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Almonty produziert, Rheinmetall braucht Nachschub - doch die USA behalten jetzt sogar ihren Wolframschrott

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Was muss passieren, damit eine Weltmacht beginnt, selbst ihren Metallschrott wie einen strategischen Rohstoff zu behandeln? Genau diese Frage stellt sich derzeit beim Wolfram. Die USA haben beschlossen, den Export von wolframhaltigem Schrott ab dem 27. August für zunächst ein Jahr zu blockieren. Das Material soll stattdessen im eigenen Land bleiben und der heimischen Recyclingindustrie zur Verfügung stehen. Was zunächst wie eine technische Entscheidung der Rohstoffpolitik klingt, sendet ein bemerkenswertes Signal an den Markt: Wolfram ist offenbar so wichtig geworden, dass Washington nicht nur neue Minen und alternative Lieferketten sucht, sondern inzwischen sogar verhindern will, dass bereits vorhandenes Material das Land verlässt. Gleichzeitig baut Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009) seine Produktionskapazitäten weiter massiv aus, während Almonty Industries Inc. (ISIN: CA0203981XXX) mit Sangdong eine neue nicht-chinesische Wolframquelle hochfährt. Für Anleger entsteht daraus eine spannende Frage: Wenn Produzenten wie Almonty heute gebraucht werden - welche Unternehmen entwickeln die Wolframprojekte, die der Westen morgen benötigen könnte?

Die USA behalten jetzt sogar ihren Wolframschrott

Die Entscheidung aus Washington ist ungewöhnlich deutlich. Das US-Handelsministerium will Exporte von wolframhaltigem Schrott und sogenannter Black Mass aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien zunächst für ein Jahr blockieren. Ziel ist es, mehr kritische Rohstoffe innerhalb der USA zurückzugewinnen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu reduzieren. Dabei offenbart die Maßnahme gleichzeitig das eigentliche Problem: Reuters zufolge verfügt die amerikanische Recyclingindustrie derzeit noch nicht über ausreichende Kapazitäten, um sämtliche verfügbaren Materialien selbst zu verarbeiten. Die USA halten also Rohstoffe im Land, obwohl die Infrastruktur für deren vollständige Wiederverwertung erst aufgebaut werden muss. Genau darin zeigt sich, wie stark sich die Wahrnehmung kritischer Rohstoffe verändert hat. Früher wurde Schrott exportiert, wenn anderswo bessere Preise erzielt werden konnten. Heute wird er zur strategischen Reserve einer zukünftigen Lieferkette. Besonders brisant wird das vor dem Hintergrund neuer US-Regeln für den Verteidigungssektor, die ab Januar 2027 die Beschaffung bestimmter kritischer Materialien aus China einschränken.

Rheinmetall baut Fabriken - doch ohne Rohstoffe läuft keine davon

Während die Politik versucht, Lieferketten abzusichern, steigt der industrielle Bedarf weiter. Rheinmetall steht exemplarisch für diese Entwicklung. Der deutsche Rüstungskonzern gehört bereits zu den größten Munitionsherstellern der westlichen Welt und erweitert seine Kapazitäten weiter. Erst Ende Juli legte Rheinmetall im bayerischen Aschau den Grundstein für eine der größten und modernsten Pulverfabriken Europas. Künftig sollen dort Kapazitäten für mehr als eine Million Treibladungsmodule entstehen. Wolfram ist dabei selbstverständlich nur einer von vielen Rohstoffen, die entlang moderner industrieller und militärischer Lieferketten benötigt werden. Doch seine besonderen Eigenschaften machen das Metall für zahlreiche Anwendungen schwer ersetzbar. Kanada nennt unter anderem Schneidwerkzeuge, Stahl, militärische Munition und Schutzausrüstung als Einsatzgebiete. Gleichzeitig sind die globalen Wolframmärkte stark konzentriert. Das macht die Frage nach neuen westlichen Quellen zunehmend zu einem strategischen Thema. Denn neue Rüstungsfabriken lassen sich mit Milliardeninvestitionen errichten - neue Rohstofflagerstätten kann man dagegen nicht einfach bestellen. Sie müssen gefunden, untersucht, genehmigt, finanziert und schließlich entwickelt werden.

Almonty zeigt, was Versorgungssicherheit plötzlich wert ist

Wie stark sich die Prioritäten verschoben haben, zeigt Almonty Industries. Anfang Juli begann das Unternehmen mit der Verarbeitung von Erz in seiner Sangdong-Mine in Südkorea. Damit erfolgte der entscheidende Übergang vom jahrelangen Minenaufbau zur Produktion von verkaufsfähigem Wolframkonzentrat. Für westliche Industriekunden kommt diese zusätzliche Quelle zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Nur wenige Wochen später verlängerte die Plansee Group ihre langfristige Abnahmevereinbarung mit Almonty vorzeitig um weitere sechs Jahre auf insgesamt 21 Jahre. Plansee bezeichnet die Vereinbarung ausdrücklich als wichtigen Baustein für die langfristige Wolframversorgung Europas und der USA. Allein die Laufzeit ist bemerkenswert. Industrieunternehmen sichern sich Wolfram nicht für zwei oder drei Jahre, sondern über mehr als zwei Jahrzehnte. Plansee-Chef Karlheinz Wex bezeichnete Wolfram zuletzt sogar sinngemäß als eine Art Lebensversicherung für die Industrie. Für Anleger ist das vielleicht eines der stärksten Signale der aktuellen Entwicklung: Die Diskussion dreht sich längst nicht mehr ausschließlich darum, was eine Tonne Wolfram heute kostet. Entscheidend wird zunehmend, ob Unternehmen in zehn oder zwanzig Jahren überhaupt zuverlässig Material erhalten.

Doch woher kommt das Wolfram nach Almonty?

Genau hier wird die Geschichte für kleinere Explorationsunternehmen interessant. Sangdong zeigt, wie wichtig eine neue nicht-chinesische Produktionsquelle werden kann. Doch selbst erfolgreiche Produzenten können die westliche Versorgung nicht alleine sicherstellen. Neue Projekte müssen nachrücken - und jede zukünftige Mine beginnt irgendwann als Explorationsprojekt. Das bedeutet nicht, dass jeder Explorer automatisch zum Produzenten wird. Im Gegenteil: Exploration gehört zu den spekulativsten Bereichen des Rohstoffmarktes. Geologische Annahmen können sich als falsch herausstellen, Bohrergebnisse können enttäuschen und selbst gute Lagerstätten müssen wirtschaftlich entwickelbar sein. Doch wenn der Westen in zehn oder zwanzig Jahren zusätzliche Wolframminen benötigt, müssen die entsprechenden Projekte bereits heute gesucht und entwickelt werden. Genau diese frühe Position nimmt Adelayde Exploration Inc. (ISIN: CA0068131097) ein. Das Unternehmen verfügt mit dem Sisson North Tungsten Project über rund 9.780 Acres in New Brunswick. Besonders interessant ist die Lage: Sisson North grenzt unmittelbar an das Sisson Tungsten Project von Northcliff Resources. Und dieses benachbarte Projekt hat inzwischen eine politische Bedeutung erreicht, die noch vor wenigen Jahren für ein Wolframprojekt kaum vorstellbar gewesen wäre. Die kanadische Regierung will mit Sisson die eigene Wolframproduktion wiederbeleben, nachdem die letzte kanadische Wolframmine 2015 geschlossen wurde. Das Projekt wurde an das Major Projects Office verwiesen, das seine Entwicklung in Richtung Bau effizienter vorantreiben soll. Zusätzlich stellte Kanada 8,2 Millionen CAD für weitere Machbarkeits- und Engineering-Arbeiten bereit.

Adelayde sitzt neben einem Projekt, das Kanada strategisch entwickeln will

Für Adelayde ist diese Entwicklung interessant, weil sich dadurch der gesamte Distrikt verändert. Natürlich bedeutet die direkte Nachbarschaft zu Sisson ausdrücklich nicht, dass sich die dortige Mineralisierung auf das Grundstück von Adelayde fortsetzt. Genau das müssen zukünftige Explorationsarbeiten erst zeigen. Doch aus Investorensicht macht es einen Unterschied, ob ein kleiner Explorer irgendwo nach Wolfram sucht oder unmittelbar neben einem Projekt arbeitet, das eine Regierung als mögliche zukünftige Quelle für heimische und verbündete Industrien betrachtet. Adelayde hat auf Sisson North inzwischen erste konkrete Arbeiten durchgeführt. Im Mai meldete das Unternehmen den Abschluss eines helikoptergestützten Programms mit aeromagnetischen, radiometrischen und VLF-Untersuchungen. Die gewonnenen Daten sollen dabei helfen, geologische Strukturen zu interpretieren und mögliche Zielgebiete für weitere Exploration einzugrenzen. Gleichzeitig wurde ein entsprechendes Programm auf dem George Lake South Antimony Tungsten Project abgeschlossen. Damit besitzt Adelayde nicht nur Exposure zu Wolfram, sondern zusätzlich zu Antimon - einem weiteren kritischen Rohstoff, dessen Lieferketten ebenfalls zunehmend geopolitisch betrachtet werden.

Der Unterschied zwischen Almonty und Adelayde ist genau der interessante Punkt

Almonty und Adelayde befinden sich heute an vollkommen unterschiedlichen Punkten ihrer Entwicklung. Almonty verarbeitet Erz, besitzt langfristige Abnahmevereinbarungen und kann zunehmend über Produktion und Erlöse bewertet werden. Adelayde befindet sich dagegen noch am Anfang der Exploration. Ein direkter Unternehmensvergleich wäre deshalb wenig sinnvoll. Für spekulativ orientierte Anleger könnte aber gerade dieser Unterschied interessant sein. Wer heute Almonty betrachtet, sieht einen Produzenten, dessen strategische Bedeutung vom Markt längst erkannt wurde. Wer Adelayde betrachtet, beschäftigt sich mit der wesentlich früheren Frage, ob auf einem noch jungen Projekt überhaupt eine wirtschaftlich relevante Lagerstätte entwickelt werden könnte. Das Risiko ist entsprechend erheblich höher. Gleichzeitig ist es genau diese frühe Entwicklungsphase, in der neue Rohstoffgeschichten überhaupt erst entstehen. Niemand weiß heute, welche der zahlreichen Wolframprojekte weltweit eines Tages tatsächlich zu Minen werden. Doch die aktuelle Rohstoffpolitik macht deutlich, dass der Westen mehr davon benötigen könnte. Wenn die USA bereits Wolframschrott im eigenen Land halten, Kanada staatliche Mittel in neue Wolframprojekte investiert und Industrieunternehmen Lieferverträge über 21 Jahre abschließen, dürfte die Suche nach zusätzlichen Lagerstätten kaum an Bedeutung verlieren.

Fazit: Wenn selbst Schrott strategisch wird, sollte man die Explorer nicht ignorieren

Der Wolframmarkt liefert derzeit ein bemerkenswertes Bild. Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009) und andere westliche Rüstungskonzerne bauen ihre Produktionskapazitäten aus. Almonty Industries Inc. bringt mit Sangdong neue nicht-chinesische Produktion auf den Markt. Industrieunternehmen sichern sich Liefermengen über Jahrzehnte. Und die USA gehen inzwischen so weit, selbst den Export von wolframhaltigem Schrott zu stoppen. All das deutet auf dieselbe Entwicklung hin: Versorgungssicherheit wird bei kritischen Rohstoffen wichtiger als noch vor wenigen Jahren. Für Adelayde Exploration Inc. (ISIN: CA0068131097) könnte genau dieses Umfeld interessant werden. Das Unternehmen ist noch weit davon entfernt, ein Wolframproduzent zu sein, und der Erfolg von Sisson North ist keineswegs garantiert. Doch Adelayde exploriert unmittelbar neben einem Projekt, mit dem Kanada seine eigene Wolframproduktion wiederbeleben möchte, während der Westen gleichzeitig nach zusätzlichen sicheren Rohstoffquellen sucht. Für spekulative Anleger könnte deshalb eine Frage zunehmend relevant werden: Wenn Almonty heute zeigt, welchen Wert eine neue westliche Wolframquelle besitzen kann - welche kleinen Explorer entwickeln die Projekte, die der Markt morgen benötigen könnte?

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Quellen:

Trump admin blocks tungsten, battery waste exports to boost US minerals supply
https://www.reuters.com/world/asia-pacific/trump-admin-blocks-tungsten-battery-waste-exports-boost-us-minerals-supply-2026-08-06/

Trump orders restrictions on export of critical minerals scrap, White House officials say
https://www.reuters.com/legal/government/trump-orders-restrictions-export-critical-minerals-scrap-white-house-officials-2026-07-30/

Grundsteinlegung für Pulverwerk Aschau bei der Nitrochemie
https://www.rheinmetall.com/de/media/news-watch/news/2026/07/2026-07-23-rheinmetall-grundsteinlegung-pulverwerk-aschau

Almonty Commences Processing Operations at Sangdong Mine, Marking Transition to Saleable Tungsten Concentrate Production
https://almonty.com/almonty-commences-processing-operations-at-sangdong-mine/

Plansee Group and Almonty Extend Agreement to Ensure Supply Security
https://plansee-group.com/en/articles/detail/almonty-extended-offtake-agreement

Fiscal Year 2025/26: Scarce Raw Materials: Plansee Group Secures Tungsten Supply
https://plansee-group.com/en/articles/detail/geschaeftsjahr-2025-2026

Northcliff Resources' Sisson Mine - Major Projects Office
https://www.canada.ca/en/privy-council/major-projects-office/projects/national/northcliff.html

Government of Canada Invests in New Brunswick to Strengthen Critical Mineral Supply Chains
https://www.canada.ca/en/natural-resources-canada/news/2025/08/government-of-canada-invests-in-new-brunswick-to-strengthen-critical-mineral-supply-chains.html

Adelayde Exploration Completes Work Programs on the Sisson North Tungsten Project and the George Lake South Tungsten Antimony Project in New Brunswick
https://www.adelaydeexp.com/2026/05/completes-work-programs-on-sisson-north-and-george-lake-south-tungsten-antimony-projects/


Lassen Sie sich in den Verteiler für Adelayde Exploration Inc. oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Adelayde Exploration Inc." oder "Nebenwerte".

Adelayde Exploration Inc.
Land: Kanada
ISIN: CA0068131097
https://www.adelaydeexp.com/

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