DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
NEXPERIA - Der Chiphersteller Nexperia kann seine Abnehmer nach Monaten knapper Liefermengen wieder besser bedienen. "Wir stellen unseren Kunden jetzt Woche für Woche mehr Kapazität zur Verfügung", sagte Interimschef Stefan Tilger dem Handelsblatt. "Bis Jahresende sollten die größten Engpässe aufgelöst sein." Der niederländische Konzern mit seinem wichtigsten Werk in Hamburg hatte sich im Herbst mit seinem chinesischen Eigentümer überworfen. Seither fehlen große Stückzahlen an Nexperia-Chips, die für viele Industrieunternehmen unverzichtbar sind. (Handelsblatt)
VOLKSWAGEN - Der Direktor des Mercator Instituts für China-Studien (Merics - Mercator Institute for China Studies) mit Sitz in Berlin, Mikko Huotari, hat Volkswagen davor gewarnt, in China gebaute Autos nach Deutschland zu importieren oder auch chinesischen Autoherstellern Produktionskapazitäten in den hauseigenen Werkshallen in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Entsprechende Vorschläge hatte VW-Chef Blume in den vergangenen Wochen gemacht, um der Krise bei VW entgegenzuwirken. "Ich halte das für eine sehr riskante Wette", sagte Merics-Direktor Huotari. Die von VW in China allein oder im Rahmen von Joint Ventures produzierten Autos seien auch darum wettbewerbsfähiger, weil "sie in einem Umfeld staatlicher Steuerung und Subventionen entstehen und unter Arbeitsbedingungen hergestellt werden, die wir hier nicht so wollen", so der international renommierte China-Experte. "Für VW mag diese Wette kurz- oder mittelfristig noch aufgehen. Aber es entsteht ein importierter Preis- und Wettbewerbsdruck in der deutschen Volkswirtschaft, etwa auf Zulieferer und andere Autohersteller, der sich neben dem Innovationsdruck eben auch aus unfairen Wettbewerbsbedingungen und Arbeitsbedingungen speist, die wir hier nicht kopieren wollen." Beides entspreche nicht den Standards einer sozialen Marktwirtschaft und sollte sich darum auch nicht etablieren. (Welt)
AXA - Der französische Versicherungskonzern Axa trennt sich nach 30 Jahren von seiner Beteiligung am Privatmarktspezialisten Ardian. Wie der Vermögensverwalter mitteilt, verkauft Axa seinen Anteil von 10 Prozent, wird aber weiterhin in verschiedene Fonds investieren. Zu den Gründen für den Ausstieg machten die Beteiligten keine Angaben. Womöglich hängt die Entscheidung damit zusammen, dass Axa vergangenes Jahr seine Vermögensverwaltungssparte - inklusive des Alternative-Geschäfts - für rund 5,1 Milliarden Euro an BNP Paribas verkaufte und somit auch die Minderheitsbeteiligung an Ardian nicht mehr zur Kernstrategie passen könnte. Die weiteren Gesellschafter Assurances du Crédit Mutuel (ACM) und Wafra machen von ihren Vorkaufsrechten Gebrauch und stocken ihre Anteile auf. (Börsen-Zeitung)
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July 20, 2026 01:17 ET (05:17 GMT)
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