DJ MÄRKTE EUROPA/DAX von BASF gebremst - Autos und Luxus gesucht
DOW JONES--Etwas leichter haben sich Europas am Mittwoch aus dem Handel verabschiedet. Der DAX wurde von einer negativen Reaktion auf eigentlich gute BASF-Zahlen belastet und verlor 0,6 Prozent auf 25.000 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 wurde hingegen von starken Luxuswerten gestützt und gab nur 0,2 Prozent nach auf 6.266 Zähler.
Beim Schwergewicht BASF ging es 3 Prozent tiefer. Das bereinigte EBITDA legte auf 2,4 Milliarden Euro zu und übertraf damit laut Bernstein die Markterwartung. Bremsend wirkten jedoch der Rückgang im freien Cashflow und der Gewinnausblick. Mit ihm erreicht BASF nur die schon bestehenden Erwartungen.
Keine Erleichterung gab es auch bei der Lage im Nahen Osten, die militärischen Scharmützel zwischen dem Iran und den USA setzten sich fort. Ein Ende des Iran-Konflikts zeichnete sich nicht ab. Wegen des ständigen Hin und Hers bei den Aussagen von US-Präsident Donald Trump sind die Märkte vorsichtiger geworden und reagieren selbst auf gute Nachrichten nicht.
Das Minus im Brent-Ölpreis sorgte daher am späten Nachmittag für keine Kursgewinne. Selbst die US-Inflationsdaten konnten nicht beflügeln: Nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen (CPI) vom Dienstag legten auch die Erzeugerpreise (PPI) etwas geringer zu.
Selbst starke ASML-Zahlen können Techs nicht stützen
Im Technologiesektor kam es zu massiven Gewinnmitnahmen in den USA. Händler hatten sich bereits am Morgen über die schwächliche Reaktion von ASML gewundert, die trotz deutlich erhöhter Prognose kaum zulegten. In den USA brachen dann Dell und Sandisk zweistellig ein, nachdem IBM am Vortag von knapperen Budgets auf Kundenseite berichten mussten. Sie werden in KI-Anwendungen investiert.
Nach einem Plus von fast 6 Prozent am Morgen rutschten ASML 0,4 Prozent ins Minus. Nokia und ST Micro verloren über 4 Prozent, Infineon im DAX 6,3 Prozent, BE Semiconductor 3 Prozent. SAP blieben als Software-Aktien davon unbelastet und kletterten 0,2 Prozent.
Nutznießer waren klassische Industrien wie Europas Autowerte, in die wieder umgeschichtet wurde. Gut für das Sentiment waren zudem Nachrichten wie vom Absatzplus der deutschen Stellantis-Tochter Opel. Deren PKW-Geschäft legte um 7 Prozent zum Vorjahr zu, weltweit wurden 313.000 Fahrzeuge verkauft.
Das zog auch andere Autowerte in ähnlichen Preissegmenten nach oben: VW, Renault und Stellantis stiegen um bis zu 3,7 Prozent. Auch Mercedes und BMW im DAX legten bis zu 2,8 Prozent zu. Bei den Autozulieferern ragten Forvia mit 4 Prozent Plus hervor.
Gesucht waren die Aktien der LKW-Hersteller nach den Zahlen von Traton am Vortag. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel bei Traton (+2,7%). Auch Daimler Truck schlossen leicht im Plus.
Im Zuge der Berichtssaison legte in den USA unter anderem Morgan Stanley Rekordzahlen aus dem Banken-Sektor vor. Da Europas Banken viel geringer im Investmentbanking vertreten sind, schloss der hiesige Sektor-Index kaum verändert.
Im Luxus-Sektor sorgten Quartalszahlen von Richemont (+6,7%) für gute Laune: Das organische Wachstum lag mit 20 Prozent fast doppelt so hoch wie die Markterwartung von 11 Prozent, so Bernstein. Positiv hoben die Analysten insbesondere die Entwicklung der Sparte Jewellery Maisons hervor.
Dies trieb auch andere Luxus-Aktien wie Kering um 3,6 Prozent und Burberry um 2,4 Prozent. LMVH und Hermes legten um 2,4 und 2,7 Prozent zu.
Docmorris stiegen 2,7 Prozent. Das Wachstum der Schweizer Online-Apotheke hat sich im zweiten Quartal beschleunigt. Vor allem der Umsatz bei verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland zog an.
=== Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) Euro-Stoxx-50 6.266 -0,2 +8,4 Stoxx-50 5.386 +0,2 +9,4 Stoxx-600 643 +0,1 +8,4 DAX 25.000 -0,6 +2,7 FTSE-100 London 10.529 -0,1 +6,0 CAC-40 Paris 8.367 +0,2 +2,7 AEX Amsterdam 1.090 +0,7 +14,6 ATHEX-20 Athen 6.377 -0,9 +19,2 BEL-20 Brüssel 5.618 -0,1 +10,6 BUX Budapest 143.348 -1,7 +29,1 OMXH-25 Helsinki 6.192 -1,1 +8,6 OMXC-20 Kopenhagen 1.654 +1,4 +2,8 PSI 20 Lissabon 9.127 -0,5 +10,5 IBEX-35 Madrid 19.357 -0,4 +11,8 FTSE-MIB Mailand 52.863 -0,9 +17,6 OBX Oslo 1.902 -0,1 +19,0 PX Prag 2.617 -0,8 -2,6 OMXS-30 Stockholm 3.163 -0,4 +9,7 WIG-20 Warschau 143.407 -0,3 +22,6 ATX Wien 6.505 -0,5 +22,1 SMI Zürich 14.242 +0,5 +7,3 * gerundet DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr EUR/USD 1,1435 +0,1 0,0016 1,1419 1,1447 EUR/JPY 185,42 +0,1 0,1300 185,29 185,3800 EUR/CHF 0,9223 -0,2 -0,0015 0,9238 0,9237 EUR/GBP 0,8469 -0,7 -0,0057 0,8526 0,8537 USD/JPY 162,15 -0,1 -0,0800 162,23 161,9200 GBP/USD 1,3499 +0,8 0,0110 1,3389 1,3405 USD/CNY 6,7682 -0,0 -0,0018 6,7700 6,7700 USD/CNH 6,7712 -0,0 -0,0017 6,7729 6,7695 AUS/USD 0,6996 +0,3 0,0022 0,6974 0,6990 Bitcoin/USD 65.103,33 +0,9 564,92 64.538,41 64.180,31 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 79,13 -0,3 -0,21 79,34 Brent/ICE 84,29 -0,5 -0,44 84,73 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.037,93 -0,4 -15,97 4.053,90 Silber 57,51 -1,9 -1,11 58,63 Platin 1.628,72 -0,2 -3,03 1.631,75 (Angaben ohne Gewähr) ===
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July 15, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)
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