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WKN: A41960 | ISIN: AU0000395626 | Ticker-Symbol: E3C
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Small- & Micro Cap Investment
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Nur 5% der Fahrzeuge, aber 20% der Emissionen: Warum der E-Lkw-Boom Millionen Diesel-Trucks zum Problem macht

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Der weltweite Straßenverkehr steht vor einem ungewöhnlichen Ungleichgewicht: Mittlere und schwere Nutzfahrzeuge machen in den USA nur rund 5% des Fahrzeugbestands aus, verursachen nach Angaben des US-Energieministeriums aber etwa 20% der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig beschleunigt sich die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs - und damit stellt sich eine zunehmend wichtige Frage: Was passiert mit den Millionen Diesel-Lkw, die noch jahrelang auf den Straßen unterwegs sein könnten?

Neue Untersuchungen von Carbon Tracker deuten darauf hin, dass diese Frage früher relevant werden könnte als bislang angenommen. Die Organisation erwartet, dass batterieelektrische Schwerlast-Lkw in wichtigen Märkten bereits Anfang der 2030er-Jahre einen wirtschaftlichen Kipppunkt erreichen könnten. Entscheidend sollen weniger politische Vorgaben als vielmehr die Gesamtbetriebskosten sein.

Sinkende Batteriekosten, steigende Produktionsvolumina und niedrigere laufende Kosten könnten den Wandel damit deutlich beschleunigen.

Daimler, Volvo und Tesla erhöhen den Druck

Die großen Hersteller bereiten sich längst darauf vor. Daimler Truck, Volvo, Tesla und weitere Anbieter bauen ihr Angebot elektrischer Nutzfahrzeuge aus. Gleichzeitig zeigen Praxistests, dass sich die Reichweite batterieelektrischer Schwerlast-Lkw verbessert.

Nach Daten des Center for Sustainable Energy absolvierte ein batterieelektrischer Schwerlast-Lkw bei einem Praxistest 465 Meilen mit einer Ladung. Ein anderes Fahrzeug legte innerhalb eines Tages 875 Meilen zurück und nutzte dabei öffentliche Ladeinfrastruktur.

Doch der Erfolg neuer E-Lkw erzeugt gleichzeitig ein Problem für bestehende Flotten.

Ein Diesel-Lkw, der heute technisch noch viele Jahre eingesetzt werden könnte, wird nicht automatisch wertlos, nur weil elektrische Neufahrzeuge wirtschaftlicher werden. Für Speditionen stellt sich deshalb die Frage, ob sie funktionierende Fahrzeuge ersetzen müssen - oder ob sich bestehende Flotten elektrifizieren lassen.

Genau diese Lücke könnte einen eigenständigen Markt schaffen.

Vom Diesel-Lkw zum Elektrofahrzeug

Hier setzt Janus Electric Holdings Limited (ISIN: AU0000395626) an. Das australische Small Cap verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Lkw-Hersteller: Bestehende Class-6- bis Class-8-Diesel-Lkw werden auf batterieelektrischen Betrieb umgerüstet.

Die Plattform kombiniert Umrüstung, austauschbare Batterien, Charge & Change-Stationen sowie Flotten- und Energiemanagement. Nach den vom Unternehmen bereitgestellten Angaben dauert eine Umrüstung typischerweise rund sechs Tage. Das System ist zudem für verschiedene bestehende Lkw-Plattformen ausgelegt, darunter Fahrzeuge von Kenworth, Freightliner, Mack und Volvo.

Damit adressiert Janus einen wichtigen Unterschied zwischen dem Pkw- und dem Nutzfahrzeugmarkt: Für einen Flottenbetreiber zählt nicht nur der Anschaffungspreis, sondern vor allem, wie produktiv ein Fahrzeug über seine Lebensdauer eingesetzt werden kann.

Janus beziffert die Umrüstung je nach Konfiguration indikativ auf etwa 150.000 bis 175.000 AUD. Ein neuer batterieelektrischer Schwerlast-Lkw könne dagegen rund 500.000 bis 900.000 AUD kosten. Dabei handelt es sich um Unternehmensangaben, die je nach Fahrzeug, Antrieb und Kundenkonfiguration variieren können.

Analyst sieht "beschleunigtes Momentum"

Interessant wird die Geschichte durch die jüngste kommerzielle Entwicklung in Nordamerika.

In einem Research-Bericht vom 29. Juli bezeichnet Trim Capital die vergangenen Wochen für Janus als "transformativ". Die Analysten verweisen insbesondere auf die neuen nordamerikanischen Aufträge und die anschließende Kapitalerhöhung.

Das US-Auftragsbuch umfasst mittlerweile 87 Lkw-Umrüstungen, 100 Batteriepacks und einen Bruttoauftragswert von rund 58 Mio. AUD bei fünf Flottenkunden. Zusammen mit Kanada stehen 112 Umrüstungen im nordamerikanischen Auftragsbuch.

Besonders relevant: Ability Tri-Modal erhöhte seine Verpflichtung von ursprünglich vier auf mittlerweile 20 Umrüstungen. Für ein Unternehmen in einer frühen Kommerzialisierungsphase kann ein Folgeauftrag eines bestehenden Kunden ein wichtiger Indikator für die Akzeptanz der Technologie sein.

Trim Capital erwartet nun für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz von 50,3 Mio. AUD, nach geschätzten 3,7 Mio. AUD für FY2026. Für FY2028 prognostiziert das Research-Haus 244,5 Mio. AUD. Gleichzeitig soll das EBITDA nach einem erwarteten Verlust von 5,9 Mio. AUD in FY2026 auf positive 1,6 Mio. AUD in FY2027 steigen. Diese Zahlen sind Analystenschätzungen und hängen wesentlich davon ab, dass Janus seine Aufträge erfolgreich produziert und ausliefert.

Bewertung von 1,10 AUD - aber hohe Risiken

Trim Capital bewertet Janus über ein DCF-Modell mit 1,10 AUD je Aktie. Im Bericht lag der zugrunde gelegte Aktienkurs bei 0,265 AUD. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Bewertung zuvor bei 1,39 AUD gelegen hatte. Die Reduzierung erklärt das Research-Haus vor allem mit der höheren Aktienzahl nach der jüngsten Kapitalerhöhung.

Wichtig für Anleger ist zudem die Offenlegung: Janus ist Research-Kunde von Trim Cap, und Mitarbeiter von Trim Capital halten Wertpapiere beziehungsweise wirtschaftliche Interessen an Janus. Die Bewertung sollte daher nicht isoliert betrachtet werden.

Auch operativ bleiben erhebliche Risiken. Trim Capital nennt unter anderem Skalierungs- und Ausführungsrisiken, Finanzierungsbedarf, Konkurrenz durch etablierte Hersteller sowie andere Batteriewechselanbieter. Zudem sind Teile der kalifornischen Aufträge von staatlichen Förderungen abhängig.

Millionen Diesel-Lkw verschwinden nicht über Nacht

Der vielleicht spannendste Aspekt des E-Lkw-Booms liegt deshalb nicht allein im Verkauf neuer Elektrofahrzeuge.

Sollte Carbon Tracker mit seiner Prognose eines wirtschaftlichen Kipppunkts Anfang der 2030er-Jahre richtig liegen, könnte der Druck auf bestehende Diesel-Flotten schneller steigen als bislang erwartet. Doch Millionen Fahrzeuge einfach vorzeitig auszutauschen wäre kapitalintensiv.

Janus versucht genau daraus ein Geschäftsmodell zu entwickeln: nicht gegen Daimler, Volvo oder Tesla beim Bau neuer Lkw anzutreten, sondern eine Elektrifizierungslösung für den bereits vorhandenen Fahrzeugbestand anzubieten.

Ob daraus ein skalierbares internationales Geschäft entsteht, müssen die kommenden Auslieferungen in Nordamerika zeigen. Die jüngsten Aufträge und die Analystenprognosen erhöhen die Erwartungen - gleichzeitig steigt damit der Druck auf Janus, aus technologischer Erfahrung nun Umsatz, Cashflow und nachhaltige Profitabilität zu machen.


Quellen
https://carbontracker.org/heavy-duty-truck-market-set-for-faster-than-expected-shift-to-electrification/
https://energycenter.org/thought-leadership/blog/electric-truck-market-gaining-speed
https://www.itf-oecd.org/sites/default/files/docs/low-emission-trucks.pdf
https://januselectric.com/

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Janus Electric Holdings Limited
Land: Australien
ISIN: AU0000395626
https://januselectric.com/

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Enthaltene Werte: AU0000395626

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