FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt geht es für den Dax am Freitag wieder bergab. Der deutsche Leitindex verlor im frühen Handel 1,04 Prozent auf 24.201 Punkte.
Im Iran-Krieg warten Anleger weiter auf eine Lösung, die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau und im Technologiesektor prägen vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen das Bild, insbesondere bei den stark gelaufenen Halbleiterwerten. Zins- und Inflationssorgen nehmen zu und belasten die Aktienmärkte. Letztlich hatten sich die Anleger wohl auch von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking mehr erwartet. Trump befindet sich inzwischen wieder auf der Rückreise.
Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Freitag um 1,31 Prozent auf 31.476 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ebenfalls 1,3 Prozent.
Die Aktien des Rüstungsunternehmens Rheinmetall unternahmen an der Dax-Spitze mit einem Plus von mehr als 2 Prozent einen Erholungsversuch von ihrem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr.
Gewinnmitnahmen drückten dagegen die Papiere des Chipherstellers Infineon um über 5 Prozent nach unten nach einer Rally mit 80 Prozent Kursgewinn im Jahr 2026. Auch bei Aixtron im MDax machten Anleger Kasse.
Der Mobilfunk- und TV-Anbieter Freenet steigerte im ersten Quartal den Umsatz deutlich. Treiber war vor allem die Integration von Mobilezone Deutschland sowie ein Wachstum beim Internet-Fernsehprodukt waipu.tv. Die Prognose für 2026 bestätigte der Konzern. Die Aktien gewannen 0,9 Prozent.
Fraport meldete für den Monat April einen zweistelligen Passagierrückgang. Grund seien Streiks gewesen, hieß es. Die Papiere gaben um 0,7 Prozent nach. Die Schweizer Großbank UBS gab unterdessen ihre Verkaufsempfehlung für Fraport auf. Mit der jüngsten Korrektur im Zuge des Nahost-Kriegs sei der Kurs näher an den Fundamentalwert herangerückt, hieß es.
Die Anteile des IT-Dienstleisters Nagarro verloren im SDax gut 6 Prozent nach Quartalszahlen. Der schwache Nachfragetrend habe sich fortgesetzt, merkte Analyst Martin Comtesse von Jefferies an./ajx/stk
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