Bei Gesco kommen die positiven Nachrichten derzeit vor allem aus dem Unternehmen selbst. Während große Teile der deutschen Industrie noch immer unter den Nachwirkungen von Krisenjahren, hohen Energiekosten und schwacher Nachfrage leiden, arbeitet die Mittelstandsholding konsequent an der Aufstellung und Profitabilität.
Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung. Nachdem der Gewinn bis 2024 infolge des schwierigen Marktumfelds auf nur noch 4,4 Mio. Euro eingebrochen war, gelang zuletzt eine deutliche Erholung: 2025 kletterte der Jahresüberschuss auf 9,9 Mio. Euro. Vorausgegangen waren einschneidende Entscheidungen wie die Trennung von margenschwachen Aktivitäten sowie strukturelle Anpassungen innerhalb des Portfolios.
Noch wichtiger ist der Blick nach vorn. Mit dem konzernweiten Verbesserungsprogramm "GESCO Business System" will das Management Prozesse vereinheitlichen, Effizienzpotenziale heben und die Ertragskraft der Beteiligungen nachhaltig steigern. In Summe soll das für 2026 einen weiteren Gewinnanstieg um 50 bis 100 Prozent ermöglichen. Auf der Hauptversammlung wurden zudem mehrere konkrete Projekte skizziert, die in den kommenden Quartalen zusätzliche Umsätze im zweistelligen Millionenbereich liefern könnten.
Am Kapitalmarkt überwiegt bislang allerdings Zurückhaltung. Offenbar bestehen Zweifel, ob der avisierte Gewinnsprung trotz eines weiterhin zähen Industrieumfelds realistisch ist. Genau darin könnte aber die Chance liegen: Sollte Gesco die eigenen Ziele erreichen, wirkt die Bewertung auf dem aktuellen Kursniveau weiterhin ausgesprochen moderat und für Value-Investoren einladend.
(aktien-globlal.de, erstellt 29.06.26, 9:24 Uhr, veröffentlicht 29.06.26, 9:39 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_gesco/gesco_auf_erholungskurs_trotz_gegenwind-24278/




