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75% der EU-Gebäude verschwenden Energie: Wie Siemens, Schneider Electric und First Graphene die Verluste sichtbar machen

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Drei von vier Gebäuden in der Europäischen Union besitzen eine schlechte Energiebilanz. Gleichzeitig werden jedes Jahr lediglich rund 1% des Bestands energetisch saniert. Diese Kombination erklärt, warum die Wärmewende in Europa nicht allein eine Frage neuer Heizungen ist. Millionen Gebäude verlieren Energie durch Fassaden, Dächer, Fenster und andere Bestandteile der Gebäudehülle - häufig ohne dass exakt bekannt ist, wo die größten Schwachstellen tatsächlich liegen.

Seit wenigen Tagen besitzt First Graphene (ISIN: AU000000FGR3) eine neue kommerzielle Anwendung genau für dieses Problem. Das britische Unternehmen Vector Companies Group hat mit Peltyr einen gedruckten Wärmeflusssensor auf den Markt gebracht, der PureGRAPH enthält. Parallel versuchen Konzerne wie Siemens und Schneider Electric Gebäude mithilfe von Sensoren, Datenplattformen und künstlicher Intelligenz effizienter zu betreiben.

Die große Geschichte dahinter lautet deshalb nicht nur Dämmung. Sie lautet Messung.

40% der europäischen Energie fließen in Gebäude

Die Europäische Kommission bezeichnet Gebäude als den größten einzelnen Energieverbraucher Europas. Rund 40% des Energieverbrauchs in der EU entfallen auf den Gebäudesektor, gleichzeitig verursacht er etwa 36% der energiebezogenen Treibhausgasemissionen. Rund 75% des Gebäudebestands besitzt eine schlechte Energieperformance.

Noch drastischer wirkt die Zahl im Zusammenspiel mit dem Tempo der Sanierung. Die jährliche energetische Renovierungsrate liegt lediglich bei ungefähr 1%. Gleichzeitig wurden rund 85% der bestehenden Gebäude bereits vor dem Jahr 2000 errichtet.

Seit Mai 2026 gelten verschärfte europäische Regeln für die Energieperformance von Gebäuden. Bis 2050 soll der Bestand schrittweise in Richtung emissionsfreier Gebäude entwickelt werden. Damit wächst der Bedarf nicht nur an Dämmstoffen, Wärmepumpen und Solaranlagen. Eigentümer müssen zunächst verstehen, wo ein Gebäude tatsächlich Energie verliert und ob eine Sanierungsmaßnahme anschließend die erwartete Wirkung bringt.

Schneider Electric will mit KI bis zu 22% Energie sparen

Schneider Electric (ISIN: FR0000121972) greift das Problem auf Betriebsebene an. Der französische Energietechnikkonzern verbindet über EcoStruxure Daten aus Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Stromversorgung und weiteren Gebäudesystemen.

Eine erst im September 2026 veröffentlichte Untersuchung zeigt, wie groß der mögliche Hebel sein kann. Nach Schneider Electrics Modellrechnungen können KI-gestützte Gebäudesysteme den Energieverbrauch gegenüber klassischen Steuerungen um bis zu 22% reduzieren. Bei den untersuchten kommerziellen Gebäuden entspreche dies jährlichen Energiekosteneinsparungen von etwa 13.600 bis 49.300 US-Dollar je Gebäude.

Ein wichtiger Teil kommt aus der Optimierung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. KI kann Belegung, Wetterprognosen, Temperaturen und Anlagenzustände berücksichtigen und dadurch Energie nicht mehr nach einem starren Zeitplan einsetzen. Das Prinzip funktioniert jedoch nur so gut wie die Daten, auf denen es basiert.

Siemens macht das Gebäude zur Datenplattform

Siemens (ISIN: DE0007236101) verfolgt mit Building X einen ähnlichen Ansatz. Die Plattform verbindet Gebäudedaten aus Energieversorgung, Sicherheit, HVAC, Wartung und weiteren Systemen. Aus einem klassischen Gebäudeleitsystem soll damit zunehmend ein datengetriebener digitaler Zwilling des laufenden Betriebs werden.

Siemens gibt an, dass Kunden durch datenbasierte Energieoptimierung mit Building X Einsparungen von bis zu 30% erreichen können. Im Juni 2026 erhielt der Energy Manager der Plattform zudem eine ISO-50001-Zertifizierung für systematisches Energiemanagement.

Auch Siemens verschiebt damit die Logik der Gebäudeeffizienz. Früher wurden Heizungsanlagen oder Klimageräte häufig nach festen Parametern betrieben. Heute lassen sich Temperaturen, Nutzung, Wetter, Energiepreise und Anlagenzustände nahezu kontinuierlich auswerten. Trotzdem bleibt eine entscheidende Frage offen: Wie gut ist eigentlich die Gebäudehülle selbst?

First Graphene misst direkt in Wand, Dach und Boden

Genau hier setzt die neue Anwendung von First Graphene und Vector an. Ende September unterzeichneten die Unternehmen eine strategische Partnerschaft über 36 Monate. Gleichzeitig brachte Vector die Peltyr-Produktfamilie kommerziell auf den Markt. Die gedruckten Wärmeflusssensoren enthalten First Graphenes PureGRAPH und sollen die tatsächliche Geschwindigkeit messen, mit der Wärme durch Wände, Dächer oder Böden fließt.

Damit lässt sich ein sogenannter In-situ-U-Wert bestimmen. Der U-Wert beschreibt vereinfacht, wie leicht Wärme durch ein Bauteil wandert. Je niedriger er ist, desto besser isoliert die Konstruktion.

Der entscheidende Unterschied zur reinen Modellrechnung liegt im Wort "tatsächlich". Baupläne können eine bestimmte Dämmstärke ausweisen. Alterung, Feuchtigkeit, Wärmebrücken, Baufehler oder spätere Veränderungen können die reale Performance eines Gebäudes jedoch verändern. Ein Sensor kann messen, was vor Ort tatsächlich passiert.

Vorher messen - nachher noch einmal messen

Für energetische Sanierungen eröffnet das eine sehr praktische Anwendung. Ein Eigentümer könnte zunächst die reale Wärmeübertragung in bestimmten Bereichen eines Gebäudes erfassen. Anschließend werden Dämmung, Fenster oder andere Komponenten erneuert. Eine zweite Messung zeigt danach, ob sich die thermische Performance tatsächlich verbessert hat.

Vector positioniert Peltyr genau für solche Anwendungen bei Gebäudeeigentümern, Sanierungsberatern und Wohnungsunternehmen. First Graphene sieht darüber hinaus mögliche Märkte in HVAC, Industrieprozessen, Automobiltechnik, Luftfahrt, Meteorologie und Forschung.

Der gesamte Markt für Wärmeflusssensoren soll nach den von First Graphene zitierten Marktdaten bis 2034 rund 455,8 Mio. US-Dollar erreichen. Für First Graphene ist das kein Milliardenmarkt wie Zement oder Batterien. Interessanter ist, dass damit ein weiteres kommerziell verfügbares Produkt PureGRAPH tatsächlich im Endprodukt verwendet.

Die Verbindung von Material und Daten wird interessanter

Schneider Electric, Siemens und First Graphene bearbeiten nicht dasselbe Produktsegment. Eine kommerzielle Zusammenarbeit zwischen First Graphene und den beiden Großkonzernen ist öffentlich nicht bekannt. Trotzdem greifen ihre Technologien ineinander.

Schneider Electric versucht, aus Betriebsdaten die effizienteste Steuerung für ein Gebäude abzuleiten. Siemens baut digitale Plattformen, die Energie- und Betriebsinformationen zusammenführen. Peltyr fügt eine zusätzliche Ebene hinzu: direkte Messdaten darüber, wie viel Wärme tatsächlich durch die Gebäudehülle wandert.

In Zukunft könnte deshalb nicht allein die bessere Dämmung entscheidend sein. Gebäude werden zunehmend zu messbaren Systemen, bei denen Sensoren überprüfen, ob eine Investition auch tatsächlich die versprochene Leistung liefert.

75% sind eine gewaltige Ausgangsbasis

Der vielleicht wichtigste Markt für Peltyr ist deshalb nicht der Sensor selbst, sondern das Problem dahinter.

Wenn rund drei Viertel aller EU-Gebäude eine schlechte Energieperformance besitzen und die jährliche energetische Renovierungsrate lediglich bei ungefähr 1% liegt, stehen Europa über Jahrzehnte enorme Sanierungsmaßnahmen bevor. Gleichzeitig müssen Eigentümer, Banken, Behörden und Energieberater zunehmend nachweisen, ob diese Investitionen tatsächlich funktionieren.

First Graphene löst dieses Problem nicht allein. Das Unternehmen liefert lediglich einen kleinen Bestandteil des Sensors. Genau darin liegt jedoch ein Muster, das bei Graphen zunehmend sichtbar wird: Das Material verschwindet im Endprodukt und schafft dort eine zusätzliche Funktion.

Schneider Electric und Siemens zeigen, welchen Wert Gebäudedaten bereits heute besitzen. First Graphene und Vector gehen nun einen Schritt näher an die Wand selbst.

Bei 75% energetisch schwachen Gebäuden könnte es sich lohnen, genauer hinzusehen, wo die Wärme tatsächlich bleibt.


Quellen:

https://energy.ec.europa.eu/topics/energy-efficiency/energy-performance-buildings/energy-renovation-buildings_en
https://commission.europa.eu/news-and-media/news/improving-energy-efficiency-buildings-reduce-bills-and-save-energy-2026-05-29_en
https://energy.ec.europa.eu/news/focus-improving-energy-performance-buildings-2026-06-16_en
https://www.prnewswire.com/news-releases/uk-partnership-expands-as-puregraph-heat-sensors-enter-market-302892649.html
https://www.se.com/ww/en/about-us/newsroom/news/press-releases/schneider-electric-finds-aienabled-buildings-can-cut-energy-use-by-up-to-22-save-on-annual-utility-costs-and-carbon-6ab0e07c03799bc2da089f73/
https://www.siemens.com/en-us/products/building-x/
https://www.siemens.com/en-gb/products/building-x/release-notes/

Lassen Sie sich in den Verteiler für First Graphene oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler First Graphene" oder "Nebenwerte".

First Graphene Limited
Land: Australien
ISIN: AU000000FGR3
First Graphene - First Graphene

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