Bei Gesco richtet sich der Blick derzeit fast vollständig auf den weiteren Jahresverlauf. Nach mehreren schwierigen Jahren für die deutsche Industrie hat sich die Lage zuletzt zwar punktuell aufgehellt, doch geopolitische Verwerfungen und schwankende Energiepreise sorgen weiterhin für ein fragiles Umfeld. Entsprechend hängt viel davon ab, ob die erwartete konjunkturelle Stabilisierung tatsächlich einsetzt.
Operativ ist die Ausgangslage nicht unattraktiv. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die Industrieholding den Nettogewinn trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf 9,9 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Für das laufende Jahr peilt das Management mit 15 bis 20 Mio. Euro einen weiteren deutlichen Ergebnissprung an.
Das erste Quartal liefert dafür zumindest erste Argumente. Der Auftragseingang zog an, und das Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 37 Prozent auf 2,8 Mio. Euro. Damit ist zwar erst ein kleiner Teil des Jahresziels erreicht, bei mehreren Tochtergesellschaften fällt das zweite Halbjahr traditionell jedoch deutlich stärker aus. Hinzu kommen interne Effizienzmaßnahmen im Rahmen des "GESCO Business System", die die Profitabilität zusätzlich stützen sollen.
Entscheidend bleibt damit die Frage, ob die Prognose erreicht wird. Gelingt das, erscheint die aktuelle Bewertung mit einem einstelligen KGV weiterhin günstig und könnte der Aktie spürbares Aufholpotenzial eröffnen.
(aktien-globlal.de, erstellt 19.06.26, 12:27 Uhr, veröffentlicht 19.06.26, 13:20 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
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