FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank einer Kaufempfehlung der US-Bank Jefferies für die Salzgitter-Aktien ist deren Kurs am Dienstag auf den höchsten Stand seit rund einem Monat gestiegen. Mit einem Aufschlag von 6,5 Prozent auf 54,75 Euro testeten sie die 50-Tage-Linie bei 54,47 Euro. Diese gilt als Indikator für den mittelfristigen Trend.
Analyst Cole Hathorn von Jefferies machte den Stahl- und Röhrenhersteller als einen der Hauptprofiteure protektionistischer Maßnahmen der Europäischen Union (EU) für Stahlimporte aus. Hinzu kämen steigende Stahlpreise in der EU sowie die Ausgaben des Bundes für die Infrastruktur ab dem kommenden Jahr. Salzgitter setze 76 Prozent des Umsatzes in Europa um und 42 Prozent auf dem Heimatmarkt.
Erst vor wenigen Tagen hatte JPMorgan-Analyst Dominic O'Kane seine Einstufung für Salzgitter von "Underweight" auf "Overweight" gedreht und das Kursziel von 31,40 auf 65,00 Euro mehr als verdoppelt.
Auch der JPM-Experte zeigte sich optimistisch für die europäische Stahlbranche. Die Protektionsmaßnahmen der Politik zeigten Wirkung und die Gewinnentwicklung der Unternehmen werde Fahrt aufnehmen, schrieb er. Für das zweite Halbjahr geht O'Kane von steigenden Stahlpreisen in Europa aus, rechnet für die Berichtssaison zum zweiten Quartal aber noch nicht mit positiven Überraschungen./bek/mis




