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Die globale Wasserstoffwirtschaft hat bereits mehr als 130 Mrd. US-Dollar in konkrete Projekte investiert. Doch während viele Vorhaben weiterhin mit hohen Herstellungskosten kämpfen, liefert Saskatchewan neue Hinweise auf eine mögliche Alternative: Wasserstoff, der nicht energieintensiv produziert werden muss, sondern natürlich im Untergrund vorkommt.
MAX Power Mining hat am 15. September neue Ergebnisse von Lawson 4 gemeldet. Die dritte Bohrung des kommerziellen Validierungsprogramms durchteufte nach Unternehmensangaben den bislang bedeutendsten Abschnitt des Lawson-Projekts und lieferte die höchsten dort bisher gemessenen Werte für natürlichen Wasserstoff. Nun soll Lawson 5 das potenzielle System rund 30 Kilometer weiter nordöstlich testen.
Rekordmesswerte in einem 20,5 Meter langen Abschnitt
Im Mittelpunkt der Meldung steht ein 20,5 Meter langer Abschnitt zwischen 2.290 und 2.310,5 Metern gemessener Tiefe. MAX Power beschreibt die Zone im unteren kambrischen Sandstein unmittelbar über dem präkambrischen Grundgebirge als potenziell hoch durchlässig und porös. Die Gasdetektoren der Bohranlage registrierten dort zunehmend höhere Wasserstoffwerte - einschließlich des höchsten bislang bei Lawson gemessenen Werts.
Anschließend wurden weitere 30,9 Meter Grundgebirge gekernt. Insgesamt umfasst der Kernabschnitt damit 51,4 Meter bei einer Gewinnungsrate von 98%. Auch dort meldete das Unternehmen sehr hohe Wasserstoffwerte sowie mafische und ultramafische Gesteine, die bei geologischen Prozessen zur Bildung von natürlichem Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen können.
Hinzu kommt eine tiefreichende Störungsstruktur, die MAX Power als möglichen Migrationsweg für Gas interpretiert. Ihre Neigung, Streichrichtung und räumliche Ausdehnung sind noch nicht bestimmt. Die nun anstehenden Kernanalysen und die Auswertung geophysikalischer Daten sollen helfen, diese zentrale Frage zu beantworten.
Vom geologischen Fund zum kommerziellen Test
Die neuen Messwerte sind geologisch relevant, aber noch kein Nachweis einer wirtschaftlich produzierbaren Lagerstätte. Entscheidend werden die geplanten Komplettierungs- und Flusstests sein. Sie sollen unter anderem Gaszusammensetzung, nachhaltige Förderraten, Druckverhalten, Reservoirverbindungen und letztlich die mögliche Wirtschaftlichkeit untersuchen.
Genau darin liegt der nächste Entwicklungsschritt. Nach mehreren Bohrungen mit Hinweisen auf natürlichen Wasserstoff versucht MAX Power nun, aus einem Explorationsmodell ein kommerziell bewertbares System zu machen. Lawson 4 lieferte dabei mehrere interessante Zonen vom heliumdominierten Interlake-Abschnitt bis zum präkambrischen Grundgebirge. Die Bohrung endete bei einer gemessenen Tiefe von 2.400 Metern.
Lawson 5 soll die mögliche Ausdehnung des Systems in Richtung der sogenannten Salt Wall prüfen. Diese Struktur liegt rund 30 Kilometer nordöstlich und könnte nach dem geologischen Modell des Unternehmens als Falle und Abdichtung wirken. Der Schritt ist besonders groß: Die bisherigen Bohrungen im Lawson-Komplex liegen jeweils nur etwa zwei Kilometer auseinander.
Warum die Kostenfrage den Sektor antreibt
Der Zeitpunkt der Meldung ist bemerkenswert. Laut Reuters haben die kumulierten Investitionen in zugesagte Clean-Hydrogen-Projekte weltweit 130 Mrd. US-Dollar überschritten. Mehr als 570 Projekte sollen zusammen rund 6,9 Millionen Tonnen sauberen Wasserstoff pro Jahr produzieren können. Zugleich werden Projekte verschoben oder gestrichen, weil hohe Produktionskosten und eine noch unzureichende Nachfrage die Wirtschaftlichkeit belasten.
Natürlicher Wasserstoff könnte einen anderen Kostenansatz bieten. Während grüner Wasserstoff mithilfe großer Mengen erneuerbarer Energie durch Elektrolyse hergestellt wird, entsteht natürlicher Wasserstoff durch geologische Reaktionen im Untergrund. Sollte er in ausreichender Konzentration und mit stabilen Flussraten förderbar sein, könnte der energieintensive Herstellungsschritt teilweise entfallen. Exploration, Bohrungen, Aufbereitung und Transport bleiben jedoch kostenintensiv - und die kommerzielle Förderbarkeit muss erst bewiesen werden.
Warum Makenita jetzt stärker in den Fokus rückt
Für Makenita Resources (ISIN: CA5609251098; CSE: KENY; WKN: A40X6P; OTCID: KENYF) erhöht die neue Lawson-Meldung vor allem die regionale Aufmerksamkeit. Das Unternehmen kontrolliert in Saskatchewan das 116.149 Acres große Serpentinization Iron-Magnetite Project, dessen Landposition an MAX Powers Gebiet angrenzt.
Die Verbindung ist geologisch interessant: MAX Power meldet bei Lawson 4 mafische und ultramafische Wirtsgesteine sowie Strukturen, die für Entstehung, Migration und mögliche Anreicherung von Wasserstoff relevant sein könnten. Gleichzeitig erweitert Lawson 5 den Radius der Erkundung deutlich und soll zeigen, ob das System über wesentlich größere Distanzen reicht.
Dabei bleibt eine wichtige Grenze: Makenita hat auf seinem eigenen Projekt bislang keinen natürlichen Wasserstoff nachgewiesen, und Ergebnisse von MAX Power lassen sich nicht automatisch auf benachbarte Grundstücke übertragen. Für Makenita entsteht der mögliche Wert daher zunächst aus der strategischen Landposition in einem Gebiet, in dem das geologische Modell durch neue Bohrdaten laufend präzisiert wird.
Der nächste Beweis entscheidet
Lawson 4 liefert MAX Power (ISIN: CA57778R1001; CSE: MAXX; WKN: A3DJYU; OTCQX: MAXXF) den bisher stärksten Hinweis darauf, dass im Untergrund von Saskatchewan ein komplexes Wasserstoffsystem existieren könnte. Die 30 Kilometer entfernte Bohrung Lawson 5 wird nun zum entscheidenden Skalierungstest.
Für Investoren verschiebt sich die Debatte damit von der bloßen Frage, ob natürlicher Wasserstoff vorhanden ist, hin zu seiner Ausdehnung, Förderbarkeit und möglichen Wirtschaftlichkeit. Gelingt dieser Nachweis, könnte das nicht nur MAX Power neu bewerten lassen. Auch frühe Landpositionen wie jene von Makenita könnten stärker in den Fokus rücken - allerdings erst dann, wenn eigene Explorationsarbeiten das geologische Potenzial bestätigen.
Quellen:
MAX Power Mining Corp., Unternehmensmeldung vom 15. September 2026
https://www.reuters.com/business/energy/global-clean-hydrogen-investment-tops-130-billion-amid-energy-security-push-2026-09-10/
https://www.makenitaresources.com/
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