Politik/Sachsen-Anhalt/AfD (ots) -
Halle - Der Weigerung des Autoproduzenten BMW, Sachsen-Anhalts neuem Landtagspräsidenten Tobias Rausch (AfD) einen neuen Dienstwagen zu liefern, könnten weitere negative Folgen für das Land folgen. Das sagte Arbeitgeberpräsident Marco Langhof der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe) mit Blick auf den Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl. "Vor allem Unternehmen, die hochqualifizierte ausländische Mitarbeiter beschäftigten, könnten vorsichtig sein", sagte Langhof. Als riskant stuft der Wirtschaftsvertreter die Pläne der AfD ein, im Alleingang die Studienabschlüsse Bachelor und Master abzuschaffen. Das könnte von einem Studium in Sachsen-Anhalt abschrecken, fürchtet Langhof.
Die Stornierung des Dienstwagens für den AfD-Politiker Rausch bewertet Langhof skeptisch. Wie jedes Unternehmen könne BMW selbst entscheiden, mit wem es Verträge abschließen wolle. "Ich glaube aber, dass so etwas kein geeignetes Mittel der Auseinandersetzung ist. Ist es Aufgabe der Wirtschaft, Politiker zu bestrafen?"
Nach Auffassung des Wirtschaftsforschers Reint Gropp sind der Dienstwagen-Rückzug von BMW und mögliche Investitionen "zwei unterschiedliche Dinge". Beim ersten wolle BMW offenbar nicht mit dem AfD-Politiker Rausch in Verbindung gebracht werden, beim zweiten gehe es um harte Standortfaktoren wie Fachkräfte, Arbeitskosten und Energie, so der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Konzerne machten Entscheidungen in erster Linie nicht von der jeweiligen Regierung abhängig, sagte Gropp. "Durch ihre geplante Migrationspolitik und die Abkehr von erneuerbaren Energien könnte die AfD aber die Standortfaktoren negativ beeinflussen. Das sehe ich als Gefahr."
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
Telefon: 0345 565 4200
marc.rath@mz.de
Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/47409/6368417
Halle - Der Weigerung des Autoproduzenten BMW, Sachsen-Anhalts neuem Landtagspräsidenten Tobias Rausch (AfD) einen neuen Dienstwagen zu liefern, könnten weitere negative Folgen für das Land folgen. Das sagte Arbeitgeberpräsident Marco Langhof der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe) mit Blick auf den Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl. "Vor allem Unternehmen, die hochqualifizierte ausländische Mitarbeiter beschäftigten, könnten vorsichtig sein", sagte Langhof. Als riskant stuft der Wirtschaftsvertreter die Pläne der AfD ein, im Alleingang die Studienabschlüsse Bachelor und Master abzuschaffen. Das könnte von einem Studium in Sachsen-Anhalt abschrecken, fürchtet Langhof.
Die Stornierung des Dienstwagens für den AfD-Politiker Rausch bewertet Langhof skeptisch. Wie jedes Unternehmen könne BMW selbst entscheiden, mit wem es Verträge abschließen wolle. "Ich glaube aber, dass so etwas kein geeignetes Mittel der Auseinandersetzung ist. Ist es Aufgabe der Wirtschaft, Politiker zu bestrafen?"
Nach Auffassung des Wirtschaftsforschers Reint Gropp sind der Dienstwagen-Rückzug von BMW und mögliche Investitionen "zwei unterschiedliche Dinge". Beim ersten wolle BMW offenbar nicht mit dem AfD-Politiker Rausch in Verbindung gebracht werden, beim zweiten gehe es um harte Standortfaktoren wie Fachkräfte, Arbeitskosten und Energie, so der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Konzerne machten Entscheidungen in erster Linie nicht von der jeweiligen Regierung abhängig, sagte Gropp. "Durch ihre geplante Migrationspolitik und die Abkehr von erneuerbaren Energien könnte die AfD aber die Standortfaktoren negativ beeinflussen. Das sehe ich als Gefahr."
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