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Small- & Micro Cap Investment
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Deutsche Rohstoff AG verkauft Almonty-Aktien, während australische Milliardärin ihr Investment in St George Mining erhöht

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Der Sektor der kritischen Rohstoffe hat Anlegern in den vergangenen 18 Monaten spektakuläre Kursgewinne beschert. Jüngste Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass der Markt nun in eine neue Phase eintritt.

Auf der einen Seite hat die Deutsche Rohstoff AG (ISIN: DE000A0XYG76) nach der außergewöhnlichen Kursrally des Wolframproduzenten fünf Millionen Aktien von Almonty Industries (ISIN: CA0203981XXX) verkauft und damit erhebliche Gewinne realisiert. Auf der anderen Seite investiert die australische Bergbaumilliardärin Gina Rinehart im Rahmen einer Kapitalerhöhung über 60 Millionen AUD weitere 20 Millionen AUD in St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8). Mit dem Kapital soll die Entwicklung des Araxá-Projekts für Seltene Erden und Niob in Brasilien beschleunigt werden.

Die beiden Transaktionen stehen in keinem direkten Zusammenhang. Gemeinsam verdeutlichen sie jedoch einen wichtigen Wandel: Anleger konzentrieren sich nicht mehr nur auf einen einzelnen kritischen Rohstoff. Stattdessen suchen sie zunehmend nach einer breiteren Positionierung im gesamten Sektor strategischer Materialien.

Gewinnmitnahmen nach der bemerkenswerten Rally von Almonty

Almonty gehörte zu den herausragenden Kursgewinnern im internationalen Bergbausektor.

Das Unternehmen bereitet die Aufnahme der Produktion in seiner Sangdong-Wolframmine in Südkorea vor. Damit soll eine der größten nicht-chinesischen Bezugsquellen für ein Metall entstehen, das für die Rüstungsindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie moderne Fertigungsverfahren als unverzichtbar gilt. Langfristige Liefervereinbarungen und die wachsende geopolitische Sorge über Chinas dominierende Stellung in der Wolframproduktion haben die Investmentstory zusätzlich gestärkt.

Trotz dieser positiven operativen Ausgangslage hat die Almonty-Aktie in den vergangenen Wochen deutlich korrigiert.

Ein Teil des Verkaufsdrucks dürfte von der Deutschen Rohstoff AG ausgegangen sein. Das Unternehmen teilte mit, rund fünf Millionen Almonty-Aktien zu einem Durchschnittspreis von etwa 16 US-Dollar je Aktie verkauft und damit einen erheblichen Gewinn realisiert zu haben. Gleichzeitig bleibt die Deutsche Rohstoff AG weiterhin ein bedeutender Aktionär.

Der Schritt erinnert daran, dass selbst die stärksten Rohstoffstorys nach einer außergewöhnlichen Kursentwicklung nicht vor Phasen deutlicher Gewinnmitnahmen geschützt sind.

Regierungen erweitern ihren strategischen Fokus

Gleichzeitig entwickelt sich die Investmentlandschaft bei kritischen Rohstoffen weiter.

Zunächst konzentrierte sich ein großer Teil der Aufmerksamkeit auf Lithium, bevor Uran und Wolfram stärker in den Fokus rückten. Heute lenken Regierungen ihre Fördermittel zunehmend auf ein wesentlich breiteres Spektrum strategischer Materialien.

Die Vereinigten Staaten haben Milliarden von US-Dollar in den Wiederaufbau heimischer Lieferketten investiert und unterstützen dabei Unternehmen wie MP Materials (ISIN: US5533681012), USA Rare Earth, Energy Fuels und ReElement Technologies.

Europa verfolgt mit dem Critical Raw Materials Act ähnliche Ziele. Japan und Südkorea investieren ebenfalls weiter in alternative Lieferketten außerhalb Chinas.

Es geht nicht mehr nur darum, die Versorgung mit einem einzelnen Rohstoff sicherzustellen. Vielmehr sollen widerstandsfähige Lieferketten für alles geschaffen werden, was für Permanentmagnete, Verteidigungssysteme, Elektrofahrzeuge und die Infrastruktur für künstliche Intelligenz benötigt wird.

Seltene Erden und Niob rücken auf den Anleger-Radar

Mit der Ausweitung der staatlichen Prioritäten gewinnen Seltene Erden und Niob zunehmend an Aufmerksamkeit.

Seltene Erden wie Neodym und Praseodym sind für Permanentmagnete unverzichtbar, die unter anderem in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen, Robotik, Kampfflugzeugen und Rechenzentren eingesetzt werden.

Niob wiederum erhöht die Festigkeit von Stahl, der für Brücken, Pipelines, Militärfahrzeuge und Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt benötigt wird. Gleichzeitig wächst das Interesse an dem Metall für fortschrittliche Batterietechnologien.

Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffmärkten ist das Angebot in beiden Bereichen stark konzentriert. Dadurch gewinnt die Entwicklung zusätzlicher Bezugsquellen strategisch an Bedeutung.

Warum St George Mining Aufmerksamkeit gewinnt

Vor diesem Hintergrund positioniert sich St George Mining als möglicher zukünftiger Lieferant von zwei kritischen Rohstoffen aus einem einzigen Projekt.

Das Araxá-Projekt des Unternehmens in Brasilien verfügt über eine JORC-konforme Ressource von 70,91 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 4,06% Gesamtoxiden Seltener Erden sowie über ein Niob-Inventar von 95,47 Millionen Tonnen. Nach Angaben des Unternehmens ist Araxá die größte in Karbonatitgestein beherbergte Hartgesteinslagerstätte für Seltene Erden in Südamerika.

Von besonderer Bedeutung ist die direkte Nachbarschaft zu den Betrieben von CBMM, dem weltweit führenden Niobproduzenten. Die bestehende Infrastruktur, erfahrenes Bergbaupersonal und vorhandenes Know-how in der Verarbeitung könnten dem Projekt bei seiner weiteren Entwicklung wichtige Vorteile bieten.

Mit der jüngsten Kapitalerhöhung über 60 Millionen AUD sollen Machbarkeitsstudien, metallurgische Testarbeiten, Umweltprogramme und die Vorbereitungen auf eine spätere Investitionsentscheidung beschleunigt werden. Hancock Prospecting hat sich mit 20 Millionen AUD an der Platzierung beteiligt und dürfte seinen Anteil auf rund 10,5% erhöhen. Damit festigt das Unternehmen seine Position als größter Aktionär von St George Mining.

Executive Chairman John Prineas erklärte, die Finanzierung werde die Entwicklung von Araxá beschleunigen. Er verwies dabei auf die oberflächennahe Mineralisierung, die günstige logistische Lage und das Potenzial des Projekts, künftig neue globale Lieferketten für kritische Rohstoffe zu unterstützen.

Ein Sektor tritt in seine nächste Entwicklungsphase ein

Die unterschiedlichen Entwicklungen bei Almonty und St George zeigen, wie schnell sich die Aufmerksamkeit der Anleger innerhalb des Sektors der kritischen Rohstoffe verlagern kann.

Gewinnmitnahmen nach einer starken Rally schwächen nicht zwangsläufig die langfristige Investmentstory von Wolfram. Sie könnten vielmehr darauf hindeuten, dass der Markt zunehmend über einzelne Rohstoffe hinausblickt und das breitere Thema strategischer Materialien in den Fokus nimmt.

Regierungen investieren weiterhin Milliarden in die Sicherheit ihrer Lieferketten. Gleichzeitig treiben steigende Verteidigungsausgaben, der Ausbau von KI-Infrastruktur und die Elektrifizierung die Nachfrage nach einer Vielzahl kritischer Rohstoffe an.

Ob etablierte Produzenten wie Almonty, führende Seltene-Erden-Unternehmen wie Lynas Rare Earths (ISIN: AU000000LYC6) oder aufstrebende Entwickler wie St George letztlich die stärksten Renditen erzielen werden, bleibt offen. Immer deutlicher zeichnet sich jedoch ab, dass die nächste Phase der Critical-Minerals-Story nicht von einem einzelnen Metall bestimmt werden dürfte, sondern von Unternehmen, die mehrere jener Rohstoffe liefern können, auf die moderne Volkswirtschaften nicht mehr verzichten können.

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Quellen

https://www.afr.com/street-talk/rinehart-s-hancock-prospecting-backs-precious-metal-explorer-g50-20260727-p60iu4
https://www.afr.com/companies/mining/gina-rinehart-backs-asx-listed-brazil-rare-earths-hopeful-20251013-p5n211
https://www.afr.com/companies/mining/gina-rinehart-backs-arafura-rare-earths-375m-fundraising-20260522-p5zzq8
https://www.afr.com/street-talk/rinehart-backed-brazilian-rare-earths-raising-120m-20251013-p5n1zv
https://www.theaustralian.com.au/business/stockhead/content/rinehart-takes-part-in-st-georges-60m-rare-earths-push/news-story/c9848afdda286751df331deaeebb715c

Lassen Sie sich in den Verteiler für St George Mining oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler St George Mining" oder "Nebenwerte".

St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au

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