SALZGITTER (dpa-AFX) - Der Stahlhersteller Salzgitter hat nach dem ersten Halbjahr und der Komplettübernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) seine Jahresprognosen angehoben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2026 taxiert der Vorstand des MDax -Konzerns nun im Bereich von 725 bis 825 Millionen Euro statt bisher jeweils 100 Millionen Euro weniger, wie das Unternehmen am Freitag in Salzgitter mitteilte. Einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag führte das Management dabei auf die Konsolidierung des Zukaufs HKM zurück. Beim Umsatz visiert der Stahlkocher nun rund 10,0 Milliarden Euro an, eine halbe Milliarde mehr als bisher. Soviel - ein mittlerer dreistelliger Betrag - steuert dazu der Zukauf bei. Die Salzgitter-Aktie zog um bis zu gut 5 Prozent an, Analysten hatten für das Gesamtjahr bisher beim operativen Gewinn weniger auf dem Zettel.
Im ersten Halbjahr blieb der Außenumsatz mit 4,6 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert, wie es auf Basis vorläufiger Zahlen hieß. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg hingegen deutlich von 117 auf 459 Millionen Euro. In den Ergebnissen sei auch ein gestiegener Beitrag der Beteiligung Aurubis enthalten. Der Kupferkonzern trug 193 Millionen Euro in der Rechnungslegungsmethode "at-equity" bei, ein Jahr zuvor waren es nur 72 Millionen Euro gewesen./men/he




