DJ S&P Global: Euroraum-Wirtschaft stabilisiert sich im Juni
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Wirtschaftstätigkeit im Euroraum hat sich im Juni stabilisiert. Der von S&P Global erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Produktion im verarbeitenden und nicht-verarbeitenden Gewerbe stieg in zweiter Veröffentlichung auf 50,0 (Mai: 48,5) Punkte. In erster Veröffentlichung waren 49,5 gemeldet worden. Laut S&P Global wurde das Produktionswachstum im verarbeitenden Gewerbe vom weiteren (jedoch abgeschwächten) Geschäftsrückgang im Servicesektor ausgeglichen. Der Service-PMI erhöhte sich in zweiter Veröffentlichung auf 49,4 (47,7) Punkte. Vorläufig waren 48,9 gemeldet worden.
Dass die Eurozone den rezessiven Bereich hinter sich ließ, war auf das beschleunigte Wachstum in Italien, Spanien und Irland zurückzuführen. Die beiden Schwergewichtsländer Deutschland und Frankreich verharrten zwar im rezessiven Bereich, die Talfahrt verlangsamte sich jedoch in beiden Fällen. Tatsächlich schrumpfte Deutschlands Privatwirtschaft nur noch minimal. Die Stabilisierung der Eurozone-Wirtschaftsleistung gelang trotz des anhaltenden - wenn auch schwächeren Nachfragerückgangs.
Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist verbesserten sich gegenüber dem jüngsten April-Tief ein weiteres Mal und fielen so optimistisch aus wie seit Ausbruch des Nahost-Krieges nicht mehr. Eines der zentralen Ergebnisse der Juni-Umfrage war die deutliche Abschwächung der Inflation. Zwar legten die Einkaufspreise erneut überdurchschnittlich stark zu, die Rate sank jedoch auf ein Vier-Monatstief. Folglich wurden auch die Verkaufspreise weniger kräftig angehoben als in den beiden Vormonaten.
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July 03, 2026 04:55 ET (08:55 GMT)
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