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Small- & Micro Cap Investment
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Novo Nordisk gerät unter Druck, Eli Lilly zieht davon - warum Big Pharma dringend neue Wachstumstreiber braucht

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Mit Wegovy und Ozempic hat Novo Nordisk (ISIN: DK0062498333) einen der größten Pharmatrends der vergangenen Jahre geprägt. Doch an der Börse zeigt sich gerade, wie schnell sich die Erwartungen verändern können. Obwohl der dänische Konzern seine Jahresprognose zuletzt anhob, reagierten Anleger enttäuscht. Der Grund liegt weniger im aktuellen Geschäft als in der Frage, welche Medikamente nach der ersten großen GLP-1-Welle für Wachstum sorgen sollen. Gleichzeitig baut Eli Lilly (ISIN: US5324571083) seinen Vorsprung weiter aus. Für die gesamte Pharmabranche steckt darin eine wichtige Botschaft: Selbst ein milliardenschwerer Blockbuster reicht nicht aus, wenn die nächste Innovationsgeneration nicht bereits in der Pipeline steht.

Novo Nordisk bekommt den Innovationsdruck zu spüren

Der Wettbewerb zwischen den beiden Pharmariesen zeigt exemplarisch, wie wichtig eine starke Pipeline geworden ist. Im zweiten Quartal steigerte Novo Nordisk den bereinigten operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent und hob seine Prognose an. Trotzdem geriet die Aktie unter Druck. Neben den Verkäufen der neuen Wegovy-Tablette sorgten insbesondere Studiendaten zum Hoffnungsträger CagriSema für Enttäuschung. In einer direkten Diabetes-Studie konnte der Kandidat Lillys Tirzepatid bei der Blutzuckerkontrolle nicht übertreffen. Hinzu kam ein Rückschlag mit Ziltivekimab in einer späten klinischen Studie. Novo-Chef Mike Doustdar kündigte daraufhin an, Forschung und Entwicklung zu beschleunigen und auch ergänzende Akquisitionen zur Stärkung der Pipeline ins Auge zu fassen.

Eli Lilly zeigt, wie wertvoll mehrere Wachstumstreiber sein können

Beim US-Konkurrenten sieht das Bild momentan anders aus. Eli Lilly übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen und erhöhte seine Umsatzprognose für 2026 auf 85 bis 87 Milliarden US-Dollar. Allein Mounjaro und Zepbound kamen im Quartal zusammen auf fast 15 Milliarden US-Dollar Umsatz. Damit wird allerdings auch bei Lilly sichtbar, welche Dimension erfolgreiche Pharma-Plattformen inzwischen erreichen können - und wie hoch entsprechend der Druck ist, rechtzeitig die nächste Generation von Therapien aufzubauen. Genau deshalb investieren die großen Konzerne längst über ihre heutigen Blockbuster hinaus. Neurologie, Immunologie, Onkologie sowie Gen- und Zelltherapien gehören zu den Bereichen, in denen heute Technologien entwickelt werden, aus denen die Milliardenmärkte der kommenden Jahre entstehen könnten.

Johnson & Johnson setzt auf die nächste Generation der Zelltherapie

Wie weit dieser Blick inzwischen reicht, zeigt Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046). Ende Juli vereinbarte der Pharmakonzern eine strategische Zusammenarbeit mit Sail Biomedicines. Gemeinsam wollen die Unternehmen In-vivo-CAR-T-Therapien für immunvermittelte Erkrankungen entwickeln. Johnson & Johnson sicherte sich zudem eine exklusive Option zur vollständigen Übernahme von Sail. Der Ansatz könnte eine der großen Einschränkungen heutiger CAR-T-Therapien adressieren. Statt Zellen außerhalb des Körpers zu entnehmen, genetisch zu verändern und anschließend wieder zu infundieren, sollen die therapeutischen CAR-T-Zellen direkt im Körper entstehen. Johnson & Johnson spricht dabei ausdrücklich von einer potenziell skalierbaren Technologie und möchte die Plattform perspektivisch auf weitere therapeutische Ziele ausweiten. Damit verschiebt sich auch die Wahrnehmung der Zelltherapie. Was lange hauptsächlich als hochspezialisierte Behandlung bestimmter Krebserkrankungen galt, entwickelt sich zunehmend zu einer breiteren Technologieplattform.

Mesoblast ist bereits einen entscheidenden Schritt weiter

In diesem Umfeld ist auch Mesoblast (ISIN: AU000000MSB8) interessant. Das australische Biotechnologieunternehmen verfolgt zwar einen völlig anderen technologischen Ansatz als CAR-T-Anbieter, setzt aber ebenfalls auf die Möglichkeit, eine Zellplattform für unterschiedliche Erkrankungen einzusetzen. Der entscheidende Unterschied zu vielen frühen Zelltherapieunternehmen: Mit Ryoncil hat Mesoblast bereits den Sprung in die kommerzielle Phase geschafft. Für das Ende Juni abgeschlossene Geschäftsjahr meldete das Unternehmen einen Ryoncil-Nettoumsatz von 115 Millionen US-Dollar. Allein im vierten Quartal waren es 36 Millionen US-Dollar.Parallel entwickelt Mesoblast seine Pipeline weiter. Im Juli erreichte die zulassungsrelevante Phase-III-Studie mit rexlemestrocel-L gegen chronische Rückenschmerzen den Zielwert von 300 behandelten Patienten. Zudem arbeitet das Unternehmen an seinem Programm gegen Herzinsuffizienz und hatte bereits im April eine CAR-basierte Plattform übernommen, mit der künftig präziser ausgerichtete Zellprodukte entwickelt werden sollen.

Vom einzelnen Blockbuster zum Innovationsmotor

Die jüngsten Entwicklungen bei Novo Nordisk verdeutlichen, warum dieser Punkt für Anleger entscheidend ist. Ein erfolgreiches Medikament kann enorme Umsätze generieren. Langfristig bewertet der Kapitalmarkt aber auch die Fähigkeit eines Unternehmens, daraus weitere Wachstumstreiber entstehen zu lassen. Deshalb gewinnen Plattformen an Bedeutung. Sie eröffnen theoretisch die Möglichkeit, eine wissenschaftliche Grundlage auf unterschiedliche Produkte und Indikationen zu übertragen. Bei GLP-1 ist genau das bereits gelungen. Bei neuen Zelltherapien steht diese Entwicklung teilweise noch am Anfang.

Fazit

Der aktuelle Wettbewerb zwischen Novo Nordisk und Eli Lilly zeigt, wie schnell sich die Erwartungen an selbst die erfolgreichsten Pharmakonzerne verändern können. Heute zählen Milliardenumsätze - morgen fragt der Kapitalmarkt bereits nach dem nächsten Wachstumstreiber. Dass Johnson & Johnson gleichzeitig in eine neue In-vivo-CAR-T-Plattform investiert, zeigt, wo Big Pharma nach solchen Innovationen sucht. Zelltherapien könnten dabei zunehmend über ihre bisherigen Einsatzgebiete hinauswachsen. Mesoblast (ISIN: AU000000MSB8) befindet sich mit einem bereits kommerzialisierten Produkt, mehreren fortgeschrittenen Programmen und der Erweiterung seiner Zelltechnologie in einem Markt, in dem genau diese Fähigkeit, aus einer Technologie mehrere Wachstumstreiber zu entwickeln, zunehmend an Bedeutung gewinnt.


Quellen:

Reuters - Novo CEO looks to speed up R&D as share drop shows gap with Lilly
https://www.reuters.com/legal/litigation/novo-ceo-faces-investor-grilling-after-outlook-hike-soured-by-pipeline-concerns-2026-08-05/

Reuters - Novo outlook hike falls flat as Wegovy pill sales fail to impress
https://www.reuters.com/legal/litigation/novo-nordisks-q2-profit-beats-forecasts-raises-outlook-2026-08-04/

Reuters - Lilly beats estimates on resilient demand for injectable GLP-1 drugs, widens gap with Novo
https://www.reuters.com/business/healthcare-pharmaceuticals/eli-lilly-raises-annual-revenue-forecast-obesity-diabetes-drug-demand-stay-2026-08-05/

Johnson & Johnson - Collaboration with Sail Biomedicines to Advance In Vivo CAR-T Programs
https://www.jnj.com/media-center/press-releases/johnson-johnson-announces-collaboration-with-sail-biomedicines-to-advance-in-vivo-car-t-programs-and-transform-autoimmune-disease-through-immune-reset

Mesoblast - ASX Announcements 2026
https://investorsmedia.mesoblast.com/asx-announcements/

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Land: Australien / ISIN: AU000000MSB8

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