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40 Milliarden Dollar für kritische Rohstoffe - warum die USA bei Wolfram jetzt schneller sind als Europa

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Im globalen Rennen um kritische Rohstoffe scheint sich gerade ein bemerkenswerter Abstand aufzutun. Während Europa seit Jahren über strategische Autonomie, resilientere Lieferketten und den Critical Raw Materials Act diskutiert, setzen die USA zunehmend auf eine wesentlich direktere Strategie: Geld, Beteiligungen und staatlich unterstützte Projekte. Nach einem aktuellen Bericht der Financial Times haben die Vereinigten Staaten seit 2022 rund 40 Milliarden US-Dollar für Projekte im Bereich kritischer Rohstoffe mobilisiert. Europa kommt deutlich langsamer voran. Für einen Rohstoff könnte dieser Unterschied besonders wichtig werden: Wolfram. Das Metall wird für Verteidigung, Werkzeugindustrie, Luftfahrt und Halbleiter benötigt, während die westliche Welt weiterhin stark von konzentrierten Lieferketten abhängig ist. Produzenten wie Almonty Industries Inc. (ISIN: CA0203981XXX) zeigen bereits, welchen Wert neue nicht-chinesische Quellen besitzen können. Doch wenn die USA tatsächlich schneller neue Lieferketten aufbauen als Europa, könnte langfristig eine andere Gruppe von Unternehmen interessant werden: Explorer wie Adelayde Exploration Inc. (ISIN: CA0068131097), die heute an den möglichen Rohstoffprojekten von morgen arbeiten.

Amerika macht aus Rohstoffpolitik Industriepolitik

Die Dimension der amerikanischen Strategie wird besonders im Vergleich mit Europa sichtbar. Laut Financial Times haben die USA seit 2022 rund 40 Milliarden US-Dollar für kritische Rohstoffprojekte mobilisiert. Die EU hat zwar 75 strategische Projekte ausgewählt und will Genehmigungsverfahren beschleunigen, doch für 2026 wurden dem Bericht zufolge bislang rund sechs Milliarden Euro an Unterstützung zugesagt. Gleichzeitig geht Washington einen Schritt weiter als klassische Förderprogramme. Der amerikanische Staat ist bereit, direkt in Unternehmen und Projekte zu investieren. Besonders deutlich wurde das beim Seltene-Erden-Produzenten MP Materials, bei dem das US-Verteidigungsministerium eine Investition von 400 Millionen US-Dollar vereinbarte. Dahinter steckt ein grundlegender Strategiewechsel: Kritische Rohstoffe werden nicht länger ausschließlich dem freien Markt überlassen. Washington betrachtet den Zugang zu bestimmten Metallen zunehmend als Bestandteil der nationalen Sicherheits- und Industriepolitik. Für Europa könnte daraus ein Problem entstehen. Denn während Brüssel noch versucht, regulatorische Rahmenbedingungen und Förderprogramme miteinander zu koordinieren, entstehen auf der anderen Seite des Atlantiks bereits konkrete staatlich unterstützte Lieferketten.

Bei Wolfram wird der Zeitdruck besonders deutlich

Wolfram zeigt exemplarisch, warum Geschwindigkeit inzwischen entscheidend wird. Das Metall besitzt den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle und wird aufgrund seiner Härte und Temperaturbeständigkeit in zahlreichen Hochleistungsanwendungen eingesetzt. Hartmetallwerkzeuge, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und bestimmte Anwendungen der Halbleiterindustrie sind auf Wolfram angewiesen. Gleichzeitig hat China über viele Jahre einen dominierenden Anteil an Förderung und Verarbeitung aufgebaut. Exportkontrollen haben die Versorgungssituation außerhalb Chinas zusätzlich verschärft. Die Folgen sind inzwischen deutlich am Markt sichtbar. Argus berichtete am 20. August, dass europäische APT-Preise trotz einer jüngsten Korrektur noch immer nahezu 500 Prozent über dem Niveau des Vorjahres lagen. APT, Ammoniumparawolframat, ist ein wichtiges Zwischenprodukt der Wolframindustrie. Der enorme Preisanstieg trifft deshalb nicht nur Anleger und Bergbauunternehmen, sondern unmittelbar europäische Hersteller, die Wolfram weiterverarbeiten.

Damit entsteht für Europa eine unangenehme Situation. Die Industrie benötigt den Rohstoff heute, während neue Minen erst in vielen Jahren zusätzliche Mengen liefern könnten. Exploration, Bohrungen, Ressourcenschätzungen, metallurgische Untersuchungen, Genehmigungen, Finanzierung und Minenbau benötigen Zeit. Selbst Milliardeninvestitionen können diese Entwicklung nur begrenzt beschleunigen. Geld kann eine Mine finanzieren - aber es kann keine wirtschaftliche Lagerstätte erzeugen, wenn diese vorher nicht gefunden und entwickelt wurde.

Almonty zeigt, was eine neue westliche Wolframquelle plötzlich wert sein kann

Wie stark sich dieses Umfeld bereits auf einzelne Unternehmen auswirkt, zeigt Almonty Industries Inc. (ISIN: CA0203981XXX). Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von rund 43 Millionen CAD. Im Vorjahresquartal waren es lediglich rund 7,2 Millionen CAD gewesen - ein Anstieg von rund 498 Prozent. Das Ergebnis aus dem Minenbetrieb erreichte rund 26,1 Millionen CAD. Gleichzeitig befindet sich mit Sangdong in Südkorea eines der bedeutendsten neuen Wolframprojekte außerhalb Chinas in der Hochlaufphase. Anfang Juli hatte Almonty den Beginn des Verarbeitungsbetriebs gemeldet. Sobald Phase I vollständig hochgefahren ist, soll die Anlage nach Unternehmensangaben eine Verarbeitungskapazität von rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr erreichen. Eine bereits genehmigte zweite Phase könnte die Kapazität später auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen erhöhen. Almonty wird damit zu einem interessanten Beispiel dafür, was passieren kann, wenn ein über Jahre entwickeltes Rohstoffprojekt genau in dem Moment die Produktionsphase erreicht, in dem geopolitische Veränderungen den Wert alternativer Lieferketten erhöhen. Mitte August genehmigte das Unternehmen zudem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 300 Millionen US-Dollar über drei Jahre. CEO Lewis Black begründete den Schritt unter anderem damit, dass der Markt nach Einschätzung des Unternehmens den strategischen Wert der Wolframassets nicht vollständig widerspiegele. Doch gerade der Aufstieg von Almonty macht das langfristige Problem sichtbar: Ein einzelner neuer Produzent reicht nicht aus, um die westlichen Lieferketten dauerhaft abzusichern.

Die USA investieren nicht nur in Produzenten - sondern in die nächste Generation

Genau hier unterscheidet sich die amerikanische Strategie zunehmend von einer reinen Rohstoffförderung. Washington unterstützt nicht erst Unternehmen, wenn eine Mine fertig gebaut ist. Staatliche Gelder fließen bereits in Projektentwicklung, Machbarkeitsstudien, Verarbeitungskapazitäten und neue Lieferketten. Damit versucht die Politik, Projekte Jahre vor einer möglichen Produktion strategisch zu positionieren. Auch Kanada verfolgt einen ähnlichen Ansatz - und genau dort wird die Geschichte für Adelayde interessant. Das Sisson Tungsten-Molybdenum Project von Northcliff Resources in New Brunswick wurde von der kanadischen Regierung an das Major Projects Office verwiesen. Kanada sieht darin ausdrücklich die Möglichkeit, die heimische Wolframproduktion wiederzubeleben, nachdem die letzte kanadische Wolframmine 2015 geschlossen wurde. Die Bundesregierung stellt 8,2 Millionen CAD für weitere Arbeiten am Projekt bereit. Zusätzlich erhielt Northcliff nach Unternehmensangaben 15 Millionen US-Dollar vom US-Verteidigungsministerium. Damit investieren Kanada und die USA bereits gemeinsam in die Entwicklung einer möglichen zukünftigen Wolframquelle. Und unmittelbar daneben befindet sich ein deutlich kleineres Unternehmen: Adelayde Exploration Inc. (ISIN: CA0068131097).

Adelayde exploriert direkt neben einem strategisch unterstützten Projekt

Adelaydes Sisson North Tungsten Project umfasst rund 9.780 Acres und grenzt unmittelbar an das Sisson-Projekt. Diese Nachbarschaft ist einer der interessantesten Aspekte der Investmentstory - muss aber richtig eingeordnet werden. Die Mineralisierung einer benachbarten Lagerstätte ist kein Beweis, dass auf den Flächen von Adelayde ebenfalls eine wirtschaftliche Wolframlagerstätte vorhanden ist. Adelayde befindet sich in einer frühen Explorationsphase, und erst weitere geologische Arbeiten können zeigen, was tatsächlich im Boden steckt. Trotzdem verändert die politische Entwicklung von Sisson den Kontext. Wenn Kanada und die USA staatliche Gelder in die Entwicklung eines Wolframprojekts investieren, erhält zwangsläufig auch der umliegende Distrikt mehr Aufmerksamkeit. Adelayde hat auf Sisson North im Frühjahr ein helikoptergestütztes Explorationsprogramm mit aeromagnetischen, radiometrischen und VLF-Untersuchungen abgeschlossen. Die gewonnenen Daten sollen dazu dienen, die geologischen Strukturen des Projekts besser zu verstehen und mögliche Ziele für weitere Arbeiten einzugrenzen. Parallel wurden entsprechende Arbeiten auf dem George Lake South Antimony Tungsten Project durchgeführt. Adelayde bietet damit zusätzlich Exposure zu Antimon, einem weiteren kritischen Rohstoff, dessen Lieferketten ebenfalls stark konzentriert sind.

Der Unterschied zu Almonty könnte für spekulative Anleger gerade interessant sein

Natürlich lässt sich Adelayde heute nicht sinnvoll mit Almonty vergleichen. Almonty produziert bereits beziehungsweise fährt eine neue große Mine hoch, besitzt Abnahmeverträge und kann zunehmend anhand von Umsatz, Produktion und zukünftigen Cashflows bewertet werden. Adelayde steht dagegen am anderen Ende der Entwicklungskette. Noch muss überhaupt gezeigt werden, ob die eigenen Projekte eine Mineralisierung besitzen, aus der eines Tages eine wirtschaftlich relevante Ressource entstehen könnte. Das macht die Aktie erheblich spekulativer. Doch wer nach der nächsten Generation möglicher Rohstoffprojekte sucht, muss zwangsläufig genau in dieser frühen Phase suchen. Jede produzierende Mine war einmal ein Explorationsprojekt. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass nur ein kleiner Teil dieser Projekte tatsächlich den gesamten Weg bis zur Produktion schafft. Für Anleger bedeutet das hohe Risiken, aber gleichzeitig ein völlig anderes Ausgangsniveau als bei bereits etablierten Produzenten. Gerade deshalb könnte die aktuelle Rohstoffpolitik für kleinere Explorer relevant werden. Wenn Staaten Milliarden bereitstellen, um Lieferketten aufzubauen, benötigen sie langfristig eine Pipeline von Projekten. Nicht jedes davon wird erfolgreich sein. Aber ohne Exploration entstehen überhaupt keine neuen Minen.

Europa könnte am Ende nicht am Geld, sondern an der Zeit scheitern

Genau darin liegt möglicherweise das größte Problem Europas. Die EU hat mit dem Critical Raw Materials Act klare Ziele formuliert und strategische Projekte ausgewählt. Doch selbst wenn morgen deutlich mehr Kapital bereitgestellt würde, könnten viele dieser Projekte nicht sofort produzieren. Die Financial Times verweist auf Warnungen des Europäischen Rechnungshofs, wonach zahlreiche Projekte die für 2030 angestrebten Versorgungsziele möglicherweise nicht rechtzeitig erreichen. Die USA versuchen dagegen bereits heute, Projekte über direkte Investitionen, staatliche Beteiligungen und internationale Partnerschaften schneller voranzutreiben. Bei Wolfram könnte dieser Zeitvorsprung besonders relevant werden. Wenn europäische APT-Preise innerhalb eines Jahres um mehrere Hundert Prozent steigen, während gleichzeitig westliche Verteidigungs-, Halbleiter- und Industrieunternehmen sichere Lieferketten benötigen, wird jeder zusätzliche nicht-chinesische Rohstoffstrom strategisch wertvoller. Produzenten wie Almonty profitieren bereits von dieser Entwicklung. Die nächste Phase könnte darin bestehen, dass Investoren stärker danach fragen, welche Projekte überhaupt das Potenzial besitzen, eines Tages zu neuen Produzenten zu werden.

Fazit: 40 Milliarden Dollar kaufen Projekte - aber keine verlorenen Jahre zurück

Die USA machen derzeit deutlich, wie ernst sie den Wettbewerb um kritische Rohstoffe nehmen. Rund 40 Milliarden US-Dollar wurden seit 2022 für entsprechende Projekte mobilisiert. Washington investiert direkt in Unternehmen, fördert neue Verarbeitungskapazitäten und arbeitet mit verbündeten Staaten an alternativen Lieferketten. Europa verfügt ebenfalls über ambitionierte Pläne, bewegt sich bislang jedoch deutlich langsamer. Bei Wolfram könnte genau dieser Unterschied entscheidend werden, denn neue Minen benötigen Jahre, bevor sie überhaupt Material liefern können. Almonty Industries Inc. zeigt bereits, welchen Wert eine neue nicht-chinesische Wolframquelle in diesem Umfeld bekommen kann. Adelayde Exploration Inc. (ISIN: CA0068131097) befindet sich dagegen ganz am Anfang und trägt entsprechend wesentlich höhere Risiken. Doch mit Sisson North exploriert das Unternehmen unmittelbar neben einem Wolframprojekt, in dessen Entwicklung Kanada und die USA bereits staatliches Kapital investieren. Ob Adelayde auf den eigenen Flächen jemals eine wirtschaftlich relevante Lagerstätte nachweisen kann, ist heute vollkommen offen. Für spekulative Anleger könnte jedoch genau hier die interessante Frage beginnen: Wenn die USA Milliarden investieren, um sich die Rohstoffe der Zukunft zu sichern - welche kleinen Explorationsprojekte könnten eines Tages überhaupt zu den Minen werden, die der Westen dafür braucht?

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Quellen:

EU slips further behind US in race for critical minerals
https://www.ft.com/content/c6220205-ee40-4b71-95c0-d53399a17cd1

W prices soften but EU already hit by cost surge
https://www.argusmedia.com/en/news-and-insights/latest-market-news/2867542-w-prices-soften-but-eu-already-hit-by-cost-surge

Almonty Industries Reports Second Quarter 2026 Financial Results
https://www.nasdaq.com/press-release/almonty-industries-reports-second-quarter-2026-financial-results-2026-08-11

Almonty launches up to $300m share buyback programme
https://www.miningweekly.com/article/almonty-launches-up-to-300m-share-buyback-programme-2026-08-18

Northcliff Resources' Sisson Mine - Major Projects Office
https://www.canada.ca/en/privy-council/major-projects-office/projects/national/northcliff.html

Government of Canada Invests in New Brunswick to Strengthen Critical Mineral Supply Chains
https://www.canada.ca/en/natural-resources-canada/news/2025/08/government-of-canada-invests-in-new-brunswick-to-strengthen-critical-mineral-supply-chains.html

Adelayde Exploration Completes Work Programs on the Sisson North Tungsten Project and the George Lake South Tungsten Antimony Project in New Brunswick
https://www.adelaydeexp.com/2026/05/completes-work-programs-on-sisson-north-and-george-lake-south-tungsten-antimony-projects/


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Adelayde Exploration Inc.
Land: Kanada
ISIN: CA0068131097
https://www.adelaydeexp.com/

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