FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von VW sind am Mittwoch mit gut drei Prozent Minus unter den größten Verlierern im schwachen Autosektor zu finden. Seit dem Vorabend steht fest, dass die Papiere der Wolfsburger Mitte des Monats ihren Platz im EuroStoxx 50 verlieren werden. Damit besteht Anpassungsbedarf für Indexfonds. Auch BMW hatte als Abstiegskandidat gegolten, die Münchener konnten sich aber letztlich retten. Am Mittwoch verloren auch sie bis zu zwei Prozent.
Der Verlust an Bedeutung am Kapitalmarkt kommt nicht von ungefähr. Denn VW steckt in der Krise und muss nach Ansicht der Automobilexpertin Helena Beron Wisbert zügig handeln, um die Perspektive für das Unternehmen zu verbessern. "Die Sparprogramme, die wir jetzt bei allen Autobauern sehen, sind unvermeidbar", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die deutschen Autobauer dominieren den Wettbewerb in Europa laut Beron Wisbert zwar noch. Ihr zufolge schwinden aber bei den Elektroautos auch hier die Marktanteile.
Das Management um Konzernchef Oliver Blume arbeitet über den laufenden Arbeitsplatzabbau hinaus an einem neuen "Zielbild 2030". "Die Lage ist mehr als kritisch", sagte Blume zum Auftakt in die Betriebsversammlungen./ag/bek/jha/




