DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AUDI - Der umstrittene Auftritt des Audi-Chefs Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump wird nun wohl Thema im Aufsichtsrat des Autobauers. Nach Spiegel-Informationen kommt das Gremium am frühen Freitagnachmittag in Ingolstadt zu einer Sondersitzung zusammen. Zuvor hatte die Augsburger Allgemeine berichtet. Döllners Auftritt mit Trump werde Thema der Sitzung sein, zitierte die Zeitung aus Unternehmenskreisen. (Spiegel)
AUDI - Dem Aufsichtsrat von Volkswagen liegen für das geplante US-Werk von Audi nach Handelsblatt-Informationen bislang keine Vertragsgrundlagen oder beschlussfähige Papiere mit Details zu den Absprachen zwischen der Konzerntochter, dem Bundesstaat Georgia und der Trump-Regierung vor. Zur Debatte steht, dass Audi für die Investitionen in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar Finanzhilfen des Bundesstaats und möglicherweise zusätzlich Zollerleichterungen erhält. Konzernkreisen zufolge gibt es allerdings bisher lediglich Absichtserklärungen. (Handelsblatt)
BMW/MERCEDES - Die deutsche Autoindustrie steht nach Handelsblatt-Informationen womöglich bald vor Zollerleichterungen in den USA. Demnach könnten BMW und Mercedes von einem möglichen Zoll-Deal zwischen Volkswagen und der US-Regierung von Präsident Donald Trump profitieren. Das hat das Handelsblatt von Personen mit Kenntnis der Vorgänge erfahren. Im Rahmen von Audis Plan in ein neues Werk in den USA zu investieren, führt Volkswagen auch Verhandlungen über Zollerleichterungen mit der US-Regierung. Insidern zufolge könnte US-Präsident Trump zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt nach den Zwischenwahlen, die am 3. November stattfinden, diese freigeben. Das habe US-Handelsminister Howard Lutnick dem Autobauer aus Wolfsburg in Aussicht gestellt. Sollte der Deal zustande kommen, könnten dann möglicherweise auch BMW und Mercedes von Zollerleichterungen profitieren, weil ein sogenanntes "Gleichbehandlungsprinzip" greifen könnte. (Handelsblatt)
VW - Nach den Worten von VW-Finanzvorstand Arno Antlitz belasten Zölle den VW-Konzern mit 4 bis 5 Milliarden Euro. "Darin enthalten sind nicht nur direkte Zollzahlungen, sondern auch entgangene Gewinne, weil wir bestimmte Autos nicht mehr wettbewerbsfähig anbieten können, etwa den Jetta aus Mexiko", sagte er im Gespräch mit der FAZ. "An direkten Zöllen haben wir in den ersten neun Monaten rund 2,2 Milliarden Euro gezahlt. Aufs Gesamtjahr hochgerechnet wären es rund 3 drei Milliarden, und rund ein Drittel der Belastung entfällt auf Audi." Seiner Meinung nach ist eine stärkere Produktion in Amerika notwendig, um Volkswagen weltweit robust aufzustellen, mit einer starken dritten Säule in den USA neben Europa und China. (FAZ)
MODERNA/MERCK & CO - Die US-Konzerne Moderna und Merck & Co planen, ihre erfolgreiche Kombination aus Hautkrebs-Impfstoff und Immuntherapie erst in zwei Jahren in Deutschland einzuführen. Gegenüber der Wirtschaftswoche erklärt Moderna-CEO Stephane Bancel: "Für Deutschland und Europa ist die Einführung 2028 im Bereich des Möglichen." Zunächst solle die Kombination 2027 in den USA auf den Markt kommen. Bancel verwies zudem darauf, dass außerhalb der USA Merck & Co. für die Kommerzialisierung zuständig sei. Eine Studie hat kürzlich gezeigt, dass die Therapie das Sterbe- und Rückfallrisiko bei Schwarzem Hautkrebs um 42 Prozent reduzieren kann. Bancel macht nun sogar Hoffnung auf bessere Werte: "Unsere Studien haben gezeigt, dass sich der Behandlungseffekt im Laufe der Zeit sogar noch verbessern kann", sagte er. "Nach sechs Monaten reduzierte sich das Risiko für ein Rezidiv oder Tod um 49 Prozent." (Wirtschaftswoche)
OMV - Die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Öl- und Gaspreise sowie die außergewöhnlich hohen Raffineriemargen bescheren den europäischen Ölkonzernen kräftige Gewinnsprünge. Der österreichische Energiekonzern OMV hat seinen bereinigten operativen Gewinn von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahresquartal um 68 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro gesteigert - das beste Ergebnis seit dem Jahr 2022. "Wir haben derzeit die höchste Marge im Raffineriegeschäft, die wir jemals hatten. Das ist der wichtigste Ertragstreiber", fasste CFO Reinhard Florey die Lage im Gespräch mit der Börsen-Zeitung zusammen. (Börsen-Zeitung)
NVIDIA - "Wir stehen am Anfang einer technologischen Revolution", ist sich Nvidia-Chef Jensen Huang im Gespräch mit dem Handelsblatt sicher. Seiner Meinung nach werden sich Angebot und Nachfrage eines Tages treffen, doch noch sei die Nachfrage "viel, viel größer" als das Angebot. "Jeder Cloud-Anbieter bittet eindringlich um mehr Nvidia-Angebot. Jedes Start-up benötigt mehr Nvidia-Rechenleistung. Große und kleine Unternehmen, auch hier in Europa, Firmen in der Medikamentenforschung und andere brauchen Nvidia-Rechenleistung", so Huang. Er glaube daher, dass das Angebot noch viele Jahre kleiner sein wird als die Nachfrage. (Handelsblatt)
TANDEM HEALTH - Die Dokumentation von Gesprächen mit Patienten kostet Ärzte täglich viel Zeit. Die schwedische KI-Firma Tandem Health hat ein System entwickelt, das diese Gespräche per iPad, Laptop oder Mikrofon aufzeichnet, transkribiert und daraus Notizen und Dokumente erstellt. Mittlerweile beantwortet der medizinische KI-Assistent auch Fragen von Ärzten, basierend auf medizinischen Leitlinien und der Historie des Patienten. Tandem Health wolle den Gesundheitsfachkräften "eine Milliarde Stunden zurückgeben, damit Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte weniger Zeit mit Bürokratie verbringen und mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten haben", sagt Firmenchef und Mitgründer Lukas Saari dem Handelsblatt. (Handelsblatt)
COMMERZBANK/UNICREDIT - Die Commerzbank bereitet sich auf eine Sonder-HV im Januar oder Februar vor, schreibt der Platow Brief. Noch im Januar wolle Unicredit-Chef Andrea Orcel den Commerzbank-Aufsichtsrat austauschen. Ob die Sonder-HV stattfindet, sei aber noch offen. (Platow Brief)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zur Redaktion: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/brb/uxd/rio
(END) Dow Jones Newswires
October 30, 2026 01:25 ET (05:25 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




