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Wasserstoff wird heute überwiegend hergestellt. Doch was wäre, wenn sich ein Teil des industriellen Bedarfs künftig direkt aus dem Untergrund decken ließe? In Nova Scotia erhält diese Frage neue geologische Grundlagen: Ein Explorer meldet hohe Wasserstoffkonzentrationen, beobachtet Gas an der Oberfläche und erweitert seine Untersuchungen auf größere Gebiete.
Das ist noch kein Beweis für wirtschaftliche Produktion. Es zeigt aber, warum natürlicher Wasserstoff zunehmend als eigenständiges Explorationsthema betrachtet wird. Die Suche richtet sich auf eine mögliche Energiequelle, deren industrielle Herstellung entfallen könnte. Ob daraus tatsächlich ein Kostenvorteil entsteht, müssen Fördertests und technische Bewertungen erst zeigen.
Für Anleger verschiebt sich damit der Fokus: von der Frage, ob Wasserstoff vorhanden ist, hin zur Frage, wo er sich sammelt und welche Mengen dauerhaft gewonnen werden könnten.
30% Wasserstoff - und mehr als eine einzelne Messung
Québec Innovative Materials Corp. (ISIN: CA7480331072), kurz QIMC, meldete am 1. September am Bennett-Hill-Projekt einen vorläufigen Wasserstoffwert von 30% im Bohrgas bei 413 Metern Tiefe.
Bemerkenswert ist die Verteilung der Ergebnisse. Von zwölf untersuchten Tiefen zwischen 380 und 413 Metern lieferten elf mindestens eine zweistellige Wasserstoffmessung. An neun Tiefen lagen Spitzenwerte über 20%. Das liefert mehrere Hinweise innerhalb eines Abschnitts, statt nur einen isolierten Höchstwert.
Unmittelbar darunter beobachtete die Bohrmannschaft nach Unternehmensangaben unter Druck austretendes Gas, das die Oberfläche erreichte und Wasserstoffalarme auslöste. Bei einem späteren Versuch, die Arbeiten wieder aufzunehmen, wurde erneut Gas an der Oberfläche festgestellt.
Diese Beobachtungen sind geologisch interessant. Sie sind jedoch keine gemessenen nachhaltigen Förderraten und ersetzen weder einen Drucktest noch eine Ressourcenberechnung. Genau diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob aus Exploration später ein Energieprojekt werden kann.
Jetzt wird der Untergrund systematisch vermessen
QIMC erweitert deshalb die Datenbasis. Das ursprünglich angekündigte Seismikprogramm umfasste ungefähr 78 Linienkilometer in Québec und Nova Scotia. Nach zusätzlichen Heliumbefunden wurde der Nova-Scotia-Anteil von 42 auf rund 50 Linienkilometer vergrößert. Zusammen mit dem Québec-Programm ergeben sich damit etwa 86 Linienkilometer.
Seismische Untersuchungen sollen zeigen, wie Störungen, Gesteinskontakte und mögliche Speicherstrukturen im Untergrund verlaufen. Sie helfen dabei, Bohrungen gezielter zu platzieren und verschiedene geologische Hinweise miteinander zu verbinden.
Eine weitere Unternehmensmeldung vom 28. September beschreibt eine integrierte Auswertung von Heliumproben, Schwerefeldmessungen und magnetischen Daten bei New Salem-Apple River. QIMC interpretiert die Ergebnisse als Hinweise auf zusammenhängende Strukturen, entlang derer Gase aus tieferen Bereichen wandern könnten.
Das macht aus Oberflächenbeobachtungen noch keine Lagerstätte. Es verbessert aber die Grundlage für überprüfbare Bohrziele. Der mögliche wirtschaftliche Fortschritt liegt darin, die Suche systematischer und damit zielgerichteter zu gestalten.
Makenita sichert sich eine Position im Explorationsgebiet
In diesem Umfeld hat Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) eine Option zum Erwerb des 45.967 Acres großen Cobequid-Chedabucto Hydrogen Project vereinbart. Das entspricht ungefähr 186 Quadratkilometern.
Die insgesamt 1.149 Claim Units grenzen nach Angaben Makenitas direkt an Flächen von QIMC und Koloma. Die Position verschafft dem Unternehmen Zugang zu einer Region, in der bereits neue Bohrdaten und geophysikalische Untersuchungen entstehen.
Makenita verfolgt dabei eine ähnliche Strategie wie in Saskatchewan. Dort umfasst sein Serpentinization Iron-Magnetite Project laut der Septembermeldung 102.110 zusammenhängende Acres und grenzt an Flächen von MAX Power Mining (ISIN: CA57778R1001).
Die Nachbarschaft aktiver Explorer kann Aufmerksamkeit auf eine Region lenken. Eigene Ergebnisse muss Makenita allerdings selbst liefern; bislang ist auf dem neuen Nova-Scotia-Projekt kein eigener Wasserstofffund gemeldet.
Enge Aktienstruktur, konkrete Verpflichtungen
Makenita hebt seine enge Aktienstruktur und die vergleichsweise geringe Zahl ausstehender Aktien hervor. In seinen Mitteilungen vom Sommer nannte das Unternehmen etwas mehr als 35 Millionen Aktien. Diese historische Angabe sollte wegen der vorgesehenen zusätzlichen Aktienausgaben nicht ungeprüft als heutiger Bestand verwendet werden.
Die Nova-Scotia-Option sieht insgesamt vier Millionen Aktien sowie drei Millionen Warrants vor, verteilt auf mehrere Termine. Zusätzlich muss Makenita innerhalb des ersten Jahres mindestens 150.000 kanadische Dollar für Arbeiten aufwenden. Damit verbindet sich die Landposition mit konkreten Verpflichtungen und möglicher weiterer Verwässerung.
Fazit
Nova Scotia liefert inzwischen mehr als eine allgemeine Wasserstoffgeschichte. Wiederholte hohe Bohrgaswerte, beobachteter Gasaustritt und eine größere Seismikkampagne schaffen neue Ansatzpunkte für die Exploration. Entscheidend bleibt, ob sich daraus nachweisbare Speicherstrukturen und dauerhaft nutzbare Fördermengen ableiten lassen.
Makenita hat sich über eine Optionsvereinbarung eine umfangreiche Position neben aktiven Explorern gesichert. Seine enge Aktienstruktur gehört zur Unternehmensgeschichte, während die geplanten Aktienausgaben und Arbeitsverpflichtungen bei der Bewertung berücksichtigt werden müssen. Das Unternehmen befindet sich weiterhin in einem frühen Stadium und muss das Potenzial seiner eigenen Flächen erst belegen.
Anleger sollten deshalb auf die Umsetzung der Option, konkrete Explorationspläne und eigene technische Ergebnisse achten. Fortschritte der Nachbarn können das regionale Verständnis verbessern, begründen aber keinen automatischen Projektwert für Makenita. Die nächste Stufe dieser Wasserstoffgeschichte beginnt dort, wo interessante Messwerte zu belastbaren Daten über eine tatsächlich förderbare Energiequelle werden.
Quellen:
https://www.environmentenergyleader.com/stories/eric-sprott-backs-rev-exploration-in-4m-helium-and-hydrogen-raise,128126
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-08/69376242-max-power-mining-corp-max-power-shareholders-approve-sprott-control-person-resolution-399.htm
https://www.cbc.ca/news/science/natural-hydrogen-white-hydrogen-explainer-9.7304934
https://www.makenitaresources.com/
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2949821X26000141
https://jpt.spe.org/twa/natural-hydrogen-the-next-frontier-in-clean-energy-exploration
https://nhventures.dk/
https://www.theglobeandmail.com/investing/markets/stocks/LIN/pressreleases/4830076/hydrogen-has-long-been-manufactured-eastern-canada-is-showing-signs-it-may-also-be-found-underground/
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