Die deutsche Herausforderung liegt nicht mehr in der Erzeugung von Strom, sondern darin, die wachsenden Strommengen künftig zu transportieren. Fakt ist: Die regulierte Vermögensbasis wächst in den kommenden Jahren mit hoher Dynamik. Wer heute Netze besitzt, kontrolliert damit einen der attraktivsten Teile der Wertschöpfungskette.
Für RWE gilt eine Mehrheitsbeteiligung an Amprion als klar nachvollziehbar. Es geht darum, das Geschäftsmodell um einen Bereich zu erweitern, der planbare Erträge, hohe Eintrittsbarrieren und langfristiges Wachstum vereint. Das erinnert uns an die Entwicklung großer europäischer Versorger wie IBERDROLA, deren Netzgeschäft inzwischen einen wesentlichen Teil des Unternehmenswerts ausmacht. RWE erhöht somit seine wirtschaftliche Beteiligung an Amprion von derzeit 25,1 % auf rund 55 %. Die Bewertung von Amprion beläuft sich auf etwa 10 Mrd. € Eigenkapitalwert und sollte bis 2031 auf 15,5 Mrd. € steigen. Auf Basis des Jahresüberschusses von 672 Mio. € für 2025 liegt das KGV bei rd. 15. Das liegt ca. 20 % unter üblicher Marktbewertung.
Angesichts des erwarteten Wachstums der regulierten Vermögensbasis (RAB) von durchschnittlich 18 % pro Jahr bis 2031 dürfte die Bewertung auf Basis der 2026er-Gewinne auf etwa 12,5 sinken. Finanziert hat RWE den Einstieg über den Verkauf von 74,3 Mio. Aktien zu 54 €, die knapp zur Hälfte aus einer Kapitalerhöhung und zur Hälfte aus dem Eigenbestand stammen. Die Platzierung war signifikant überzeichnet. Damit ist das Kursziel für RWE in Richtung 70 € auszuweiten.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 26 u. a.:
- Der Deal ist das Schlüsselwort dieses Jahres
- Die größte Industriebranche liefert einen desaströsen Eindruck
- DEUTZ befindet sich im Umbruch
- ECKERT & ZIEGLER: Neue Impulse
- GFT TECHNOLOGIES: KI und Robotik bekommen Gewicht
- Das Bild an der Wall Street bleibt unverändert
- Big Pharma hat seine Korrektur absolviert
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Für RWE gilt eine Mehrheitsbeteiligung an Amprion als klar nachvollziehbar. Es geht darum, das Geschäftsmodell um einen Bereich zu erweitern, der planbare Erträge, hohe Eintrittsbarrieren und langfristiges Wachstum vereint. Das erinnert uns an die Entwicklung großer europäischer Versorger wie IBERDROLA, deren Netzgeschäft inzwischen einen wesentlichen Teil des Unternehmenswerts ausmacht. RWE erhöht somit seine wirtschaftliche Beteiligung an Amprion von derzeit 25,1 % auf rund 55 %. Die Bewertung von Amprion beläuft sich auf etwa 10 Mrd. € Eigenkapitalwert und sollte bis 2031 auf 15,5 Mrd. € steigen. Auf Basis des Jahresüberschusses von 672 Mio. € für 2025 liegt das KGV bei rd. 15. Das liegt ca. 20 % unter üblicher Marktbewertung.
Angesichts des erwarteten Wachstums der regulierten Vermögensbasis (RAB) von durchschnittlich 18 % pro Jahr bis 2031 dürfte die Bewertung auf Basis der 2026er-Gewinne auf etwa 12,5 sinken. Finanziert hat RWE den Einstieg über den Verkauf von 74,3 Mio. Aktien zu 54 €, die knapp zur Hälfte aus einer Kapitalerhöhung und zur Hälfte aus dem Eigenbestand stammen. Die Platzierung war signifikant überzeichnet. Damit ist das Kursziel für RWE in Richtung 70 € auszuweiten.
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