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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Verhaltener Wochenauftakt - SIG Group bricht ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Verhaltener Wochenauftakt - SIG Group bricht ein

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind kaum verändert in die neue Woche gestartet. Der DAX gewinnt 0,1 Prozent auf 26.465 Zähler und bewegt sich damit weiterhin in Reichweite seines Rekordhochs bei 26.573,50 Zählern. Der Euro-Stoxx-50 notiert 0,4 Prozent höher bei 6.567 Zählern, die Umsätze sind noch immer recht dünn. In Europa stellen die Technologiewerte mit Plus 1,6 Prozent den größten Gewinner. Der Euro tendiert etwas fester bei gut 1,16 Dollar, während Brentöl bisher relativ unaufgeregt bei 88,21 Dollar je Fass umgesetzt wird.

Marktteilnehmer werten weiterhin die jüngste Welle an Unternehmenszahlen der Berichtssaison aus und verfolgen aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. "Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen."

Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass für die kommenden Tage von der Seite kaum Impulse zu erwarten sind. Aus dem Stoxx-600 berichten im Verlauf der Woche nur noch 30 Unternehmen, gewichtige Konjunkturdaten stehen mit den Einkaufsmanager-Indizes erst am Freitag im Kalender.

Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite ist extrem dünn. Daher könnten Analysten mit ihren Umstufungen Einzelwerten Impulse geben. So hat die Bank of America die Aktie von Salzgitter mit Kaufen wieder aufgenommen, die Aktie notiert 5,3 Prozent höher. Infineon stellt mit plus 2,3 Prozent den Gewinner im DAX, hier soll Goldman Sachs optimistischer sein.

OHB legen knapp 5 Prozent zu. Hier werde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, so ein Marktteilnehmer. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern, heißt es.

SIG Group bricht ein - Abrupter CEO-Wechsel verstimmt

Bei SIG Group (-16%) belastet zum Start in die Woche, dass CEO Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt, es ist bereits der zweite CEO-Wechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist. Der Kapitalmarkttag am 27.10. wird für die Analysten nun zu einem zentralen Katalysator. Das Management habe dann eine klare und glaubwürdige Erklärung für den Führungswechsel zu liefern.

Steyr Motors (-12%) hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst und die Mittelfristprognose für das Geschäftsjahr 2027 zurückgenommen. Als Grund nennt das Unternehmen Verzögerungen bei internationalen Defense-Projekten, insbesondere infolge verzögerter öffentlicher Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse. Dadurch konnten im ersten Halbjahr 2026 ursprünglich geplante Umsätze von rund 10 Millionen Euro nicht realisiert werden.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.567,49  +0,4   27,90    6.539,59    13,4 
Stoxx-50        5.528,95  +0,4   23,96    5.504,99    12,4 
DAX          26.465,25  +0,1   24,94    26.440,31    8,1 
MDAX          32.492,39  +0,1   28,00    27.039,42    6,1 
TecDAX         4.099,55  -0,2   -6,32    3.091,28    13,2 
SDAX          18.615,30  -0,1   -18,21    13.062,07    8,4 
FTSE          10.787,52  +0,4   37,41    10.750,11    8,6 
CAC           8.640,49  +0,0    3,69    8.636,79    6,0 
SMI          14.376,94  -0,1   -13,73    14.390,67    8,4 
ATX           6.719,48  -0,2   -13,68    6.733,16    26,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:47 
EUR/USD          1,1607  +0,3   0,0038     1,1569   1,1581 
EUR/JPY          184,46  +0,1   0,1600      184,3  184,3300 
EUR/CHF          0,938  -0,3  -0,0027     0,9407   0,9396 
EUR/GBP          0,8557  +0,2   0,0013     0,8544   0,8544 
USD/JPY          158,91  -0,2  -0,3900      159,3  159,1600 
GBP/USD          1,3561  +0,2   0,0031      1,353   1,3550 
USD/CNY          6,7386  -0,0  -0,0026     6,7412   6,7412 
USD/CNH          6,738  -0,1  -0,0063     6,7443   6,7425 
AUS/USD          0,712  +0,6   0,0039     0,7081   0,7090 
Bitcoin/USD      63.506,80  +0,7   463,95    63.042,85 62.935,68 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         81,87  -0,6   -0,53      82,4 
Brent/ICE         88,21  -0,4   -0,31      88,52 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.408,17  +0,7   32,28    4.375,89 
Silber           65,86  +1,9    1,20      64,66 
Platin         1.762,77  +0,9   15,05    1.747,72 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/thl/cln

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August 17, 2026 03:52 ET (07:52 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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