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Small- & Micro Cap Investment
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Europas 800-Milliarden-Aufrüstung: Warum Drohnen und KI ein Problem haben - und welche Technologie neben Rheinmetall & Co. wichtiger wird

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Europa erlebt die größte verteidigungspolitische Investitionswelle seit Jahrzehnten. Die EU will mit "Readiness 2030" bis zu 800 Milliarden Euro für zusätzliche Verteidigungsausgaben mobilisieren. Gleichzeitig haben sich die NATO-Staaten verpflichtet, ihre Verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Ausgaben bis 2035 auf insgesamt 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.

Für Unternehmen wie Rheinmetall (ISIN: DE0007030009), Airbus (ISIN: NL0000235190), Leonardo (ISIN: IT0003856405) oder Saab (ISIN: SE0021921269) eröffnet diese Entwicklung einen langfristig wachsenden Markt.

Doch die nächste Phase der Aufrüstung könnte sich deutlich von der vergangenen unterscheiden. Denn Europas Streitkräfte investieren nicht nur in Panzer, Munition und Flugzeuge. Drohnen, autonome Fahrzeuge, Sensoren und künstliche Intelligenz verändern zunehmend die Anforderungen auf dem Gefechtsfeld.

Und all diese Systeme haben ein gemeinsames Problem: Sie müssen miteinander kommunizieren können.

Wenn die Verbindung ausfällt, hilft auch die beste Drohne wenig

Genau hier entsteht ein bislang weniger beachteter Engpass.

Eine Drohne kann hochentwickelte Sensoren besitzen. Ein autonomes Fahrzeug kann mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sein. Ein Kommandeur kann Daten aus Dutzenden Quellen erhalten. Doch der operative Nutzen sinkt erheblich, wenn diese Informationen wegen gestörter oder überlasteter Kommunikationsnetze nicht zuverlässig übertragen werden können.

Das Problem verschärft sich gerade in militärischen Situationen. Elektronische Kriegsführung kann Kommunikationsverbindungen stören. Satelliten- oder Mobilfunkverbindungen können ausfallen oder nur begrenzte Bandbreite liefern. Gleichzeitig erzeugen immer mehr Sensoren und autonome Systeme immer größere Datenmengen.

Damit entsteht ein bemerkenswertes Paradox: Je digitaler das Gefechtsfeld wird, desto wichtiger wird zuverlässige Kommunikation unter schlechten Netzwerkbedingungen.

Boston Consulting Group zählt deshalb in einer aktuellen Analyse "Next-generation communication networks" zu den Technologien, die die nächste Generation der Verteidigung prägen könnten. Genannt werden unter anderem multidomain-fähige Netzwerke sowie sichere, selbstheilende Ad-hoc-Kommunikationsnetze. Daneben stehen KI, autonome Systeme und weltraumgestützte Kommunikation.

Europa muss nicht nur mehr ausgeben - sondern anders

BCG sieht dabei ein strukturelles Problem: Europa verfügt zwar über starke Forschungskapazitäten, ist aber deutlich schwächer darin, Forschung in einsatzfähige Verteidigungstechnologien zu übersetzen. Besonders interessant für Anleger ist die Finanzierungslücke. Laut BCG gibt es in den USA etwa doppelt so viele Defence-Start-ups wie in Europa; über das vergangene Jahrzehnt erhielten sie rund 8,5-mal so viel Venture Capital.

Genau diese Lücke soll nun kleiner werden.

Die EU stellt über das SAFE-Instrument bis zu 150 Milliarden Euro an Krediten für strategische Verteidigungsbereiche wie Drohnen, Raketenabwehr und Cybersicherheit bereit. Insgesamt sollen über Readiness 2030 bis zu 800 Milliarden Euro mobilisiert werden.

Damit könnte die Aufmerksamkeit der Kapitalmärkte zunehmend von den bekannten Rüstungskonzernen auf die technologische Infrastruktur hinter der nächsten Generation militärischer Systeme wandern.

Die entscheidende Anlegerfrage lautet deshalb möglicherweise: Welche Technologien werden benötigt, wenn immer mehr militärische Plattformen miteinander vernetzt werden?

Genau hier kommt Nodestream ins Spiel

Ein bislang wenig bekannter börsennotierter Anbieter in diesem Bereich ist die australische Harvest Technology Group, die Ende Juli in Nodestream Ltd. (ISIN: AU0000481509) umbenannt wurde. Die ASX änderte das Börsenkürzel von HTG auf NS1; auch an der Frankfurter Börse wurde die neue ISIN Ende Juli umgesetzt.

Im Mittelpunkt steht die gleichnamige Nodestream-Technologie.

Das Grundprinzip ist vergleichsweise einfach: Video-, Audio- und andere Daten sollen auch über Netzwerke mit sehr geringer verfügbarer Bandbreite in Echtzeit übertragen werden können. Das Unternehmen positioniert die Technologie insbesondere für Situationen, in denen klassische Kommunikationssysteme durch Netzwerküberlastung, hohe Latenz, Paketverluste oder elektronische Störungen beeinträchtigt werden.

Die Präsentation des Unternehmens zeigt dabei den möglichen Einsatz über verschiedene Plattformen hinweg - von Personen und Fahrzeugen über Drohnen bis zu Flugzeugen, Schiffen und stationärer Infrastruktur. Ziel ist eine gemeinsame Echtzeit-Sicht auf unterschiedliche Assets und Netzwerke.

Damit liegt Nodestream genau an der Schnittstelle mehrerer Trends, die BCG als strategisch relevant identifiziert: autonome Systeme, KI-gestützte Sensorik und Kommunikationsnetze der nächsten Generation.

Ein potenzieller Milliardenmarkt - aber noch kein Selbstläufer

Das Unternehmen selbst schätzt den adressierbaren Markt für eingebettete Verteidigungskommunikation auf 10 bis 20 Milliarden US-Dollar oder mehr. Gleichzeitig stellt Nodestream bei erfolgreicher Einbettung seiner Software Margen von mehr als 90 Prozent in Aussicht. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Schätzungen und Zielvorstellungen des Unternehmens und nicht um unabhängige Prognosen.

Gerade hier liegt sowohl die Chance als auch das Risiko.

Nodestream ist kein Rheinmetall. Das Unternehmen besitzt weder dessen Größe noch dessen Auftragsbestand oder etablierte Stellung in europäischen Beschaffungsprogrammen. Die entscheidende Frage wird sein, ob aus technologischer Positionierung tatsächlich größere kommerzielle Implementierungen und wiederkehrende Umsätze entstehen.

Auch Europas Verteidigungsmarkt bleibt fragmentiert. Laut BCG erfolgen rund 80 Prozent der Beschaffung und etwa 90 Prozent der Forschungs- und Technologieausgaben weiterhin auf nationaler Ebene. Das erschwert Skalierung und Interoperabilität - könnte aber gleichzeitig den Bedarf an Technologien erhöhen, die unterschiedliche Systeme und Netzwerke miteinander verbinden können.

Nach den Rüstungsriesen kommt die technologische Infrastruktur

Die erste Phase des europäischen Verteidigungsbooms wurde an der Börse vor allem mit Panzern, Munition und klassischen Rüstungssystemen verbunden.

Die nächste könnte stärker von Drohnen, autonomen Plattformen, KI, Sensorik und resilienter Kommunikation geprägt werden.

Denn je mehr Systeme miteinander kommunizieren müssen, desto kritischer wird die Infrastruktur, die diese Kommunikation überhaupt ermöglicht.

Für Anleger könnte sich deshalb neben bekannten Namen wie Rheinmetall, Airbus, Leonardo und Saab zunehmend ein Blick auf kleinere Technologieanbieter lohnen. Nodestream gehört zu diesen spekulativeren Kandidaten.

Ob daraus eine größere kommerzielle Erfolgsgeschichte entsteht, muss das Unternehmen erst beweisen. Doch hinter der Aktie steht inzwischen eine wesentlich größere Investmentthese als nur Videostreaming:

Je autonomer Europas Verteidigung wird, desto wertvoller könnte zuverlässige Konnektivität werden.

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Quellen:

https://www.bcg.com/publications/2026/the-new-frontier-of-defense-technology-and-security
https://www.nodestream.tech/


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Nodestream Ltd
ISIN: AU0000082XXX
https://www.nodestream.tech/

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Dr. Eva Reuter
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