DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BASF - BASF arbeitet auch nach der Absage von Evonik weiter an einer Übernahme des Essener Chemieunternehmens. Ein neues, erweitertes Angebot sei an die Gesprächsbereitschaft Evoniks geknüpft, erfuhr das Handelsblatt von Managern, die mit dem Projekt vertraut sind. Darin könnten die Modalitäten einer Fusion sowie Argumente für einen höheren Kaufpreis erörtert werden. Der Evonik-Vorstand habe am Montag eine erste Offerte über 22,15 Euro pro Aktie abgelehnt, was einem gesamten Kaufpreis von 10,3 Milliarden Euro entspricht. Für BASF sei die Übernahme ein "längerfristiges und gut vorbereitetes Projekt und kein Schnellschuss", hieß es in den Kreisen weiter. Der interne Zeitplan sehe einen vollständigen Abschluss einer Transaktion frühestens 2028 vor. Auch die Finanzierung der Übernahme sei detailliert geplant und soll nicht auf Kosten der Dividende und der Ziele von BASF beim Schuldenabbau gehen. (Handelsblatt)
COMMERZBANK - Unicredit bringt ihre Kandidaten für die bei der Commerzbank neu zu besetzenden Schlüsselpositionen bei den Bankaufsehern in Stellung. Diesbezüglich liefen derzeit Gespräche mit der Finanzaufsicht Bafin, erfuhr die Börsen-Zeitung von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Unicredit will die gesamte Kapitalseite des Commerzbank-Aufsichtsrats, also alle zehn Kapitalvertreter, neu wählen. Diese neuen Kontrolleure sowie die künftigen Vorstände müssen eine umfangreiche Eignungsprüfung ("fit and proper") durch die Bankenaufseher durchlaufen. Die Bafin ist daran beteiligt, die Entscheidungen treffen die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB). Unicredit, Commerzbank und Bafin lehnten einen Kommentar hierzu ab. (Börsen-Zeitung)
PORSCHE - Der Porsche-Chef hat sich gegen Bedenken gewehrt, dass der Sportwagenhersteller seine Elektrostrategie überkorrigieren könnte. Michael Leiters sagte, es sei "unfair", ihn als EV-Skeptiker zu bezeichnen. Seit er im Januar die Leitung von Porsche übernommen hat, hat Leiters den Konzern verschlankt, um sich auf die Entwicklung neuer Benzinmodelle zu konzentrieren und die durch den überambitionierten Umstieg auf Elektroautos geschmälerten Gewinne wiederzubeleben. Um die einbrechenden Verkaufszahlen in China auszugleichen, will Leiters die Gewinne von Porsche mit einer neuen Verbrennungsmotor-Version seines Bestsellers Macan im Jahr 2028 wiederbeleben. Mit Blick auf den neuen Luxus-SUV K1 sagte Leiters, das Unternehmen habe noch nicht entschieden, welche Motoren es wählen werde, fügte aber hinzu, dass es in den oberen Segmenten "immer noch mehr Appetit auf Benziner" gebe. (Financial Times)
COMMERZBANK - Die Gewerkschaft Verdi reagiert empört auf die Pläne von Unicredit-Chef Andrea Orcel zum schnellen Radikalumbau der Commerzbank. "Andrea Orcel zeigt erneut, warum Vertrauen in sein Vorgehen schwerfällt", sagte Gewerkschaftssekretär Kevin Voß, der auch im Aufsichtsrat der Commerzbank sitzt, dem Handelsblatt. "Statt den angekündigten konstruktiven Dialog zu suchen, setzt er weiter auf Druck und Konfrontation. Das ist ein schlechtes Signal für den Bankenstandort Deutschland und Europa - vor allem aber für die Beschäftigten beider Häuser." (Handelsblatt)
SIEMENS - Siemens plant eine starke Steigerung der Produktivität. Sie solle innerhalb von drei Geschäftsjahren um insgesamt 20 Prozent erhöht werden, sagte Finanzvorständin Veronika Bienert im Interview mit der Börsen-Zeitung. Mit Blick auf die höhere Dynamik als bisher fügte sie hinzu: "Die zusätzliche Produktivität wollen wir durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung sowie weiterem Wachstum erreichen." Bisher hatte Siemens eine Basisproduktivität von 3 bis 4 Prozent pro Jahr angepeilt. Auf die Frage, was die erhöhte Dynamik in den Jahren 2025/2026 bis 2027/2028 (30. September) für die Zahl der Beschäftigten bedeute, erklärte Bienert, Siemens werde in dem einen oder anderen Bereich sicherlich weiter einstellen: "Es hängt letztlich davon ab, wie schnell wir in unseren Kerngeschäften wachsen." (Börsen-Zeitung)
AGILE ROBOTS - Deutschlands größtes Roboter-Startup rechnet mit rasant steigenden Finanzergebnissen. "Sehr bald" wolle er die Umsatzmilliarde knacken, sagte Zhaopeng Chen, Chef von Agile Robots aus München, dem Spiegel. Im vergangenen Jahr kam Agile auf mehr als 300 Millionen Euro Umsatz. In diesem Jahr soll sich die Zahl verdoppeln. In gut zwei Jahren möchte das Unternehmen Gewinne schreiben. Chen sieht den Markt für KI-gesteuerte humanoide Roboter kurz vor dem Durchbruch, sagte er. Die Technik sei da, jetzt müssten Firmen wie Agile nur noch die Teile zusammenfügen. "Es ist nur eine Frage der Zeit." Er erwarte, dass das Geschäft mit humanoiden Robotern eines Tages die größte Industrie der Welt werde, "zehnmal größer als die Autoindustrie". (Spiegel)
BRITE - Brite Payments kommt mit ihrem "Pay by Bank"-Angebot auf den britischen Markt, nachdem der schwedische Zahlungsdienstleister von der Finanzaufsicht die Zulassung als E-Geld-Institut erhalten hat. Kunden zahlen dabei direkt über ihr Bankkonto und bestätigen die Transaktion mit den vertrauten Verfahren ihres Online-Bankings. "Das Vereinigte Königreich ist einer der drei größten E-Commerce-Märkte im erweiterten Europa und hat in unserem Portfolio schlicht gefehlt", sagte Lena Hackelöer, Gründerin und CEO von Brite, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. "Viele große Händler benötigen eine Abdeckung in sämtlichen großen Volkswirtschaften. Deshalb war es für uns sehr wichtig, nun auch Großbritannien hinzuzunehmen." (Börsen-Zeitung)
ZILCH - Das britische Fintech-Unternehmen Zilch bringt Investmentbanken für einen Börsengang bereits im nächsten Jahr in Stellung und gibt damit der Londoner Börse, die von einer Reihe von Übernahmen vom britischen Markt betroffen ist, einen potenziellen Schub. Zilch, das günstige Verbraucherkredite anbietet, habe diesen Monat Banken eingeladen, sich für eine Rolle bei seinem geplanten Börsengang zu bewerben, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Diese Personen warnten, dass sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium befänden und sich die Pläne noch ändern könnten. Zilch wurde in einer Finanzierungsrunde 2021, als der Fintech-Markt noch lebhafter war, mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet. Laut unternehmensnahen Personen hat das Unternehmen diese Bewertung in nachfolgenden Finanzierungsrunden beibehalten. (Financial Times)
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September 30, 2026 01:00 ET (05:00 GMT)
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