DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
SAP - SAP-Chef Christian Klein mahnt mit Blick auf die Gefahr, dass Europa bei der Künstlichen Intelligenz (KI) in eine gefährliche Abhängigkeit von den USA und China gerät, zu Tempo: "Wir müssen schnell agieren, niemand in den USA oder China wartet auf uns. Sie wollen uns alle schlagen." Deshalb müssten europäische Unternehmen bei angewandter KI vorangehen. Wegen der neuen KI-Konzerne steht SAPs Geschäftsmodell unter Druck, die Aktie verliert seit Monaten an Wert. SAP will gegensteuern, indem es 400 bis 500 neue Data Scientists einstellt. Durch KI werde etwa die Softwareentwicklung um 30 Prozent produktiver, sagt der SAP-Vorstandschef. "Kann man einen Stellenabbau komplett ausschließen? Nein, das wäre auch nicht ehrlich." Aktuell beschäftigt SAP etwa 112.000 Menschen weltweit. (Süddeutsche Zeitung)
SAP - Trotz einer strategischen Partnerschaft mit dem Startup n8n hat ein Team bei SAP nach Handelsblatt-Informationen heimlich an einem Konkurrenzprodukt gearbeitet. Das berichten drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Der Vorstand des Softwareherstellers soll demnach die Entwicklung gestoppt haben, nachdem er davon erfahren hatte. SAP kommentierte den Fall nicht im Detail. Vorstandsmitglied Sebastian Steinhäuser, der die Partnerschaft mit n8n verantwortet, sagte: "Wir hätten dieses Produkt nie kommerzialisiert, der Vorstand hätte zu 100 Prozent Nein gesagt." Das Top-Management habe sich klar auf n8n als Partner festgelegt. (Handelsblatt)
COMMERZBANK/UNICREDIT - Die schrittweise Übernahme der Commerzbank durch Unicredit hat eine wichtige behördliche Hürde genommen. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde Bafin teilte der italienischen Bank mit, dass ihr Antrag auf eine Mehrheitsbeteiligung weiterbearbeitet werden kann. Die Bafin habe Unicredit Ende Juli mitgeteilt, dass der Antrag der italienischen Bank zur Aufstockung seines Anteils an der Commerzbank vollständig sei, teilten mit der Angelegenheit vertraute Personen mit. (Handelsblatt)
KNDS - Nach dem vorerst gescheiterten Börsengang des deutsch-französischen Panzerherstellers KNDS verhandeln Unternehmen, Bundesregierung und Eigentümer über Alternativen. Dem Handelsblatt liegen Informationen aus Regierungskreisen vor, die vom ursprünglichen Plan abweichen. Demnach ist eine Option, dass Deutschland und Frankreich KNDS komplett in staatliche Hand bringen. Bislang gehört das Unternehmen, das unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und das Mehrzweckfahrzeug Boxer produziert, hälftig dem französischen Staat und den deutschen Familien Bode und Braunbehrens. Die Familien wollen aber ihre Anteile veräußern. Um Deutschlands Einfluss auf den wichtigen Rüstungslieferanten zu sichern, will die Bundesregierung einsteigen. (Handelsblatt)
MOONSHOT AI - Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI drängt auf den deutschen Markt. Das sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): "Deutschland steht auf der Topliste der priorisierten Länder", sagte eine von ihnen. Die Bemühungen richten sich sowohl auf Privatkunden als auch auf Unternehmen. Das Startup spricht dafür gezielt deutsche Unternehmen an, prüft eine erste Werbekampagne in der Bundesrepublik und stellt deutschsprechende Angestellte ein. Eine Internetseite, auf der Abonnements abgeschlossen werden können, ist ins Deutsche übersetzt worden. Eine Moonshot-AI-Sprecherin wollte sich auf Anfrage nicht äußern. (FAZ)
MOSS - Das Berliner Fintech Moss hat bei Investoren frisches Geld für seine Expansion eingesammelt und dabei erstmals eine Bewertung von einer Milliarde Euro erzielt. Das sagte Firmenchef und Mitgründer Ante Spittler dem Handelsblatt vorab. "Die neue Finanzierungsrunde über 30 Millionen Euro gibt uns zusätzlichen Spielraum für weitere Investitionen, insbesondere für den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz." Moss bietet Firmenkreditkarten an sowie eine digitale Plattform, über die Mittelständler ihre Ausgaben managen und ihre Finanzbuchhaltung führen können. Dabei setzt das 2019 gegründete Unternehmen seit einiger Zeit verstärkt KI-Lösungen ein. (Handelsblatt)
GOOGLE/ANTHROPIC - Google hat eines der größten Infrastrukturfinanzierungsprogramme der Geschichte auf die Beine gestellt, um Anthropic mit KI-Chips im Wert von mehr als 150 Milliarden US-Dollar zu beliefern. Die stark steigende Nachfrage vonseiten Anthropics, an dem Google als Investor beteiligt ist, hat den Techkonzern dazu veranlasst, eine weitreichende Aktion zu organisieren, um das Unternehmen mit seinen Chips zu versorgen. Dies geht aus Aussagen von Projektbeteiligten und aus Unterlagen hervor, die von der Financial Times geprüft wurden. Das Vorhaben vereint Google, Broadcom, Apollo, Blackstone, Morgan Stanley und eine Reihe von Krypto-Minern in einem Netzwerk von Transaktionen, das von der Chipfertigung bis zum Ausbau von Rechenzentren reicht. (Financial Times)
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August 05, 2026 01:04 ET (05:04 GMT)
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