 Millionen Dollar, nach knapp 5,2 Milliarden im Vorjahr.
Dabei belasteten Rückstellungen, nachdem der Konzern im jahrelangen Rechtsstreit um angeblich krebserregende Talkumprodukte einem milliardenschweren Vergleich zugestimmt hatte. Der US-Pharmakonzern zahlte rund 5,5 Milliarden US-Dollar zur Beilegung der Klagen. Bereinigt sank der Nettogewinn leicht um 6,8 Prozent auf 6,3 Milliarden.
Die Aktie verlor im frühen US-Handel zuletzt fast fünf Prozent./nas/mne/stk/he




