Unternehmen geben mehr Geld für Goldexploration aus, konzentrieren sich dabei aber auf möglichst risikoarme Projekte. Dies könnte zur Belastung der Projektpipeline werden.
Der Edelmetallexplorer Dryden Gold (ISIN: CA26245V1013, WKN: A3E1GE) informierte seine Aktionäre Anfang Juni über jüngste Bohrergebnisse aus dem Big Master System auf dem Projekt Gold Rock in Ontario. Unter den Resultaten: 3,24 Gramm Gold pro Tonne über 14,77 Meter und 1,02 Gramm Gold pro Tonne über 13,50 Meter.
CEO Trey Wasser sieht "weiterhin sowohl hochgradige Ergebnisse als auch ausgedehnte, oberflächennahe Abschnitte mit niedrigeren Gehalten auf der gesamten Fläche von einem Quadratkilometer bei Gold Rock." Die logische Konsequenz: Das laufende Bohrprogramm wurde auf nunmehr 45.000 Meter erweitert.
Dryden Gold erweitert Gold Rock Bohrprogramm auf 45.000 Meter
Dabei soll die Exploration durch ein zweites Bohrgerät beschleunigt werden. Ein Bohrgerät soll weiterhin die Untersuchung des Gebiets um Gold Rock auf weitere oberflächennahe, hochgradige Zonen ins Visier nehmen, während das zweite Bohrgerät die Erweiterung bekannter hochgradiger Zonen in der Tiefe anstrebt.
Präsidentin Maura Kolb sieht "mehrere überzeugende Gründe für diese Vorgehensweise." Erstens besteht großes Vertrauen in das neue geologische Modell, dessen Evaluierung durch intensivere Bohrungen beschleunigt wird. Zweitens haben die ersten Untersuchungen oberflächennaher Strukturschnitte vielversprechende Ergebnisse geliefert.
Mehr Tempo und höhere Ausgaben für die Exploration: Dryden Gold liegt damit im Trend. Einem aktuellen Bericht von S&P Global zufolge stiegen die globalen Budgets für die Goldexploration im Jahr 2025 im Jahresvergleich um 11 % auf 6,15 Mrd. USD und machten damit fast die Hälfte aller Ausgaben für die Exploration von Nichteisenmetallen aus.
Großkonzerne dominieren die Explorationsbudgets
Die Zahl der Goldexplorer stieg dem Bericht zufolge um 5 % auf 1.298. Dennoch ist insgesamt eine Konzentration der Goldexploration in zweierlei Hinsicht zu beobachten, merkt S&P Global Analyst Cesar Pastrana an. Die großen Unternehmen behielten seinem Bericht zufolge ihre Dominanz in der Goldexploration bei und erreichten 2025 mit Investitionen in Höhe von 3,5 Mrd. USD einen Anteil von 57 % an den gesamten Goldexplorationsbudgets - ein Anstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahr. "Von den 77 großen Unternehmen, die nach Gold suchen, stellten neun Unternehmen jeweils mehr als 100 Mio. USD bereit, verglichen mit sieben im Jahr 2024", beschreibt er die Reaktionen der Führungsetagen auf steigende Goldpreise.
Ein wesentlicher Teil dieser Investitionen konzentriert sich jedoch auf die Entwicklung fortgeschrittener Projekte, den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Erkundung bestehender Minen. So stiegen die Zuweisungen für Projekte im Frühstadium um 7 % - deutlich weniger als der Anstieg der Ausgaben für Minenstandorte um 26 %.
"Ein anhaltender Rückgang der Investitionen in die Basiserschließung gibt Anlass zu strukturellen Bedenken", sagt Pastrana - und führt Kanada als Beispiel an. Trotz eines Rückgangs um 2 % gegenüber dem Vorjahr blieb das Land mit Ausgaben von 1,27 Mrd. USD das führende Ziel bei der Goldexploration. Doch erste Schwächen der Pipeline werden sichtbar.
Dryden Gold füllt die Pipeline
Explorer erreichen irgendwann spätere Stadien und investieren ihre Budgets dann nicht mehr in die Exploration, sondern in die Projektentwicklung. In Kanada gilt dies etwa für McIlvenna Bay von Foran Mining, Skeena Resources bei Eskay Creek und West Red Lake bei Madsen: Diese einstigen Explorationsprojekte haben spätere Stadien erreicht, weshalb Investitionen nicht mehr den Explorationsausgaben zugerechnet werden. Dies wäre unproblematisch, rückten andere Projekte nach. Pastrana jedoch sieht Hinweise auf eine dünner werdende kanadische Goldprojektpipeline.
Explorer wie Dryden Gold, das sich im Mai über eine Privatplatzierung unter Beteiligung von Centerra Gold (ISIN: CA1520061021, WKN: A0B6PD) und Alamos Gold (ISIN: CA0115321089, WKN: A14WBB) frisches Kapital beschaffen konnte, arbeiten an der Aufrechterhaltung der Projektpipeline.
"Wir sind überzeugt, dass die systematische Untersuchung dieser oberflächennahen Ziele ein erhebliches Potenzial zur Wertsteigerung und Erweiterung des Gold-Rock-Projekts birgt. Bei Gold Rock gibt es derzeit nur sehr wenige Bohrpunkte unterhalb von 300 Metern, und das Tiefenpotenzial des Systems ist weitgehend unerforscht", sagt Maura Kolb.
Die Analysten von Couloir Capital sind vom Potenzial bei Gold Rock ebenfalls überzeugt - und sehen den fairen Wert der Aktie bei 1,20 CAD (aktueller Kurs: 0,31 CAD). So hätten die laufenden Bohrungen eine "starke Kontinuität" des Gold Rock Systems bestätigt. "Nachfolgende Bohrungen identifizierten drei neue hochgradige Adern, darunter 32,87 g/t Gold über 4,25 Meter bei Sparrow und 13,08 g/t Gold über 3,80 Meter bei Buccaneer", geht Analyst Ron Wortel auf Details ein.
Er verweist zudem auf die Erfolge der Erstbohrungen bei Hyndman, wo alle sechs Löcher auf eine Goldmineralisierung gestoßen seien - und die starke finanzielle und strategische Positionierung des Unternehmens. "Die Beteiligung von Alamos Gold und Centerra Gold an der neuen, aufgestockten Finanzierung signalisiert anhaltendes Vertrauen der Branche."
Aktuell wird Dryden Gold an der Börse mit rund 43 Mio. EUR bewertet. Der Aktienkurs bewegt sich seit September seitwärts. Weitere Explorationserfolge sollten das bislang skizzierte Potenzial des Gold Rock Projekts erhärten und auch die Bewertung wieder antreiben.
Weitere Informationen zu Dryden Gold finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
https://www.miningscout.de/minenaktien/dryden-gold-corp/
Unternehmen: Dryden Gold
TSXV: DRY
WKN: A3E1GE
ISIN: CA26245V1013
Webseite: https://drydengold.com
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