NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften sich am Freitag anlässlich des Verfalls an den Terminmärkten besser entwickeln als der europäische Aktienmarkt. Während der EuroStoxx zuletzt 1,3 Prozent verlor, wird der Dow Jones Industrial vom Broker IG mit 0,2 Prozent im Minus gesehen bei 51.650 Punkten. Favorisiert werden wohl die Technologiewerte, denn die Indikation für den davon geprägten Nasdaq 100 liegt moderat mit 0,2 Prozent im Plus.
Anleger schenken der Tatsache, dass die Ölpreise weiter zurückkommen, vor dem Wochenende nur noch wenig Vertrauen. In Europa dagegen erhöhten die anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern die politische Unsicherheit wegen der Gefahr, dass neue Debatten über Bundeskanzler Friedrich Merz ausgelöst werden. Hinzu kam der große Verfallstag, der an den Finanzmärkten auch ohne konkrete Nachrichten für Schwankungen sorgen kann.
Am Ölmarkt wird auf neue diplomatische Impulse gewartet, während sich die Angebotssorgen etwas abgeschwächt haben. Nach Berichten vom Donnerstag soll China den Iran aufgefordert haben, auf eine Eindämmung der Huthi-Angriffe hinzuwirken, die zur Verknappung des Rohölangebots beitrugen. Laut einem Medienbericht will US-Präsident Donald Trump kommende Woche am Rande der UN-Generalversammlung Vertreter mehrerer Golfstaaten treffen.
Unter den "Magnificent 7" mehren sich vorbörslich die Gewinner, was der Nasdaq wohl etwas helfen kann. Im Halbleitersektor wird außerdem die Stimmung etwas angehoben von Aussagen des Nvidia-Chefs Jensen Huang, der im kommenden Jahr mit einer Verdopplung des Chipabsatzes rechnet. Die Nvidia-Aktien selbst bewegen sich daraufhin aber vorbörslich eher wenig.
Ein deutliches Minus von 3,7 Prozent bahnt sich aber bei dem Streaming-Riesen Netflix an. Anlass dazu gibt eine Analystenabstufung von Wells Fargo, die der Analyst Seven Cahall mit Skepsis an der Content-Strategie begründete. Er sieht die Gefahr, dass beliebte Eigenproduktionen verloren gehen, sollte Netflix in Konkurrenz zu Youtube zu einer umfassenderen Content-Plattform umgestaltet werden.
Deutlich um sieben Prozent nach oben geht es dagegen bei Stubhub nach einer Kaufempfehlung der Citigroup. Jason Bazinet rechnet in seiner Studie damit, dass es ein robustes drittes Quartal dem Ticketing-Marktplatz möglich macht, in diesem Jahr beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) das obere Ende der gesteckten Zielspanne zu erreichen.
Mit Gewinnen in den Fokus rückten vorbörslich auch die zuletzt schon erholten Krypo-Aktien wie Strategy oder Coinbase . Sie profitierten davon, dass die US-Börsenaufsicht SEC grünes Licht gegeben hat für eine verlängerte Ausnahme, die den Handel mit tokenisierten Aktien erlaubt. Dabei handelt es sich um digitale Abbilder klassischer Wertpapiere auf einer Blockchain.
Verluste von jeweils etwa zwei Prozent bahnen sich im Stahlsektor bei den Unternehmen Nucor und Steel Dynamics an. In beiden Fällen reagieren die Anleger enttäuscht auf Zielsetzungen für das dritte Quartal.
Um mehr als sechs Prozent hoch geht es dagegen bei On Holding . Der Fußball-Superstar Kylian Mbappe bindet sich selbst nach seinem Bruch mit Nike als Partner an den Sportartikelhersteller - als Repräsentant der Marke und für die Entwicklung neuer Produkte. Nike-Aktien bewegten sich mit 0,8 Prozent im Minus./tih/stk
US5949724083, US64110L1061, US6541061031, US6703461052, US67066G1040, US8581191009, US2605661XXX, US6311011XXX, US19260Q1076, CH1134540470, US86384P1093




