APA ots news: OMV erzielt im dritten Quartal 2026 ein starkes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2,1 Mrd
Wien (APA-ots) - - Cashflow aus Betriebstätigkeit auf EUR 2.199 Mio gestiegen;
Cashflow exkl. Net-Working-Capital-Positionen auf EUR 2.334 Mio gestiegen
- Starke Bilanz mit niedrigem Leverage-Grad von 17 %
- Ergebnis im Geschäftsbereich Energy durch positives Marktumfeld begünstigt
- Ergebnis im Geschäftsbereich Fuels durch deutlich höhere Raffineriemargen, hohe Auslastungsgrade und vorteilhaften Produktmix positiv beeinflusst; teilweise ausgleichender Effekt durch geringeren Beitrag des Retail-Geschäfts
- Ergebnis im Geschäftsbereich Chemicals durch sinkende Marktpreise im Vergleich zu einem günstigen Marktumfeld im zweiten Quartal beeinflusst; Integrationsprozess der Borouge International schreitet weiter voran
OMV hat heute die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 bekannt gegeben. 1 Das Unternehmen erzielte ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2.117 Millionen und einen den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnenden CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 1.153 Millionen. Die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäften beliefen sich auf EUR 8.959 Millionen. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag bei EUR 2.199 Millionen. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital- Positionen lag bei EUR 2.334 Millionen, was einem Zuwachs von 57 Prozent gegenüber Q3/25 entspricht.
Im Geschäftsbereich Energy stieg das Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf EUR 936 Millionen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten des Geschäftsbereichs Fuels stieg auf EUR 1.124 Millionen. Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten des Geschäftsbereichs Chemicals ging auf EUR 63 Millionen zurück. Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 3,54. Mit einer Nettoverschuldung von EUR 4.403 Millionen und einem Leverage-Grad von 17 Prozent per Ende des dritten Quartals 2026 ist die Bilanz von OMV weiterhin solide.
Emma Delaney, Vorstandsvorsitzende und CEO: "Im dritten Quartal erzielte OMV ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2,1 Milliarden. Die Geschäftsbereiche Fuels und Energy waren dabei die wichtigsten Ertragstreiber, während der Beitrag des Geschäftsbereichs Chemicals geringer ausfiel. Dies spiegelt auch den geänderten Umfang der Konsolidierung wider. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Herausforderungen richteten wir unseren Fokus weiterhin auf einen sicheren und zuverlässigen operativen Betrieb sowie eine disziplinierte Umsetzung unserer Projekte."
Energy
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Geschäftsbereich Energy stieg im dritten Quartal 2026 um 51 Prozent auf EUR 936 Millionen (Q3/25: EUR 622 Millionen). Der Anstieg war hauptsächlich auf positive Markteffekte in Höhe von EUR 515 Millionen zurückzuführen, in denen sich deutlich höhere realisierte Gas- und Ölpreise widerspiegelten. Dies glich die geringeren Verkaufsmengen aufgrund von verzögerten Liftings im Nahen Osten infolge logistischer Engpässe mehr als aus.
Die Produktion von Kohlenwasserstoffen belief sich auf 294 kboe/d (Q3/25: 304 kboe/d). Dies bedeutet eine resiliente operative Leistung trotz des natürlichen Förderrückgangs in Rumänien, Neuseeland und Norwegen. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen reduzierte sich auf 225 kboe/d (Q3/25: 306 kboe/d). Ausschlaggebend für den Rückgang war das Ausbleiben von Liftings aus dem Nahen Osten aufgrund des Konflikts in der Region. Darüber hinaus fielen die Verkaufsmengen aus Norwegen geringer aus, was in erster Linie auf den Lifting- Zeitplan zurückzuführen war, und in Rumänien gingen die Verkaufsmengen im Einklang mit der Produktion zurück.
Fuels
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Geschäftsbereich Fuels stieg im dritten Quartal 2026 erheblich auf EUR 1.124 Millionen (Q3/25: EUR 413 Millionen). Dies war vor allem auf deutlich höhere Raffinerie-Referenzmargen in Europa und im Nahen Osten sowie auf hohe Raffinerie-Auslastungsgrade in Verbindung mit einem verbesserten Produktmix zurückzuführen. Das höhere Ergebnis im Raffineriegeschäft glich den geringeren Beitrag des Retail-Geschäfts mehr als aus. Das Retail-Geschäft hatte mit schwächeren Margen im Kraftstoffbereich zu kämpfen, nachdem die internationalen Notierungen für Erdölprodukte infolge des Iran-Konflikts stark angestiegen waren. Dies konnte durch höhere Verkaufsmengen nur teilweise kompensiert werden. Das Ergebnis des Commercial-Geschäfts blieb auf einem vergleichbaren Niveau.
Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa hat sich mit USD 37,5/bbl (Q3/25: USD 11,5/bbl) mehr als verdreifacht. Dies war in erster Linie auf höhere Crackspreads für Mitteldestillate und Benzin zurückzuführen, bedingt durch das knappe Angebot an
Raffinerieprodukten aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und der teilweisen Sperrung der Straße von Hormus. Erneute Angriffe auf die russische Raffinerieinfrastruktur verschärften die globale Versorgungslage weiter.
ADNOC Refining & Trading trug EUR 158 Millionen bei, ein Anstieg gegenüber EUR 52 Millionen im Vorjahresquartal. Das Ergebnis profitierte vom hohen Auslastungsgrad bei ADNOC Refining in einem von außergewöhnlich starken Raffineriemargen gekennzeichneten Umfeld.
Chemicals
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Geschäftsbereich Chemicals belief sich im dritten Quartal 2026 auf EUR 63 Millionen gegenüber EUR 222 Millionen im Vorjahresquartal.
Das Ergebnis des OMV Basischemikaliengeschäfts stieg im Vergleich zu Q3/25 erheblich, hauptsächlich aufgrund deutlich stärkerer Olefin- Referenzmargen. Mit 82 Prozent stieg der Auslastungsgrad der von OMV betriebenen Steamcracker um 3 Prozentpunkte (Q3/25: 79 %).
Der Beitrag von Borouge International, ausgewiesen als der OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten des nach der Equity- Methode bilanzierten Unternehmens, belief sich in Q3/26 auf EUR 16 Millionen. Dies spiegelt einen starken Rückgang der Referenzpreise wider, der durch einen nicht minder starken Rückgang bei den Inputpreisen, insbesondere in Europa und den USA, weiter verschärft wurde. Während die Benchmarkpreise in Q2/26 aufgrund des Konflikts im Nahen Osten globale Angebotsengpässe widerspiegelten, kam es in Q3/26 zu breiten Preiskorrekturen an den weltweiten Olefin- und Polyolefinmärkten.
Kennzahlen drittes Quartal 2026 vs. drittes Quartal 2025
Konzern
- Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäften in Höhe von EUR 8.959 Mio, Anstieg um 43 %
- CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2.117 Mio, Anstieg um 68 %
- Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 1.153 Mio, Anstieg um 94 %
- CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 3,54, Anstieg um 95 %
- Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital- Positionen von EUR 2.334 Mio, Anstieg um 57 %
- Cashflow aus der Betriebstätigkeit von EUR 2.199 Mio, Anstieg um 101 %
Energy
-
Durchschnittlich realisierter Ölpreis von USD 94/bbl, Anstieg um 41 %
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Durchschnittlich realisierter Erdgaspreis von EUR 49,24/MWh, Anstieg um 80 %
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Kohlenwasserstoffproduktion von 294 kboe/d, Rückgang um 3 %
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Produktionskosten von USD 10,53/boe, Rückgang um 4 %
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Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 936 Mio, Anstieg um 51 %
Fuels
- OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 37,50/bbl, Anstieg um 225 %
- OMV Raffinerieauslastungsgrad Europa von 92 %, Anstieg um 1 Prozentpunkt
- Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa von 4,57 Mio t, Anstieg um 4 %
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CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1.124 Mio, Anstieg um 172 %
Chemicals
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Ethylen-Referenzmarge Europa von EUR 675/t, Anstieg um 18 %
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Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 604/t, Anstieg um 35 %
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OMV Steamcracker-Auslastungsgrad bei 82 %, Anstieg um 3 Prozentpunkte
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Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 63 Mio, Rückgang um 72 %
Ausblick 2026
- Organische Investitionsaufwendungen des OMV Konzerns geplant bei rund EUR 3,5 Mrd (vorherige Prognose: rund EUR 3,4 Mrd)
- Durchschnittlicher Brent-Preis von über USD 95/bbl erwartet ( vorherige Prognose: zwischen USD 85/bbl und USD 95/bbl)
- OMV erwartet eine Kohlenwasserstoffproduktion von rund 290 kboe/d ( vorherige Prognose: zwischen 280 kboe/d und 290 kboe/d; 2025: 305 kboe/d), vorbehaltlich der geopolitischen Entwicklungen
- Durchschnittlich realisierter Gaspreis bei rund EUR 45/MWh erwartet, wobei die THE-Preisprognose höher als EUR 55/MWh ist ( vorherige Prognose: von OMV durchschnittlich realisierter Gaspreis bei rund EUR 40/MWh, THE-Preis bei rund EUR 50/MWh)
- OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa voraussichtlich bei rund USD 25/bbl (vorherige Prognose: rund USD 20/bbl)
- Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa prognostiziert bei über 90 %
Den OMV Konzernbericht Q3 2026 finden Sie hier .
1) Die genannten Werte beziehen sich auf das dritte Quartal 2026; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Werte des dritten Quartals des Vorjahres.
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