- Sentinel Envelope Plus, ein neues Zusatzmodul für erweiterten Softwareschutz, hilft Softwareanbietern, kompilierte Anwendungen ohne Änderungen am Quellcode vor KI-gestütztem Reverse Engineering, automatisierter Schwachstellenerkennung und Exploit-Erstellung zu schützen.
- In einem kontrollierten Test identifizierte ein KI-Agent acht von zehn Schwachstellen in einer ungeschützten Anwendung. Nach der Absicherung mit Sentinel Envelope Plus konnte dieser auch nach fast sieben Stunden Analyse keine einzige Schwachstelle aufdecken.
Thales, ein weltweit führender Anbieter von fortschrittlichen Technologien, stellte Sentinel Envelope Plus vor, eine neue Erweiterung seiner Softwareschutzlösung Sentinel Envelope, die kompilierte Anwendungen deutlich widerstandsfähiger gegen KI-gestütztes Reverse Engineering, die automatisierte Erkennung von Zero-Day-Schwachstellen sowie die automatisierte Erstellung von Exploits macht. Sentinel Envelope Plus versieht Softwareanwendungen mit mehreren Schutzebenen, ohne Änderungen am Quellcode oder spezielle Kompilierungsumgebungen zu benötigen.
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KI-gestützte Tools beschleunigen und vereinfachen die Analyse von Software auf Schwachstellen und verringern damit den bislang für Reverse Engineering erforderlichen Zeitaufwand sowie den Bedarf an Fachwissen. Dadurch entstehen neue Risiken für Softwareanbieter, insbesondere wenn Anwendungen außerhalb von Umgebungen eingesetzt werden, die sie selbst kontrollieren.
On-Premises-, Embedded- sowie Edge-Geräte sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, da Angreifer eine Kopie der Anwendung erhalten und diese offline außerhalb der Sicherheitsumgebung des Anbieters analysieren können. Dadurch haben sie mehr Möglichkeiten, nach Schwachstellen, firmeneigenen Algorithmen, Geschäftslogik sowie anderen sensiblen Elementen innerhalb der Software zu suchen. Bei geschäftskritischen Systemen können die Folgen weit über Daten und geistiges Eigentum hinausreichen und zu Betriebsstörungen sowie dauerhaften Schäden am Ruf des Anbieters und am Vertrauen seiner Kunden führen.
"KI reduziert den Zeitaufwand und das erforderliche Fachwissen für die Analyse von Software auf Schwachstellen drastisch. Unsere Tests zeigen, dass der richtige Softwareschutz KI-gestütztes Reverse Engineering erheblich erschweren sowie ressourcenintensiver machen kann", sagte Damien Bullot, Bereichsleiter für Softwaremonetarisierung bei Thales. "Für Softwareanbieter ist dieser zusätzliche Zeitgewinn wichtig. Er schafft ein größeres Zeitfenster, um Probleme zu erkennen, Korrekturen vorzunehmen sowie Kunden zu schützen, und trägt zugleich dazu bei, das in ihren Anwendungen enthaltene geistige Eigentum zu sichern."
Messbare Ergebnisse bei KI-gestützter Analyse
Thales führte einen kontrollierten Test durch, bei dem verglichen wurde, wie ein KI-Agent dieselbe Anwendung vor und nach dem Schutz mit Sentinel Envelope Plus analysierte. Bei der Analyse einer ungeschützten Anwendung identifizierte der Agent acht von zehn Schwachstellen. In derselben, mit Sentinel Envelope Plus geschützten Anwendung fand er trotz anhaltender Versuche sowie eines 970-fachen Tokenverbrauchs keine einzige. Selbst nach dem Einsatz zunehmend ausgefeilter Methoden, darunter die Entwicklung eigener, speziell angepasster Analysewerkzeuge, empfahl der Agent schließlich, die Analyse abzubrechen. Da keine Schwachstellen offengelegt wurden, gab es nichts, das ein Angreifer in einen Exploit umwandeln konnte.
Die Schwachstellen verbleiben zwar im Code, doch Sentinel Envelope Plus erschwert ihre Erkennung sowie deren Ausnutzung erheblich und verschafft Unternehmen damit wertvolle Zeit, um Probleme schnell zu erkennen und sie zu beheben. Anstatt die Entwicklungsarbeit zu unterbrechen, um auf eine intern entdeckte Schwachstelle zu reagieren, können Teams Probleme im Rahmen ihrer geplanten Release-Zyklen beheben und so sowohl ihre Produkt-Roadmap als auch ihre Kunden schützen.
So schützt Sentinel Envelope Plus Software
Die neue Lösung erweitert die bestehenden Softwareschutzfunktionen der Thales-Lösung Sentinel Envelope und ermöglicht Entwicklern, ausgewählte sicherheitskritische Teile einer Anwendung umfassend zu schützen, ohne den Quellcode zu ändern oder eine spezielle Entwicklungsumgebung zu benötigen.
Sentinel Envelope Plus wandelt ausgewählte Teile einer Anwendung um und kompiliert sie neu. Dabei werden mehrere Schutzebenen gegen Dekompilierung, Manipulation sowie Analysen zur Laufzeit hinzugefügt. Entwickler können auswählen, welche Teile den stärksten Schutz erhalten sollen, und so Sicherheit und Leistung aufeinander abstimmen.
Sentinel Envelope Plus kann den Softwareschutz außerdem mit optionalen Lizenzierungsfunktionen kombinieren. Dies hilft Anbietern, firmeneigene Algorithmen sowie Geschäftslogik zu schützen und gleichzeitig die Lizenzkontrollen abzusichern, die ihre Geschäftsmodelle unterstützen. Wie der Codeschutz selbst können auch diese Lizenzkontrollen ohne Änderungen am Quellcode hinzugefügt werden.
Sentinel Envelope Plus ist ab sofort als kostenpflichtiges Zusatzmodul für die Sentinel-Plattform erhältlich.
Die vollständige Testmethodik und die Ergebnisse finden Sie im Thales-Blog: AI Vulnerability Detection Neutralized. Weitere Informationen zu den Sentinel Envelope Protection Solutions finden Sie hier.
Informationen zu Thales
Thales (Euronext Paris: HO) ist ein weltweit führender Anbieter von fortschrittlichen Technologien für die Bereiche Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Cyber Digital. Das Portfolio an innovativen Produkten und Dienstleistungen trägt dazu bei, mehrere große Herausforderungen anzugehen: Souveränität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Inklusion.
Die Group investiert jährlich 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung in Schlüsselbereichen, insbesondere in kritischen Umgebungen wie künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Quanten- und Cloud-Technologien. Thales verfügt über mehr als 85.000 Beschäftigte in 65 Ländern. Im Jahr 2025 erzielte die Group einen Umsatz von 22,1 Milliarden Euro.
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